Fotografie: Bedeutung und Definition
Fotografie ist ein Verfahren, bei dem Licht über eine Optik auf ein lichtempfindliches Medium fällt und dort ein dauerhaftes Bild erzeugt: früher auf Film oder Fotopapier, heute meist auf dem Bildsensor einer Digitalkamera. Das Wort setzt sich aus dem altgriechischen phōs (Licht) und graphein (schreiben, zeichnen) zusammen und bedeutet sinngemäß „mit Licht zeichnen“.
Den Begriff „Photographie“ verwendete laut deutscher Wikipedia als Erster der Astronom Johann Heinrich von Mädler (Wikipedia). Im englischen Sprachraum gilt John Herschel als Schöpfer des Wortes, ebenfalls 1839. Drei Daten aus der Frühzeit:
- 1826 - Nicéphore Niépce nimmt den Blick aus dem Fenster in Le Gras auf, die älteste erhaltene Kamerafotografie.
- 7. Januar 1839 - das Verfahren von Louis Daguerre, die Daguerreotypie, wird öffentlich angekündigt (Wikipedia).
- 25. Februar 1839 - das Wort „Photographie“ erscheint in der Vossischen Zeitung.
Fotografie ist das Verfahren und die Disziplin, das Foto (Aufnahme, Bild, Lichtbild) ist das einzelne Ergebnis. Für Händler folgt daraus etwas sehr Praktisches: Ein Foto zeigt das Produkt genau so, wie das Licht es geformt hat. Richtung, Größe und Farbe der Lichtquelle bestimmen, ob Glas durchsichtig wirkt und ob ein Stoff seine Struktur zeigt.

Ein Foto ist auch etwas anderes als ein Rendering. Das Rendering entsteht im 3D-Programm, ohne dass ein Gegenstand fotografiert wird, das Foto braucht immer ein echtes Produkt vor dem Objektiv. marszalstudio fotografiert ausschließlich echte Produkte, 3D-Renderings erstellen wir nicht.
Arten der Fotografie: Einteilung nach Zweck und Motiv
Die Arten der Fotografie (fotografische Genres) teilen Fotos danach ein, was sie zeigen und wozu sie dienen: Porträt, Landschaft, Reportage, Sport, künstlerische, wissenschaftliche und kommerzielle Fotografie. Die Grenzen sind fließend, denn dasselbe Schuhfoto kann im Shop ein Packshot und in einer Kampagne ein Werbebild sein.
Am klarsten ist die Einteilung nach dem Zweck. Künstlerische Fotografie drückt die Sicht des Fotografen aus, Reportage und Dokumentarfotografie halten Ereignisse fest, wissenschaftliche und technische Fotografie machen Details sichtbar, und kommerzielle Fotografie entsteht im Auftrag, um etwas zu verkaufen oder bekannt zu machen. Innerhalb dieser Gruppen unterscheidet man die Genres nach dem Motiv.
| Art der Fotografie | Was sie zeigt | Wo sie eingesetzt wird |
|---|---|---|
| Porträtfotografie | Menschen, ihr Gesicht und ihre Persönlichkeit | Presse, Bewerbung, „Über uns“-Seiten, Familienalben |
| Landschafts- und Naturfotografie | Natur, Berge, Meer, Tiere | Verlage, Tourismus, Ausstellungen |
| Reportage- und Dokumentarfotografie | Ereignisse und Menschen in Aktion | Presse, Events, Hochzeiten, Archive |
| Sportfotografie | Bewegung, Action, Emotionen | Medien, Vereine, Sportmarken |
| Künstlerische Fotografie (Fine Art) | Konzept, Abstraktion, Sicht des Autors | Galerien, Ausstellungen, Sammlungen |
| Wissenschaftliche und technische Fotografie (mit Makro) | Details, die das bloße Auge nicht sieht | Forschung, Medizin, Industrie |
| Kommerzielle Fotografie: Produkt-, Werbe-, Mode-, Katalog-, Beauty- und Unternehmensfotografie | Produkt, Marke, Unternehmen | Onlineshops, Marktplätze, Kataloge, Werbung |
Die Genres unterscheiden sich vor allem darin, wie viel Kontrolle der Fotograf über das Licht hat. Der Landschaftsfotograf wartet auf gutes Licht, der Reporter arbeitet mit dem Licht, das er vorfindet, und der Produktfotograf baut es selbst mit Blitzen und Lichtformern auf. Deshalb liefert ein guter Hochzeitsfotograf nicht automatisch einen guten Packshot und umgekehrt: andere Ausrüstung, anderes Licht, andere Empfänger der Bilder.
Für Onlinehändler zählt die letzte Tabellenzeile. Kommerzielle Fotografie und ihre Spielarten bestimmen, wie ein Produkt auf der Produktseite, auf dem Marktplatz und in der Anzeige aussieht. marszalstudio ist ein Studio für Produktfotografie in Warschau: Wir fotografieren Packshots auf weißem Hintergrund, Werbefotos mit Arrangement und Kleidung flach gelegt als Legeware-Fotografie.

Business-Fotografie (kommerzielle Fotografie)
Business-Fotografie, auch kommerzielle Fotografie genannt, umfasst Fotos, die im Auftrag eines Unternehmens entstehen, um ein Produkt zu verkaufen, eine Dienstleistung zu bewerben oder das Markenbild aufzubauen. Die englische Wikipedia definiert kommerzielle Fotografie knapp als jede Fotografie, bei der der Fotograf für Bilder bezahlt wird und nicht für Kunstwerke (Wikipedia).
Dazu gehören mehrere Spezialisierungen: Produktfotografie (Packshots, 360-Grad-Ansichten, Flat Lay), Werbe-, Mode-, Katalog-, Food- und Beauty-Fotografie sowie die Unternehmensfotografie. Im Alltag meinen viele mit „Businessfotos“ nur Porträts für Website und LinkedIn, diese gehören aber zur Unternehmensfotografie. Gemeinsam ist allen Spielarten das Briefing: Vor der ersten Aufnahme steht fest, wo das Bild erscheint, in welchem Format und wie lange.
Was ein kommerzielles Shooting von einem künstlerischen unterscheidet
- Verkaufsziel - das Bild soll das Produkt originalgetreu zeigen oder Kauflust wecken, nicht die Sicht des Fotografen ausdrücken.
- Einheitliche Serie - Dutzende Produkte brauchen dasselbe Licht, denselben Hintergrund und denselben Ausschnitt.
- Nutzungsrechte - der Vertrag legt fest, wo und wie lange die Bilder veröffentlicht werden dürfen.
- Termin und Budget - der Preis hängt von der Zahl der Bilder, dem Umfang der Retusche und dem Arrangement ab.
Der häufigste Fehler von Auftraggebern sind ungeklärte Rechte. Prüfen Sie vor der Bestellung, ob Sie umfassende Nutzungsrechte oder nur eine eingeschränkte Lizenz erhalten und für welche Zwecke: Shop, gedruckter Katalog, Anzeigen in sozialen Medien.
Aus dem Studio: Bei marszalstudio erhalten Sie die vollen Rechte an den Fotos, ohne zeitliche und räumliche Begrenzung. Eine Ausnahme sind Aufnahmen mit Models, deren Abbildung zwei Jahre lang genutzt werden darf. Ein Werbefoto mit Arrangement des Fotografen kostet 47 € netto bei mindestens 5 Fotos (ab 235 €), alle weiteren Preise stehen in der Preisliste für Produktfotografie.

Katalogbilder (Katalogfotografie)
Katalogbilder sind eine Serie von Produktfotos nach einem einheitlichen Standard, mit gleichem Licht, Hintergrund, Blickwinkel und Bildausschnitt, gedacht für einen Katalog, einen Onlineshop oder einen Marktplatz. Ihre Aufgabe ist Information: Der Kunde soll Form, Farbe und Details sehen, bevor er kauft.
Katalogfotografie ist eine Spielart der Produktfotografie. Meist sind es Packshots auf weißem oder hellgrauem Hintergrund, ergänzt um Detailaufnahmen, die Rückseite und die Verpackung. In der Mode kommen Bilder am Model, der Ghost-Mannequin-Effekt und Flat-Lay-Aufnahmen dazu.
Vorgaben von Google Shopping
Plattformen haben eigene Regeln. Google Merchant Center empfiehlt Produktbilder ab 1.500 × 1.500 Pixel, und ab dem 31. Januar 2027 müssen alle Produktbilder mindestens 500 × 500 Pixel groß sein. Das Produkt soll mindestens 75 % und höchstens 90 % des Bildes einnehmen, Wasserzeichen und Werbetexte im Bild sind nicht erlaubt (Google Merchant Center Hilfe).
Typische Fehler in Katalogserien
- Unterschiedlicher Abstand - jedes Produkt aus einer anderen Entfernung fotografiert, sodass im Shopraster ein kleines Tiegelchen so groß wirkt wie ein großes Glas.
- Unterschiedliche Lichtfarbe zwischen zwei Shootings - dieselbe Bluse erscheint auf zwei Produktseiten in zwei Farbtönen.
- Zu enger Ausschnitt, der in der Miniaturansicht die Kante des Produkts abschneidet.
- Kundenfotos als Hauptbild - User Generated Content ergänzt die Produktseite gut, ersetzt aber keine einheitliche Serie.
Aus dem Studio: Die Standarddatei bei marszalstudio ist ein JPG mit 2000 × 2000 px, 72 DPI, RGB, auf weißem Hintergrund. Für den Katalogdruck gibt es die Zusatzoption „Auflösung 6K“ (6000 px, 300 DPI), und wenn eine Plattform ein anderes Format verlangt, die Option „Wunschformat“.

Flat Lay (Aufnahme von oben)
Flat Lay ist eine Aufnahme von Gegenständen, die auf einer ebenen Fläche liegen und von oben fotografiert werden, aus der Vogelperspektive (Adobe). Die Kamera blickt senkrecht nach unten, die Komposition wirkt flach und grafisch.
Im E-Commerce gibt es zwei Varianten. Die erste ist das einzelne Kleidungsstück, flach ausgelegt auf weißem Hintergrund und ohne Model, wie es Modekataloge nutzen; bei marszalstudio heißt diese Leistung Legeware-Fotografie und kostet ab 18 € netto pro Foto mit Retusche. Die zweite ist das Arrangement mit Requisiten für Social Media, Newsletter und Banner.
Der häufigste Fehler ist eine leicht schräg gehaltene Kamera: Rechteckige Gegenstände werden dann zu Trapezen. Abhilfe schafft ein Stativ, das senkrecht nach unten zeigt, mit einer kleinen Libelle. Wie Sie selbst ein Flat Lay arrangieren, zeigt der Flat-Lay-Ratgeber mit Styling-Tipps.
Ghost Mannequin (unsichtbare Schaufensterpuppe)
Ghost Mannequin, der Effekt der unsichtbaren Schaufensterpuppe, ist eine Technik der Bekleidungsfotografie: Das Kleidungsstück wird auf einer Puppe fotografiert, in der Nachbearbeitung wird die Puppe digital entfernt. Das Teil behält seine dreidimensionale Form, als würde es von einer unsichtbaren Person getragen. Im Englischen heißt der Effekt auch invisible mannequin, 3D mannequin oder hollow man (Pixelz).
- Aufnahmen von Vorder- und Rückseite des Kleidungsstücks auf der Puppe.
- Eine separate Aufnahme der Innenseite, meist im Bereich von Kragen und Nacken, die im fertigen Bild die Stelle des Puppenhalses füllt.
- Zusammensetzen der Aufnahmen zu einem Bild, Freistellen der Puppe und Retusche.
Im Vergleich zum Flat Lay zeigt Ghost Mannequin Schnitt, Schulterpartie und Ärmellänge besser. Es braucht kein Model, deshalb bleibt der Look über die ganze Kollektion einheitlich. Typische Fehler sind Reste der Puppe an den Kanten und ein leerer Halsausschnitt ohne eingesetzte Innenansicht.
Diesen Effekt bieten wir als Ghost-Mannequin-Fotografie an: Kleidung auf weißem Hintergrund mit Retusche kostet ab 18 € netto pro Foto.
Modefotografie
Modefotografie ist ein Zweig der Fotografie, der Kleidung und Accessoires meist zu Werbe- und Verkaufszwecken zeigt (Wikipedia). Sie verbindet den Verkauf mit dem Aufbau eines Markenstils und reicht deshalb vom künstlerischen Magazinshooting bis zum sachlichen Foto für den Onlineshop.
Die erste gedruckte Modefotografie erschien 1892 in der französischen Zeitschrift La Mode Pratique. Im April 1911 veröffentlichte Art et Décoration Aufnahmen von Edward Steichen, der Kleider des Couturiers Paul Poiret inszenierte, und 1913 wurde Baron Adolph de Meyer der erste fest angestellte Fotograf der Vogue (Wikipedia).
- Editorial - Magazinstrecke mit Geschichte und Styling, das Kleidungsstück ist Teil der Erzählung.
- Kampagne - Werbebilder einer Kollektion für Plakate, Social Media und Shops.
- Lookbook - zusammenhängendes Shooting der ganzen Kollektion, das Outfits und Kombinationen zeigt.
- E-Commerce - Bilder für die Produktseite: am Model, als Ghost Mannequin oder flach gelegt.
Typische Fehler bei Shopfotos von Kleidung sind Knitterfalten, die erst in der Vergrößerung auffallen, eine durch das Licht verfälschte Stofffarbe und wechselnde Posen und Ausschnitte innerhalb einer Kategorie. Bei Mode zählt außerdem das Recht am eigenen Bild: Der Vertrag mit dem Model regelt, wo und wie lange die Fotos genutzt werden dürfen.
Aus dem Studio: Das Bügeln der Kleidung vor dem Shooting ist bei marszalstudio Standard, kein Aufpreis. Ein Packshot von Kleidung auf weißem Hintergrund mit Retusche kostet ab 18 € netto, die Variante an einem KI-Model 14 € pro Foto plus Kleidungs-Packshot ab 18 €. Lookbooks mit Model kalkulieren wir individuell.
Beauty-Fotografie (Schönheitsfotografie)
Beauty-Fotografie, auch Schönheitsfotografie genannt, ist eine Spielart der Porträt- und Werbefotografie, die sich auf Haut, Make-up, Haare und Kosmetik konzentriert. Anders als beim klassischen Porträt geht es nicht um die Persönlichkeit, sondern um das Hautbild, die Farbe des Make-ups und die Textur des Produkts.
Am wichtigsten ist das Licht: weich, gleichmäßig und kontrolliert, denn in der Nahaufnahme ist jede Unebenheit der Haut und jeder Reflex auf der Tube sichtbar. Der klassische Lichtformer ist der Beauty Dish, ein parabolischer Reflektor, dessen Licht zwischen dem eines direkten Blitzes und einer Softbox liegt (Wikipedia). Die Retusche gleicht den Teint aus, lässt aber die Hautstruktur stehen, denn zu stark geglättete Haut wirkt künstlich.
Die zweite Seite von Beauty ist das Produkt selbst: Cremes, Seren, Lippenstifte und ihre Texturen. Hier trifft Beauty- auf Produktfotografie, denn der Flakon braucht ein sauberes Etikett ohne Reflexe und der Cremeausstrich eine klare Struktur. Diesen Teil übernehmen wir in der Kosmetik-Produktfotografie: auf weißem Hintergrund (Packshot ab 9 € netto) oder als Organicshot mit farbigem Hintergrund, Sonnenlicht-Anmutung und scharfem Schatten.
Unternehmensfotografie
Unternehmensfotografie (Corporate-Fotografie) umfasst Fotos, die das Image eines Unternehmens aufbauen: Porträts von Mitarbeitern und Geschäftsführung, Bilder von Veranstaltungen, Büros, Produktionshallen und Arbeitsabläufen. Sie erscheinen auf der „Über uns“-Seite, in Geschäftsberichten, im Recruiting, in Pressemappen und auf LinkedIn.
- Businessporträts - Headshots in einheitlichem Stil für das ganze Team.
- Firmenreportage - Konferenzen, Schulungen, Messen, Jubiläen.
- Arbeitsumfeld - Büros, Hallen, Labore und Menschen bei der Arbeit.
Am wichtigsten ist die Übereinstimmung mit dem Corporate Design: derselbe Hintergrund, derselbe Ausschnitt und dieselbe Farbstimmung bei allen Personen, auch bei denen, die erst in einem Jahr dazukommen. Ein häufiger Fehler sind Porträts, die über Jahre bei verschiedenen Fotografen entstanden sind und nebeneinander auf der Website wie aus verschiedenen Firmen wirken. Unternehmensfotografie zeigt Menschen und Organisation, Fotos der eigenen Erzeugnisse gehören dagegen zur Produktfotografie.

Makrofotografie
Makrofotografie ist das Fotografieren kleiner Objekte im Abbildungsmaßstab 1:1 oder größer: Das Motiv wird auf dem Sensor mindestens in Originalgröße abgebildet. Die Norm DIN 19040 fasst den weiteren Bereich von 1:10 bis 10:1 als Nah- oder Makroaufnahme zusammen (Wikipedia).
In der Produktfotografie zeigt Makro, was auf dem Packshot verschwindet: den Schliff eines Steins im Ring, die Webstruktur eines Stoffs, das Uhrwerk, die Textur einer Creme. Bei so geringem Abstand ist die Schärfentiefe sehr klein, oft ist nur ein Teil des Gegenstands scharf. Die Lösung ist Focus Stacking: Mehrere Aufnahmen mit unterschiedlicher Schärfeebene werden zu einem durchgehend scharfen Bild verrechnet.
Ohne Makroobjektiv vergrößern Zwischenringe den Abbildungsmaßstab: Die Vergrößerung wächst proportional zum Auszug zwischen Objektiv und Kamera (Wikipedia). Das zweite Problem sind Staub und Fingerabdrücke, die in der Vergrößerung wie Flecken aussehen. Deshalb gehört das Polieren der Oberflächen vor dem Shooting bei marszalstudio zum Standard.
Häufige Fragen
Welche Arten der Fotografie gibt es?
Meist unterscheidet man Porträt-, Landschafts-, Reportage-, Sport-, künstlerische, wissenschaftliche (mit Makro) und kommerzielle Fotografie. Die kommerzielle teilt sich weiter in Produkt-, Werbe-, Mode-, Katalog-, Beauty- und Unternehmensfotografie. Die Genres überschneiden sich, denn ein Bild kann mehrere Aufgaben zugleich erfüllen.
Was bedeutet das Wort Fotografie?
Es stammt aus dem Altgriechischen: phōs heißt Licht, graphein schreiben oder zeichnen, Fotografie bedeutet also sinngemäß „mit Licht zeichnen“. Im Deutschen verwendete Johann Heinrich von Mädler den Begriff „Photographie“ im Februar 1839, im Englischen gilt John Herschel als Schöpfer des Wortes.
Was ist der Unterschied zwischen Fotografie und Foto?
Fotografie ist das Verfahren und die Disziplin, mit Licht ein dauerhaftes Bild aufzuzeichnen. Ein Foto ist das einzelne Ergebnis dieses Verfahrens, also ein konkretes Bild. Im Alltag werden beide Wörter oft gleichbedeutend verwendet, ebenso wie Aufnahme, Bild oder Lichtbild.
Was versteht man unter Business-Fotografie?
Fotografie im Auftrag eines Unternehmens: Produkt-, Werbe-, Katalog- und Modefotos ebenso wie Mitarbeiterporträts und Firmenreportagen. Das Ziel ist geschäftlich, etwa Verkauf, Werbung oder Recruiting. Vor dem Shooting legt ein Briefing fest, wo die Bilder erscheinen und welche Rechte der Auftraggeber erhält.
Was ist Katalogfotografie?
Eine Serie von Produktfotos nach einem einheitlichen Standard: gleicher Hintergrund, gleiches Licht, gleicher Blickwinkel und Ausschnitt. Meist sind es Packshots auf weißem Hintergrund, ergänzt um Detailbilder. Sie erscheinen in gedruckten Katalogen, Onlineshops und auf Marktplätzen, wo das Produkt originalgetreu wirken muss.
Ab wann spricht man von Makrofotografie?
Im engeren Sinn ab einem Abbildungsmaßstab von 1:1, wenn das Motiv mindestens in Originalgröße auf den Sensor fällt. Die Norm DIN 19040 zählt den Bereich von 1:10 bis 10:1 zu den Nah- und Makroaufnahmen. Bei diesem Maßstab ist die Schärfentiefe sehr gering, oft ist nur ein Teil des Motivs scharf.
Was unterscheidet Beauty-Fotografie von Modefotografie?
Modefotografie zeigt Kleidung und Accessoires, oft die ganze Figur und das Styling. Beauty-Fotografie konzentriert sich auf Gesicht, Haut, Make-up und Kosmetik, meist in der Nahaufnahme und in sehr weichem, gleichmäßigem Licht. In Kampagnen von Kosmetik- und Modemarken verbinden sich beide Genres häufig.
Was kostet ein professionelles Produktfoto?
Das hängt von der Art des Fotos und der Retusche ab. Bei marszalstudio (Stand Oktober 2026) kostet ein Packshot auf Weiß ab 9 € netto ohne und 18 € mit Retusche, Kleidung auf Weiß mit Retusche ab 18 € und ein Werbefoto mit Arrangement 47 € bei mindestens 5 Fotos.
Quellen
- Wikipedia: Fotografie - Definition, Etymologie, Mädler 1839, Niépce 1826
- Wikipedia (EN): Photography - Ankündigung der Daguerreotypie am 7. Januar 1839, Herschel, Definition kommerzieller Fotografie
- Wikipedia: Modefotografie - Definition, La Mode Pratique 1892
- Wikipedia (EN): Fashion photography - Steichen 1911, de Meyer und Vogue 1913
- Wikipedia (EN): Beauty dish - Aufbau und Lichtcharakter
- Wikipedia: Makrofotografie - Abbildungsmaßstab 1:1, DIN 19040, Schärfentiefe, Focus Stacking
- Wikipedia (EN): Macro photography - Zwischenringe und Vergrößerung
- Google Merchant Center Hilfe: Anforderungen an Produktbilder
- Adobe: Flat lay photography
- Pixelz: Invisible ghost mannequin photography

