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Ecommerce Lexikon

Close-up (Nahaufnahme): Bedeutung, Bildausschnitt und Froschperspektive

Close-up (Nah- oder Großaufnahme) ist eine Aufnahme, die ein Motiv so eng umrahmt, dass Details sichtbar werden und die Umgebung wegfällt. Das Close-up ist eine von mehreren Entscheidungen über den Bildausschnitt: Hier lesen Sie außerdem, wie Sie Fotos zuschneiden, welche Formate Amazon, OTTO, Zalando, Kaufland und Google verlangen und was die Froschperspektive bewirkt.
Close-Up

Close-up (Nahaufnahme)

Das Close-up, auf Deutsch Nah- oder Großaufnahme, ist eine Aufnahme, die eine Person oder einen Gegenstand eng umrahmt: Sie zeigt die meisten Details, aber nicht die Umgebung. Das Wort kommt laut Duden vom englischen „to close up“, also den Abstand verringern.

In der Systematik der Einstellungsgrößen, die Film und Fotografie gemeinsam nutzen, entspricht das Close-up der Großaufnahme: Bei einem Porträt sind Kopf und ein Teil der Schultern zu sehen. Enger ist nur noch das Detail (extreme close-up), etwa die Augen allein, weiter gefasst die Nahe vom Kopf bis zur Mitte des Oberkörpers. Für die Fotografie bestimmt der Duden die Nahaufnahme technisch: als Aufnahme im Maßstab 1:10 bis 1:1.

Close-up in der Produktfotografie

Der Packshot zeigt das ganze Produkt, das Close-up beantwortet die Fragen, die der Packshot offenlässt: Woraus ist das Produkt, wie ist es verarbeitet, was steht auf dem Etikett? In der Galerie folgt die Nahaufnahme auf das Hauptbild, sie ersetzt es nie. Aus der Nähe lohnt es sich zu zeigen:

  • Materialstruktur - Webart eines Stoffs, Holzmaserung, gebürstetes Metall,
  • Verarbeitung - Nähte, Steppungen, Kanten, Gravuren,
  • Funktionselemente - Reißverschluss, Verschluss, Pumpspender, Anschlüsse,
  • Kennzeichnung - Zusammensetzung, Zertifikate, Angaben auf der Verpackung.
Goldene und silberne Ketten auf eingerolltem beigem Stoff, Close-up

Close-up oder Makro?

Im engeren Sinn beginnt die Makrofotografie beim Abbildungsmaßstab 1:1: Das Motiv ist auf dem Sensor so groß wie in Wirklichkeit. Close-ups liegen darunter, in der Übersicht der englischen Wikipedia beim 0,1- bis 0,5-Fachen. Die Norm DIN 19040 fasst dagegen den ganzen Bereich von 1:10 bis 10:1 als Nah- bzw. Makroaufnahme zusammen, deshalb verschwimmen die Begriffe im Deutschen leicht.

Viele Objektive mit der Aufschrift „Macro“ arbeiten in der Praxis im Close-up-Bereich. Prüfen Sie bei Schmuck oder kleinen Mechaniken deshalb den maximalen Abbildungsmaßstab im Datenblatt Ihres Makroobjektivs.

Schärfentiefe aus der Nähe

Je näher Sie am Motiv sind, desto geringer die Schärfentiefe: Im Nahbereich wird sie sehr klein. Stärkeres Abblenden hilft nur bis zu einem gewissen Punkt, danach senkt die Beugung die Gesamtschärfe. Bei unbewegten Produkten, etwa einem Ring mit Stein, hilft Focus Stacking: Mehrere Fotos mit unterschiedlicher Schärfeebene werden zu einem Bild verrechnet.

  • Staub und Fingerabdrücke - im Packshot unsichtbar, in der Nahaufnahme das Erste, was der Kunde sieht.
  • Detail ohne Zusammenhang - fehlt in der Galerie das Foto des ganzen Produkts, weiß niemand, zu welchem Teil das Detail gehört.
  • Schärfe an der falschen Stelle - auf der Stoffkante statt auf der Naht oder dem Logo.

Aus dem Studio: Die Vorbereitung der Produkte, also Bügeln von Kleidung, Polieren von Oberflächen und Arrangieren, ist bei marszalstudio Standard. In der Nahaufnahme ist jedes Staubkorn und jeder Fingerabdruck zu sehen, deshalb spart die Reinigung vor der Aufnahme Arbeit in der Retusche.

Das Hauptbild bleibt trotzdem das Foto des ganzen Produkts. Wenn Sie es fertig und einheitlich zugeschnitten erhalten möchten, sehen Sie sich unsere Packshots auf weißem Hintergrund an: ab 9 € netto pro Foto ohne Retusche, mit Retusche 18 €.

Augen-Symbol
Siehe auch: Packshots ab 9 € netto pro Foto
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Bildausschnitt und Zuschneiden

Der Bildausschnitt ist der Teil des Motivs, der auf dem Foto festgehalten wird. Sie bestimmen ihn bei der Aufnahme über Kamerastandpunkt, Abstand und Brennweite oder nachträglich durch Zuschneiden (Beschnitt, englisch crop) in der Bildbearbeitung.

Mit Bildeinrahmung ist hier also nicht der Bilderrahmen an der Wand gemeint, sondern die Entscheidung, wo das Bild endet. Davon hängt ab, was der Betrachter zuerst sieht, in welchem Seitenverhältnis und mit wie viel Rand um das Produkt. Der nachträgliche Zuschnitt ist ein Teil der Postproduktion.

Zuschneiden in der Kamera oder in der Bearbeitung?

In der KameraIn der Bearbeitung
Was Sie ändernStandpunkt, Abstand, BrennweiteAusschnitt und Seitenverhältnis der fertigen Datei
Auflösungbleibt vollständig erhaltensinkt mit jedem abgeschnittenen Rand
Perspektivelässt sich ändernbleibt wie bei der Aufnahme
Am besten fürformatfüllendes Motiv, BlickwinkelFormat für die Plattform, Begradigen, gleiche Ränder in der Serie

Eine Faustregel aus der Praxis: Fotografieren Sie mit etwas Luft um das Produkt und legen Sie den endgültigen Ausschnitt in der Bearbeitung fest. So entstehen aus einer Aufnahme ein Quadrat für den Shop und ein Hochformat für Social Media, ohne dass Hintergrund angestückelt werden muss. Zu viel Luft kostet allerdings Pixel, mehr dazu beim Seitenverhältnis.

Bildausschnitt und Bildkomposition

Die Komposition ist die Anordnung der Elemente im Bild, der Ausschnitt legt seine Grenzen fest. Mit dem Ausschnitt korrigieren Sie die Komposition: Sie schneiden einen störenden Rand ab, rücken das Produkt näher an einen starken Punkt oder ändern das Format. Deshalb werden beide Begriffe so oft verwechselt.

Bei der Drittel-Regel teilen je zwei waagerechte und senkrechte Linien das Bild in neun gleiche Felder, wichtige Elemente liegen auf den Linien oder ihren Schnittpunkten. Das funktioniert bei Arrangements und Lifestyle-Fotos, wo neben dem Produkt Requisiten, ein stimmungsvoller Hintergrund oder Platz für einen Bannertext stehen.

Der Packshot folgt einer anderen Logik. Das Produkt steht in der Mitte, der Rand ist auf allen Seiten gleich, denn der Shop zeigt Dutzende Miniaturen nebeneinander und jede Verschiebung fällt sofort auf. Das ist näher am symmetrischen Bildaufbau als an der Drittel-Regel.

Blauer Retro-Roller mit weißem Helm vor grünen Pflanzen, ein schmaler Ausschnitt im Hochformat ist hervorgehoben

Typische Fehler beim Zuschneiden

  • Abgeschnittener Produktteil - Henkel einer Tasse, Schuhspitze, Verschluss. Der Kunde könnte meinen, im Set fehle etwas.
  • Zu eng - das Produkt berührt den Bildrand, die Miniatur wirkt, als hätte die Plattform sie beschnitten.
  • Zu weit - in der Produktliste ist der Artikel winzig, den Großteil der Miniatur nimmt der Hintergrund ein.
  • Schiefe Linien - geneigter Horizont, Tischkante oder Flaschenkante. Begradigen gehört zum Zuschneiden.
  • Ungleiche Ränder in der Serie - im Kategorieraster springt ein Produkt nach oben oder wirkt größer als die anderen.
  • Zu starker Beschnitt - ein kleiner Ausschnitt, auf die geforderte Größe hochgerechnet, verliert Schärfe und Details.

Aus dem Studio: Bei marszalstudio gehört der Bildausschnitt zur Grundbearbeitung, die im Preis jedes Fotos enthalten ist, zusammen mit Belichtung und Farbe. Den Ausschnitt prüfen Sie schon während der Live-Session: Bei jedem Foto markieren Sie, ob es passt oder korrigiert werden soll, und zeichnen Anmerkungen mit Pinsel oder Pin direkt ins Bild.

Seitenverhältnis

Das Seitenverhältnis (Bildformat, englisch aspect ratio) ist das Verhältnis von Breite zu Höhe eines Bildes, zum Beispiel 3:2 oder 1:1. Der Kamerasensor zeichnet in einem Format auf, Shop, Marktplatz oder Instagram verlangen oft ein anderes, deshalb ändern Sie es meist beim Zuschneiden.

SeitenverhältnisHerkunftTypischer Einsatz bei Produktfotos
3:2Kleinbildfilm mit 36 × 24 mm, Vollformatsensoren derselben GrößeQuerformat, Arrangements, Blogbeiträge
4:3die meisten digitalen Kompaktkameras, Four Thirds und Micro Four ThirdsShops mit 4:3-Vorlage
1:1Rollfilm 6 × 6 cm; bis August 2015 das einzige Format auf InstagramProduktseite, Marktplatz, Kategorieraster
4:5das höchste Hochformat, das Instagram beim Veröffentlichen annimmtProdukt-Posts im Hochformat
1:1,44Vorgabe von Zalando für ProduktbilderMode und Schuhe auf Zalando
16:9Standard bei HDTVBanner, Slider, Standbilder aus Videos
5:4Großformatkameras, 4 × 5 ZollDruck

Die Herkunft der Formate beschreiben die Wikipedia-Artikel Seitenverhältnis und Aspect ratio, den Spielraum auf Instagram (4:5 bis 1,91:1) die Dokumentation von Meta. Jede Formatänderung schneidet einen Teil des Bildes ab: Aus einer 3:2-Datei mit 6000 × 4000 px wird höchstens ein Quadrat mit 4000 × 4000 px, ein Hochformat 4:5 mit 3200 × 4000 px oder ein Zalando-Format mit rund 2770 × 4000 px. Holen Sie das Produkt dabei zusätzlich heran, landen Sie schnell unter den Mindestmaßen der Plattform und verlieren die Auflösung für den Zoom.

So wählen Sie das Format für Ihren Shop

  • Ein Format für den ganzen Katalog. Das Kategorieraster wirkt nur dann ruhig, wenn alle Miniaturen dasselbe Seitenverhältnis haben.
  • Erst die Shop-Vorlage, dann der Ausschnitt. Prüfen Sie, in welchem Format Ihr Theme die Miniaturen anzeigt. Ein abweichendes Foto wird beschnitten oder bekommt leere Streifen.
  • Hohe Produkte im Hochformat. Flaschen oder Kleidung auf dem Bügel füllen ein Hochformat besser, im Quadrat bleibt seitlich viel leerer Hintergrund.
  • Reserve für mehrere Formate. Eine Aufnahme mit Rand lässt sich auf 1:1, 4:5 und 16:9 zuschneiden.

Produktfotos zuschneiden für Amazon, OTTO, Zalando, Kaufland und Google

Produktfotos zuschneiden heißt, das Produkt so im Bild zu platzieren, dass das Foto die Regeln der Verkaufsplattform erfüllt: Seitenverhältnis, Mindestgröße und Anteil des Produkts an der Bildfläche. Die Regeln unterscheiden sich, aber eine Datei kann die meisten davon gleichzeitig erfüllen.

PlattformFormat und PixelProdukt im BildHintergrund und Verbote
Amazon.de500 bis 10.000 px an der längsten Seite; für Zoom mindestens 1000 px an der längsten SeiteHauptbild: mindestens 85 % des BildausschnittsHauptbild reinweiß (RGB 255, 255, 255)
OTTOJPG oder PNG, RGB; mindestens 500 × 1000 px, längste Seite höchstens 4500 pxkeine AngabeHauptbild freigestellt, sonst heller, neutraler Hintergrund
ZalandoHochformat 1:1,44; mindestens 762 × 1100 px, empfohlen 1801 × 2600 pxetwa 80 %, waagerecht und senkrecht zentriertweiße Hintergründe von Packshots im Hauptbild ersetzt Zalando automatisch durch Hellgrau
Kaufland.demindestens 1024 px in Höhe oder Breite, für Zoom mindestens 2048 px; höchstens 10 MBerstes Foto: ganzes Produkt als klare Silhouetteweiß; ohne Schatten, Rahmen und Weißraum; kein Text, keine Logos
Google Merchant Centerab 31.01.2027 mindestens 500 × 500 px; empfohlen ab 1500 × 1500 px; höchstens 64 Megapixel und 16 MB75-90 % des Bildes (Empfehlung)ohne Rahmen, Wasserzeichen und Werbe-Overlays

Die Angaben stammen aus dem Leitfaden zu Amazons Bildanforderungen im Seller Forum und dem Amazon-Ratgeber für Produktfotos, der API-Dokumentation von OTTO Market, den Bildrichtlinien von Zalando, der Produktdaten-Richtlinie von Kaufland und den Bildanforderungen des Google Merchant Center (Stand Oktober 2026). Die Plattformen ändern ihre Regeln, prüfen Sie vor einem großen Shooting die aktuelle Fassung.

Für das Hauptbild ergibt sich daraus ein einfaches Rezept: Quadrat 1:1 mit mindestens 2048 px Kantenlänge, das Produkt füllt 85-90 % der Fläche, reinweißer Hintergrund ohne Schatten. Eine solche Datei erfüllt die Regeln von Amazon und Kaufland, die Empfehlung von Google und die Mindest- und Höchstmaße von OTTO. Zalando braucht eine eigene Fassung im Hochformat 1:1,44, mit etwa 80 % Füllung und zentriertem Produkt.

Mehr zu den einzelnen Marktplätzen lesen Sie in unseren Ratgebern zur Produktfotografie auf Amazon und zum Verkauf auf dem Kaufland Marketplace.

Produktfoto zuschneiden: Schritt für Schritt

  1. Begradigen Sie das Foto. Senkrechte Kanten von Flasche, Schachtel oder Schrank stehen senkrecht, die Tischkante liegt waagerecht.
  2. Legen Sie das Format vor dem Schnitt fest. Tragen Sie im Freistellungswerkzeug das Zielformat ein, etwa 1:1, damit das Programm es einhält.
  3. Zentrieren Sie das Produkt und wählen Sie den Rand. Für Amazon füllt das Produkt mindestens 85 % des Bildes, für Zalando etwa 80 %. Im eigenen Shop gilt ein Rand für die ganze Serie.
  4. Prüfen Sie die Kanten. Nichts berührt den Rand und nichts ist abgeschnitten, außer bei einer bewussten Detailaufnahme.
  5. Speichern Sie in der geforderten Größe. Skalieren Sie nach unten, nicht nach oben: Hochrechnen fügt keine Details hinzu.
  6. Prüfen Sie die Miniatur. Verkleinern Sie das Foto auf die Größe in der Produktliste und schauen Sie, ob das Produkt noch erkennbar ist.
Halbierte Pekannüsse füllen das ganze Bild, Nahaufnahme ohne Rand

Ein Foto ohne Rand wie dieses passt als Strukturdetail in die Produktgalerie. Auf dem Hauptbild muss das Produkt vollständig und mit Rand zu sehen sein, Kaufland verlangt das ganze Produkt ausdrücklich im ersten Foto.

Aus dem Studio: Die Standarddatei aus einem Shooting bei marszalstudio ist ein JPG mit 2000 × 2000 px, 72 DPI, RGB, standardmäßig auf weißem Hintergrund. Das reicht für Amazon, OTTO, Google und die Kaufland-Mindestgröße, aber nicht für den Kaufland-Zoom ab 2048 px und nicht für das Zalando-Format: Dafür gibt es die Zusatzoption „Wunschformat“ mit Maß oder Auflösung aus Ihrem Briefing. Die Option „Auflösung 6K“ (6000 px, 300 DPI) ist für den Katalogdruck gedacht, für OTTO überschreitet sie die maximale Bildseite von 4500 px.

Augen-Symbol
Siehe auch: Produktfotografie auf Amazon
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Froschperspektive

Die Froschperspektive (Untersicht, englisch worm's-eye view oder low angle) ist der Blick auf ein Motiv von einem Augenpunkt unterhalb der normalen Augenhöhe: Die Kamera steht tief und zeigt nach oben. Das Motiv wirkt dadurch größer, als es ist, hoch und stark, der Betrachter dagegen klein, so beschreibt es die englische Wikipedia. Das Gegenstück ist die Vogelperspektive, der Blick schräg von oben.

Den Effekt erzeugt nicht das Objektiv allein. Die Perspektive hängt vom Abstand der Kamera zum Motiv ab, das Weitwinkel erlaubt nur, näher heranzugehen: Was dicht vor dem Objektiv liegt, wirkt im Vergleich zum Rest unnatürlich groß (perspective distortion). Zeigt die Kamera nach oben, laufen senkrechte Linien aufeinander zu und hohe Körper scheinen nach hinten zu kippen: Das sind stürzende Linien.

Hochhaus und Straßenlaterne von unten vor blauem Himmel, die senkrechten Linien laufen nach oben zusammen

Wann die Untersicht hilft und wann sie schadet

  • Werbefotografie und Lifestyle-Fotos - das Produkt soll den Hintergrund beherrschen: Schuh vor dem Himmel, Flasche an der Tischkante, Fahrrad.
  • Produkte, deren Größe ein Verkaufsargument ist - Gartenmöbel, Sportgeräte, Spielzeug aus der Höhe eines Kindes.
  • Schuhe - eine Aufnahme aus Bodenhöhe zeigt die Sohle im Profil. Weitere Blickwinkel zeigt unser Ratgeber Schuhe fotografieren.

Auf dem Hauptbild im Shop schadet die tiefe Perspektive meist. Zusammenlaufende Kanten verändern die Proportionen von Flasche oder Schachtel, der Kunde soll das Produkt aber so sehen, wie es im Paket ankommt. Eine Perspektivkorrektur in der Software hilft teilweise, kostet aber Bildränder, und eine zu starke Entzerrung kann das Motiv deutlich entstellen.

Normalperspektive, Vogelperspektive und 360 Grad

Die Normalperspektive ist der Blick aus der Augenhöhe eines stehenden Betrachters. Bei Produkten liefert eine Kamera auf halber Produkthöhe, die gerade auf die Vorderseite zeigt, die treuesten Proportionen: Senkrechte Kanten bleiben senkrecht. Die Vogelperspektive zeigt das Motiv schräg von oben, ihr Extremfall ist das Flat Lay, die Aufnahme senkrecht von oben.

Aus dem Studio: Reicht ein Blickwinkel nicht, zeigt ein Packshot 360 das Produkt aus 24 oder 36 Richtungen, alle 15° oder alle 10° einer Umdrehung. Jede Ansicht ist ein JPG mit 2000 × 2000 px auf weißem Hintergrund. Wie die Technik funktioniert, erklärt unser Ratgeber zur 360-Grad-Produktfotografie.

Augen-Symbol
Siehe auch: Goldener Schnitt und Bildkomposition in der Fotografie
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Häufige Fragen

Was bedeutet Close-up in der Fotografie?

Close-up bedeutet Nah- oder Großaufnahme. Das Wort kommt vom englischen „to close up“, den Abstand verringern. Die Kamera rückt so nah an das Motiv, dass es das Bild füllt und Details zeigt, während die Umgebung weitgehend wegfällt.

Was ist das Gegenteil von Close-up?

Das Gegenteil ist die Totale: Sie zeigt eine Person oder einen Gegenstand vollständig in der Umgebung, die Supertotale sogar eine ganze Landschaft. Bei Produktfotos steht dem Close-up die Aufnahme des ganzen Produkts gegenüber, zum Beispiel der Packshot.

Was ist ein Extreme Close-up?

Das Extreme Close-up heißt im Deutschen Detail. Es zeigt nur einen kleinen Ausschnitt, im Porträt etwa die Augen oder den Mund. Bei Produkten sind das zum Beispiel eine Naht, eine Gravur oder die Struktur eines Stoffs, oft schon nahe an der Makrofotografie.

Was ist der Unterschied zwischen Close-up und Makro?

Makro im engeren Sinn beginnt beim Abbildungsmaßstab 1:1, das Motiv ist auf dem Sensor so groß wie in Wirklichkeit. Eine Nahaufnahme liegt laut Duden zwischen 1:10 und 1:1. Die Norm DIN 19040 fasst den Bereich von 1:10 bis 10:1 als Nah- bzw. Makroaufnahme zusammen.

Was ist der Unterschied zwischen Bildausschnitt und Bildkomposition?

Die Bildkomposition ist die Anordnung der Elemente im Bild, der Bildausschnitt legt seine Grenzen fest. Mit dem Ausschnitt verbessern Sie die Komposition, etwa indem Sie einen störenden Rand abschneiden. Gegenstände in der Szene verschieben Sie damit aber nicht mehr.

Welches Seitenverhältnis ist für Produktfotos am besten?

Für das Hauptbild auf Amazon, Kaufland, OTTO und im Google Merchant Center ist das Quadrat 1:1 eine sichere Wahl, mit mindestens 2048 px Kantenlänge für den Kaufland-Zoom. Zalando verlangt dagegen ein Hochformat im Verhältnis 1:1,44, zum Beispiel 1801 × 2600 px.

Verschlechtert Zuschneiden die Bildqualität?

Zuschneiden verändert den verbleibenden Ausschnitt nicht, verringert aber die Zahl der Pixel. Muss ein kleiner Ausschnitt auf die geforderte Größe vergrößert werden, nimmt die Schärfe ab, und neue Details kommen nicht hinzu. Lassen Sie das Produkt deshalb schon bei der Aufnahme das Bild gut füllen.

Was ist das Gegenteil der Froschperspektive?

Das Gegenteil ist die Vogelperspektive, der Blick schräg von oben auf das Motiv. Dazwischen liegt die Normalperspektive aus der Augenhöhe eines stehenden Betrachters. Bei Produktfotos ist die extreme Form der Vogelperspektive das Flat Lay, eine Aufnahme senkrecht von oben.

Quellen