Jedes 5. Foto gratis. Für je 5 Fotos erhalten Sie 1 gratis für die nächste BestellungJetzt bestellen
Ecommerce Lexikon

Was ist ein Rendering? 3D-Visualisierung, Mockup und 3D-Foto

Rendering ist ein Bild oder Einzelbild einer Animation, das ein Computerprogramm aus einem digitalen 3D-Modell berechnet: aus Geometrie, Materialien, Lichtquellen und Kamera. Den gesamten Weg vom Modell bis zur fertigen Grafik nennt man 3D-Visualisierung. Außerdem erklären wir, was ein Mockup und ein 3D-Foto sind und wann statt eines Renderings ein Foto des echten Produkts genügt.
Am Rechner gerenderte Produktvisualisierung

Was ist ein Rendering? Bedeutung und Definition

Rendering bezeichnet ein Bild oder ein Einzelbild einer Animation, das ein Computerprogramm aus einem digitalen 3D-Modell berechnet, und zugleich diesen Rechenvorgang, das Rendern. Die Software ermittelt dabei, wie das Licht virtueller Lampen auf die Oberflächen des Modells fällt und was eine virtuelle Kamera davon sieht.

Der deutsche Fachbegriff lautet Bildsynthese. Das Wort kommt vom englischen to render, das die deutsche Wikipedia mit „erbringen, herausgeben, leisten“ übersetzt (Wikipedia). Der Duden erklärt rendern knapp als „mithilfe des Renderings vorausberechnen“ (Duden). Im Alltag von Grafikern und Architekten ist ein Rendering schlicht die fertige Grafik aus dem 3D-Programm, im Unterschied zum Foto, das in der Kamera entsteht.

Woraus ein Rendering berechnet wird

Die Szene für ein Rendering besteht aus Daten, die vorher im 3D-Programm angelegt werden (Rendering, Wikipedia):

  • Geometrie - die Form des Objekts, meist als Netz aus Drei- oder Vielecken,
  • Materialien - Farbe, Rauheit, Transparenz, Brechungsindex und Texturen,
  • Lichtquellen - Position, Art, Helligkeit und Farbe jeder Leuchte,
  • Kamera - Standpunkt, Blickrichtung, Brennweite und Bildwinkel.

Ein Produktfotograf arbeitet mit genau diesen Größen, nur im echten Studio. Der Unterschied: Im Rendering muss jede davon von Hand beschrieben werden, vor der Kamera verhalten sich Glas, Metall und Stoff von selbst nach den Gesetzen der Physik.

Rasterisierung, Raytracing und Path Tracing

Rasterisierung ermittelt, welche Pixel jede Form im Bild bedeckt. Sie ist schnell und der Standard für Echtzeit-Rendering, etwa in Computerspielen und in 3D-Vorschauen im Browser. Raytracing (Strahlverfolgung) verfolgt Lichtstrahlen Pixel für Pixel, bildet Spiegelungen und Brechungen dadurch genauer ab und braucht mehr Rechenzeit.

Für fotorealistische Bilder ist heute Path Tracing am weitesten verbreitet, eine Variante des Raytracings, die zufällige Stichproben von Lichtwegen mittelt. Bei wenigen Stichproben rauscht das Bild, deshalb entfernen neuronale Netze das Rauschen. Einzelbilder hochwertiger Animationen rechnen mitunter Stunden oder Tage, weshalb Studios die Arbeit auf Renderfarmen verteilen, also auf Rechnerverbünde, die nur für diese Aufgabe gebaut sind (Wikipedia).

Die Grundlagen sind älter, als viele vermuten. Turner Whitted zeigte 1979 rekursives Raytracing für Spiegelungen und für die Lichtbrechung in durchsichtigen Objekten (Wikipedia). 1986 führten David Immel und Kollegen sowie James Kajiya unabhängig voneinander die Rendergleichung in die Computergrafik ein (Wikipedia), die mathematische Beschreibung der globalen Beleuchtung.

Rendering eines weißen Saugroboters auf einem Holzboden

Rendering oder Produktfoto?

Ein Rendering ist im Vorteil, wenn es das Produkt noch nicht gibt oder wenn ein Modell in vielen Farbvarianten gezeigt werden soll. Liegt die Ware dagegen schon im Lager, muss das 3D-Modell erst gebaut werden, während das Foto direkt vom fertigen Exemplar entsteht. Die Kriterien im Einzelnen stehen im Vergleich 3D-Visualisierung oder Produktfotografie weiter unten.

Aus dem Studio: marszalstudio erstellt keine 3D-Renderings. Wir fotografieren echte Produkte, die Kunden per Kurier an unser Studio in Warschau schicken. Ein Packshot auf weißem Hintergrund kostet ab 9 € netto pro Foto, mit Retusche 18 €. Das Shooting verfolgen Sie in der Live-Session, die immer im Preis enthalten ist.

Augen-Symbol
Siehe auch: Packshots ab 9 € netto
➜

3D-Visualisierung: wie sie entsteht und wofür man sie nutzt

3D-Visualisierung ist der gesamte Prozess, ein Objekt mit Computergrafik darzustellen: vom Aufbau des Modells über Materialien und Licht bis zum Rendering und zur Bearbeitung des fertigen Bildes. Das Rendering ist also das Ergebnis des letzten Arbeitsschritts einer Visualisierung, kein Synonym dafür.

Das Verb visualisieren bedeutet laut Duden allgemein „optisch darstellen, veranschaulichen“ (Duden), deshalb fallen auch Diagramme und Datengrafiken darunter. In Architektur, Produktdesign und E-Commerce ist mit 3D-Visualisierung aber fast immer eine Grafik aus dem 3D-Programm gemeint.

So entsteht eine 3D-Visualisierung

  1. Modell. Die Geometrie des Produkts entsteht aus technischen Zeichnungen, aus einer CAD-Datei der Konstruktion oder aus Maßen und Referenzfotos.
  2. Materialien und Texturen. Jede Oberfläche erhält Farbe, Rauheit, Glanz, Transparenz und Texturkarten: Aufdruck, Holzmaserung, Gewebestruktur.
  3. Licht und Kamera. Virtuelle Leuchten, Hintergrund und Bildausschnitt werden eingerichtet wie bei einem Fotografen im Studio, nur ohne die Grenzen von Stativ und Wänden.
  4. Rendern. Das Programm berechnet das Bild. Je höher Qualität und Auflösung, desto länger dauert es.
  5. Nachbearbeitung. Farbe, Kontrast und kleine Fehler werden korrigiert, also derselbe Schritt, der bei Fotos Postproduktion heißt.

Das Modell wird einmal gebaut. Weitere Ansichten und Farbvarianten entstehen aus derselben Szene, indem man die Kamera versetzt oder ein Material austauscht. Ein physisches Exemplar in jeder Farbe ist dafür nicht nötig.

Arten der 3D-Visualisierung

  • Produktvisualisierung - das Produkt freigestellt oder im Arrangement, Farbvarianten, Schnitte und Explosionszeichnungen. Eine Explosionszeichnung zeigt einen Gegenstand in seine Einzelteile zerlegt und ist typisch für Gebrauchsanweisungen und Ersatzteilkataloge (Wikipedia).
  • Architekturvisualisierung - Außen- und Innenansichten geplanter Gebäude, Animationen und VR-Szenen. So lässt sich ein Gebäude schon vor dem ersten Spatenstich virtuell begehen (Wikipedia).
  • Interaktive Visualisierung - ein 3D-Modell im Onlineshop, das Käufer im Browser drehen oder per Augmented Reality (AR) in ihr eigenes Zimmer stellen. Das Bild wird dabei in Echtzeit auf dem Gerät des Kunden berechnet.
  • Animation - ein Film aus aufeinanderfolgenden Renderings: Drehung des Produkts, Zusammenbau von Teilen, Funktion eines Mechanismus.
3D-Visualisierung von Keramikvasen in einem braunen Arrangement

Software für 3D-Visualisierung und Rendering

ProgrammEinsatzHinweise
BlenderModellierung, Animation und Renderingkostenlos, Open Source (GNU GPL); Render-Engines Cycles (Raytracing) und EEVEE (Echtzeit)
KeyShotProduktvisualisierungübernimmt die Geometrie aus CAD-Programmen beim Import unverändert
V-RayRender-Engine als Plug-inverfügbar für 3ds Max, SketchUp, Rhino, Revit, Cinema 4D und Blender

Für den Einstieg genügt Blender: Es ist kostenlos und bringt beide Engine-Typen mit (Render-Engines von Blender). KeyShot ist auf Produkte und CAD-Daten ausgerichtet, V-Ray ergänzt fotorealistisches Rendering in Programmen, mit denen Designer und Architekten ohnehin arbeiten.

3D-Visualisierung oder Produktfotografie?

Die Entscheidung hängt weniger von der Technik ab als von zwei Fragen: Gibt es das Produkt schon, und wie viele Varianten hat es? Das 3D-Modell ist eine Anfangsinvestition, jede weitere Ansicht daraus kostet wenig. Das Foto braucht kein Modell, dafür ein echtes Exemplar jeder Variante.

Situation3D-VisualisierungProduktfotografie
Voraussetzung3D-Modell oder CAD-Datenphysisches Exemplar
Produkt existiert noch nichtmöglich, aus Konstruktionsdatennicht möglich
Viele Farb- und MaterialvariantenMaterial in derselben Szene tauschenjede Variante einzeln fotografieren
Explosionszeichnung, Schnittdirekt aus dem Modellkaum umsetzbar
Durchscheinende Materialien (Haut, Wachs, Marmor, Lebensmittel)aufwendige Simulation nötigdas Material verhält sich vor der Kamera von selbst richtig
Wenige Artikel ohne Varianten, Ware vorhandenModellbau lohnt sich seltenkürzester Weg zum fertigen Bild

Warum gerade durchscheinende Materialien schwierig sind: Bei Marmor, Haut, Blättern, Wachs oder Milch dringt Licht unter die Oberfläche, streut im Material und tritt an anderer Stelle wieder aus. Fehlt diese Volumenstreuung (Subsurface Scattering), wirkt das Material unnatürlich, wie Kunststoff oder Metall, und viele Echtzeit-Verfahren lassen sie aus Geschwindigkeitsgründen weg (Wikipedia).

Augen-Symbol
Siehe auch: Werbefotografie
➜

Mockup: Definition und wie man es erstellt

Ein Mockup ist ein Bild, das einen grafischen Entwurf auf seinem späteren Träger zeigt: das Etikett auf der Flasche, den Aufdruck auf dem T-Shirt, das Logo auf der Tasse oder die Kampagne auf dem Plakat. Es beantwortet die Frage, wie der Entwurf in Wirklichkeit aussieht, bevor er in Druck oder Produktion geht.

Der Duden empfiehlt die Schreibung „Mock-up“, lässt „Mockup“ zu und erklärt das Wort als „Modell [in Originalgröße] für Test-, Präsentations- oder Ausstellungszwecke“, abgeleitet vom englischen to mock up, nachbilden (Duden). In der Luftfahrt ist ein Mock-up ein nicht flugfähiges Modell, in der Softwareentwicklung ein einfacher Wegwerfentwurf der Benutzeroberfläche (Wikipedia). Im E-Commerce und im Grafikdesign ist meist ein digitales Bild gemeint.

Mockup eines weißen T-Shirts auf einem Kleiderbügel vor einer Ziegelwand mit Blätterschatten

Mockup, Wireframe und Prototyp

Im Web- und App-Design stehen die drei Begriffe für aufeinanderfolgende Arbeitsstufen (UXPin):

  • Wireframe - ein grobes Gerüst des Bildschirms: Blöcke und Hierarchie der Inhalte, ohne Gestaltung.
  • Mockup - ein statisches, detailgetreues Bild des fertigen Bildschirms mit Farben, Schriften und Fotos. Anklicken lässt sich darin nichts.
  • Prototyp - eine interaktive Simulation, in der man Navigation und Funktionen durchspielen kann.

So entsteht ein Produkt-Mockup

  • PSD-Vorlage mit Smartobjekt. Die Photoshop-Datei enthält eine Ebene, die sich per Doppelklick auf die Miniatur als eigenes Dokument öffnet. Dort platzieren Sie Ihren Entwurf und speichern, und in der Hauptdatei aktualisiert sich das Motiv samt Perspektive, Schatten und Falten (Envato Tuts+). Legale Wege zu Photoshop kostenlos beschreiben wir separat.
  • Online-Generator. 2021 übernahm Canva Smartmockups, einen Dienst für realistische Mockups von T-Shirts, Flyern, Tassen, Büchern, Magazinen und Geräten (tech.eu). Wie Sie in Canva Produktgrafiken anlegen, zeigt unsere Canva-Anleitung.
  • 3D-Szene. Der Grafiker modelliert den Gegenstand und legt den Entwurf als Textur darauf. Ein solches Mockup ist bereits ein Rendering, die Verpackung lässt sich also in jedem Winkel zeigen.

Typische Fehler bei Mockups

  • Die Perspektive des Entwurfs passt nicht zur Perspektive des Gegenstands.
  • Eine flache Grafik liegt auf einer gewölbten Fläche (Tasse, Flasche, Tube), ohne sich an den Rändern mitzukrümmen.
  • Licht und Schatten auf dem Aufdruck weichen vom Rest der Szene ab.
  • Der Entwurf hat eine zu geringe Auflösung und verschwimmt beim Vergrößern.
  • Die Vorlage wird kommerziell genutzt, ohne die Lizenz zu prüfen. Das ist so riskant wie ein Stockfoto, dessen Bedingungen für Royalty Free man nicht kennt.

Ein Mockup eignet sich für die Freigabe eines Entwurfs und für den Vorverkauf. Auf der Produktseite beurteilt der Käufer aber das echte Exemplar, und Marktplätze stellen eigene Anforderungen an Produktbilder. Was bei Amazon gilt, haben wir im Ratgeber Produktfotografie auf Amazon zusammengefasst.

Aus dem Studio: Für Mockups, Banner und Kompositionen eignet sich am besten ein Produktfoto ohne Hintergrund. Zum Packshot können Sie die Zusatzoption „Hintergrund entfernen“ bestellen und erhalten eine PNG-Datei mit transparentem Hintergrund, die sich direkt in eine Vorlage einsetzen lässt.

Augen-Symbol
Siehe auch: Produktfotografie Preise
➜

3D-Foto: wie es funktioniert und wie man es aufnimmt

Ein 3D-Foto (Stereofoto) ist ein Paar von Aufnahmen desselben Motivs aus zwei waagerecht versetzten Standpunkten. Sieht jedes Auge nur das eigene Bild, setzt das Gehirn beide zu einem Bild mit Tiefe zusammen, genau wie beim normalen Sehen (Stereoscopy, Wikipedia).

1838 veröffentlichte Charles Wheatstone seine Forschung zum räumlichen Sehen und nannte seinen Apparat Stereoskop. David Brewster vereinfachte ihn später, indem er die Spiegel durch Prismen ersetzte (Stereofotografie, Wikipedia). Heute heißen aber auch Fotos mit Tiefeneffekt in sozialen Netzwerken, räumliche Fotos vom Smartphone und im Onlineshop 360-Grad-Ansichten und 3D-Modelle „3D-Foto“. Technisch sind das verschiedene Dinge.

So nehmen Sie ein Stereofoto auf

Der Abstand zwischen den beiden Aufnahmepunkten heißt Stereobasis. Für einen natürlichen Eindruck entspricht er dem mittleren Augenabstand von etwa 65 mm. Bei nahen Motiven ergibt diese Basis zu große Unterschiede zwischen den Bildern, deshalb gilt die Faustregel: Basis gleich 1/30 der Entfernung zum nächsten Objekt im Bild (Wikipedia). Ein Produkt 60 cm vor der Kamera braucht also eine Verschiebung von etwa 2 cm.

  • Zwei Kameras auf einer gemeinsamen Schiene, die gleichzeitig auslösen - die einzige Lösung bei bewegten Motiven.
  • Eine Kamera, zwischen zwei Aufnahmen seitlich verschoben - funktioniert nur, wenn sich im Bild nichts bewegt, und passt deshalb gut zu Produkten.
  • Smartphone mit räumlichem Modus - das iPhone 16 Pro nimmt räumliche Fotos (Spatial Photos) für die Apple Vision Pro auf (Apple).
  • Ein einzelnes Foto und KI - Facebook führte 3D-Fotos 2018 ein, zunächst aus dem Porträtmodus von Smartphones mit zwei Objektiven. 2020 kam ein neuronales Netz hinzu, das die Tiefe aus nahezu jedem einzelnen Foto schätzt (Meta AI). Das ergibt einen animierten Tiefeneffekt, kein echtes Stereopaar.

So betrachten Sie 3D-Fotos

  • Anaglyphenbrille (rot-cyan) - beide Teilbilder werden in Komplementärfarben übereinandergelegt, jedes Glas lässt nur eines davon durch.
  • Polarisations- und Shutterbrillen - wie im 3D-Kino und bei 3D-Fernsehern. Shutterbrillen schalten die Gläser elektronisch zwischen durchlässig und undurchlässig um.
  • Bildschirme ohne Brille und Linsenrasterbilder - eine Parallaxenbarriere lenkt die Pixel zum jeweils richtigen Auge, etwa bei der Spielkonsole Nintendo 3DS (Wikipedia). Auf Papier erzeugt ein Raster winziger Linsen einen räumlichen Eindruck ohne Hilfsmittel, dieselbe Technik steckt in Wackelbildern (Wikipedia).
  • VR- und AR-Brillen - sie zeigen jedem Auge ein eigenes Bild.

Bei längerem Betrachten ermüden bei manchen Menschen die Augen. Ursache ist der Vergenz-Akkommodations-Konflikt: Die Augen richten sich auf die scheinbare Tiefe des Objekts aus, stellen aber auf die Ebene des Bildschirms scharf (Wikipedia).

3D-Foto eines Produkts im Onlineshop

Wenn Händler nach 3D-Fotos für den Shop fragen, meinen sie meist eines von drei Dingen, und jedes braucht anderes Material:

Was es istWie es entstehtWo es funktioniert
360-Grad-FotoSerie von Produktfotos aus aufeinanderfolgenden Winkeln, abgespielt als Drehungin der Produktgalerie, auf jedem Bildschirm
3D-Modell (GLB, USDZ)aus CAD-Daten, im 3D-Programm oder per Photogrammetrie3D-Ansicht und AR im Shop und auf dem Smartphone
Stereofotozwei Aufnahmen mit seitlichem Versatz3D-Brille, VR-Brille, 3D-Bildschirm

Ein 3D-Modell für den Shop wird als GLB gespeichert, die binäre Einzeldatei des offenen Standards glTF (Khronos), oder als USDZ, das Safari auf iPhone und iPad mit AR Quick Look öffnet (Apple). Shopify akzeptiert beide Formate als Produktmedien, bis 500 MB pro Datei (Shopify).

Photogrammetrie berechnet ein 3D-Modell aus vielen Fotos von verschiedenen Seiten: Die Software findet dieselben Punkte auf mehreren Aufnahmen und bestimmt daraus ihre Lage im Raum (Wikipedia). Dunkle, glänzende und durchsichtige Oberflächen hinterlassen im Modell oft Lücken (Photogrammetry, Wikipedia). Dieselben Materialien verlangen auch vor der Kamera eine eigene Lichtführung, mehr dazu im Ratgeber Glas fotografieren.

Aus dem Studio: Drehansichten fotografieren wir als 360-Grad-Packshot: 24 oder 36 Aufnahmen pro Umdrehung (alle 15° oder alle 10°), JPG-Dateien in 2000 × 2000 px auf weißem Hintergrund, der Preis wird individuell kalkuliert. Das ist kein 3D-Modell, aber Käufer drehen das Produkt in der Galerie und sehen es von allen Seiten.

Augen-Symbol
Siehe auch: 360 Grad Produktfotografie: Drehteller-Anleitung
➜

Häufige Fragen

Was bedeutet Rendering?

Ein Rendering ist ein fertiges Bild oder Einzelbild einer Animation, das ein Programm aus einem 3D-Modell berechnet. Das Wort kommt vom englischen „to render“, etwa „erbringen, herausgeben“. Der Rechenvorgang heißt Rendern oder Bildsynthese, das Programm dafür Render-Engine.

Wie lange dauert das Rendern?

Das hängt von der Komplexität der Szene, der Zahl der Lichtstichproben, der Auflösung und der Rechenleistung ab. Eine Echtzeit-Vorschau entsteht in Sekundenbruchteilen, Einzelbilder fotorealistischer Animationen rechnen mitunter Stunden oder Tage, deshalb nutzen Studios Renderfarmen.

Welche Software eignet sich für den Einstieg ins Rendering?

Blender. Es ist kostenlos und quelloffen (GNU GPL), bietet Modellierung und Animation und zwei Render-Engines: Cycles für fotorealistische Bilder und EEVEE für Echtzeit. Für Produkte aus CAD-Programmen ist KeyShot oft bequemer, weil es deren Geometrie beim Import übernimmt.

Braucht eine 3D-Visualisierung CAD-Daten?

Nicht zwingend. CAD-Daten aus der Konstruktion verkürzen die Modellierung deutlich. Ohne sie baut der Grafiker die Geometrie anhand technischer Zeichnungen, Maße und Referenzfotos nach, was bei komplexen Formen den größten Teil der Arbeit ausmacht.

Ist ein Mockup dasselbe wie ein Rendering?

Nein. Rendering beschreibt, wie ein Bild entsteht, nämlich durch Berechnung aus einem 3D-Modell. Mockup beschreibt seinen Zweck: einen Entwurf auf einem Gegenstand zu zeigen. Ein Mockup kann ein Rendering sein, entsteht aber ebenso oft aus einem Foto mit Smartobjekt in Photoshop.

Wie mache ich ein 3D-Foto mit dem Smartphone?

Fotografieren Sie ein unbewegtes Motiv zweimal und verschieben Sie das Smartphone dazwischen seitlich um etwa 1/30 der Entfernung zum nächsten Gegenstand. Beide Bilder ergeben ein Stereopaar. Das iPhone 16 Pro hat zusätzlich einen Modus für räumliche Fotos für die Apple Vision Pro.

Ist ein 360-Grad-Foto ein 3D-Foto?

Nein. Ein 360-Grad-Foto ist eine Serie flacher Produktfotos aus aufeinanderfolgenden Winkeln, bei uns 24 oder 36 pro Umdrehung, abgespielt als Drehung. Es enthält keine Geometrie, das Produkt lässt sich also nicht per AR ins Zimmer stellen. Dafür braucht es ein 3D-Modell als GLB oder USDZ.

Erstellt marszalstudio Renderings?

Nein. Wir fotografieren echte Produkte in unserem Studio in Warschau: Packshots ab 9 € netto pro Foto, Werbefotos mit Arrangement und 360-Grad-Ansichten. Wenn ein Produkt noch nicht existiert oder sehr viele Varianten hat, ist ein 3D-Studio die passendere Adresse.

Quellen