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Ecommerce Lexikon

Softbox Beleuchtung einfach erklärt: diffuses Licht und Beauty Dish

Eine Softbox ist ein Lichtformer, der aus einer kleinen, harten Leuchte eine große Quelle weichen, diffusen Lichts macht. Auf dieser Seite erklären wir außerdem diffuses Licht, Beauty Dish, schattenfreie Fotografie und Aufnahmetisch und zeigen, wie jedes davon ein Produktfoto verändert.
Softbox als Lichtformer auf einem Studioblitz

Diffuses Licht

Diffuses Licht ist Licht, das aus vielen Richtungen zugleich auf ein Objekt fällt, weil es durch ein streuendes Material gegangen oder von einer großen, matten Fläche zurückgeworfen worden ist. Es erzeugt Schatten mit weichen, verlaufenden Kanten und sanfte Übergänge von den hellen zu den dunklen Partien eines Produkts.

Ob Licht weich oder hart wirkt, hängt vor allem davon ab, wie groß die Lichtquelle im Verhältnis zum Motiv ist und wie weit sie entfernt steht. Die Sonne ist riesig, steht aber so weit weg, dass sie am Himmel nur als kleine Scheibe erscheint, und wirft deshalb harte Schatten. Schieben sich Wolken davor, wird der ganze Himmel zu einer einzigen großen Leuchtfläche, also zur natürlichen Variante einer Softbox.

Leinentasche mit getrockneten Blättern an einer hellen Wand in weichem Licht

Woher diffuses Licht kommt

  • Diffusor vor der Leuchte - Softbox, Rahmen mit Diffusionsstoff, Transparentpapier oder eine weiße Gardine vor dem Fenster. Das Licht geht durch das Material und verteilt sich in viele Richtungen.
  • Reflexion an einer matten Fläche - weißer Reflektor, Wand oder Decke. Wandfarbe und Papier reflektieren diffus: Sie werfen das Licht nicht gebündelt zurück, sondern gestreut.
  • Tageslicht ohne direkte Sonne - ein bewölkter Himmel oder ein Fenster, durch das keine Sonne direkt hereinscheint.

Warum das bei Produktfotos zählt

Diffuses Licht zeigt Form und Farbe eines Produkts ohne schwarze Schattenlöcher und ohne ausgefressene Lichter auf glänzenden Flächen. In einer Flasche, einer lackierten Schachtel oder einem Metalldeckel spiegelt sich die Lichtquelle selbst. Eine kleine Quelle hinterlässt einen winzigen, harten Glanzpunkt, eine große einen breiten, ruhigen Reflex, der die Form modelliert.

Der Abstand wirkt in zwei Richtungen. Je näher eine große Lichtquelle am Produkt steht, desto weicher ist das Licht, desto schneller fällt es aber nach hinten ab: Nach dem Abstandsgesetz kommt bei doppelter Entfernung nur noch ein Viertel an. Steht die Leuchte dicht am Produkt, wird die Vorderseite hell, Rückseite und Hintergrund dagegen deutlich dunkler.

Typische Fehler

  • Lichtquelle zu weit weg. Aus großer Entfernung wird selbst eine große Softbox zu einer kleinen Quelle, die Schatten werden härter.
  • Diffus mit schattenlos verwechseln. Die Schatten bleiben, sie haben nur weiche Kanten. Bei völlig flachem Licht verschwindet die Struktur von Stoffen und Prägungen.
  • Alles weich machen wollen. Hartes Licht hat seinen Platz: Ein Organicshot bei marszalstudio ist bewusst ein Foto auf farbigem Hintergrund, mit dem Eindruck von Sonnenlicht und einem scharfen Schatten.

Wenn Sie lieber fertige Bilder mit gleichmäßigem, weichem Licht und sauberem Weiß rund um das Produkt bekommen möchten, bestellen Sie Packshots auf weißem Hintergrund. Ein Packshot ohne Retusche kostet 9 € netto, mit Retusche 18 € netto.

Augen-Symbol
Siehe auch: Packshots ab 9 € netto
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Softbox

Eine Softbox ist ein Lichtformer in Form einer faltbaren Stoffbox, die auf einen Blitz oder eine Dauerlichtleuchte gesetzt wird. Innen ist sie reflektierend ausgekleidet, nach außen tritt das Licht nur durch den weißen Diffusor an der Front: So wird aus einer kleinen, harten Lichtquelle eine große Fläche diffusen Lichts.

Aufbau einer Softbox

  • Speedring - der Ring, der die Box mit der Leuchte verbindet. Sein Bajonett muss zur Leuchte passen; viele Boxen gibt es mit Bowens-Anschluss.
  • Streben - Stäbe aus Draht oder Glasfaser, die in den Speedring gesteckt werden und den Stoff spannen wie die Speichen eines Schirms.
  • Bespannung - außen schwarz, damit kein Licht seitlich entweicht, innen silbern, weiß oder golden, damit es nach vorne reflektiert wird.
  • Innendiffusor - eine zweite Stofflage im Inneren. Sie verteilt das Licht, damit die Mitte nicht heller leuchtet als der Rand.
  • Frontdiffusor - der weiße Stoff an der Öffnung, die letzte Streuschicht.
  • Wabengitter (Grid) - optionaler Aufsatz aus wabenförmigen Kammern, der den Lichtkegel einengt und das Licht gerichteter macht.

Je größer die Softbox, desto weicher das Licht und desto weniger definiert die Schatten (Adorama, Wikipedia: Softbox). Mit Wabengitter fällt es leichter, nur das Produkt zu beleuchten, ohne den Hintergrund gleich mit aufzuhellen.

Formen und Größen

Bei Produkten zählt die Form der Softbox mehr als bei Porträts, denn in glänzenden Oberflächen bildet sie sich ab wie in einem Spiegel. Die Größen unten stammen aus der Softbox-Serie von Godox mit Bowens-Anschluss und zeigen, was typischerweise erhältlich ist.

FormBeispielgrößenBei Produktfotos
Quadratisch und rechteckig60 × 60, 60 × 90, 90 × 90, 80 × 120 cmHauptlicht; in Flaschen und Lack erscheint ein rechteckiger Reflex
Striplight (Stripbox)22 × 90, 35 × 160 cmschmaler, langer Reflex an den Kanten von Glas, Metall und Lack; Konturlicht von der Seite oder von hinten
Octabox (achteckig)95, 120, 140 cm Durchmesserbreites, umhüllendes Licht für größere Produkte und Kleidung; runder Reflex

Von einem Striplight spricht man ab einem Seitenverhältnis von 1:3. Wie Sie Striplights an Flaschen und Gläsern einsetzen, zeigt unser Ratgeber Glas fotografieren.

Woher die faltbare Softbox kommt

Die Firma Chimera wurde 1980 vom Fotografen Gary Regester und dem Bergsport-Ingenieur Tom Frost gegründet. Regester hatte genug davon, sperrige Kästen aus Foamboard zu jedem Shooting zu schleppen. Daraus entstand eine faltbare Lightbank aus Stoff, 1983 folgten Speedrings, mit denen eine Box an verschiedene Leuchten passt.

Typische Fehler mit der Softbox

  • Softbox zu weit vom Produkt. Sie verliert genau das, wofür Sie sie gekauft haben, denn aus der Ferne ist sie eine kleine Quelle.
  • Zu kleine Box für ein großes Produkt. Bei Schuhen oder einer Tasche liefert ein kleines Quadrat kaum weichere Schatten als eine nackte Leuchte.
  • Innendiffusor weggelassen. Die Mitte der Box strahlt heller, auf glänzenden Produkten erscheint ein heller Fleck.
  • Licht fällt ins Objektiv. Steht die Softbox hinter dem Produkt, leuchtet sie direkt in die Kamera und senkt den Kontrast. Abhilfe schaffen ein Wabengitter oder eine schwarze Fläche (Flag) zwischen Leuchte und Objektiv.

Beauty Dish

Ein Beauty Dish ist eine flache, runde Reflektorschale für Studioleuchten mit einem kleinen Deflektor in der Mitte, der das direkte Licht der Blitzröhre abschirmt und zurück in die Schale lenkt. Sein Licht liegt zwischen dem eines direkten Blitzes und dem einer Softbox: gerichtet und kontrastreich, aber mit sanftem Übergang an den Schattenkanten.

Zwei Beispiele für Größen: Der Profoto Softlight in Weiß misst 52,5 cm bei 65° Abstrahlwinkel, Elinchrom hat in einem Vergleichstest Schalen mit 44 und 70 cm geprüft. Dort fiel das Licht der Beauty Dishes abrupter ab als das einer 70-cm-Octabox, und als Ausgangspunkt empfiehlt der Autor einen Abstand zum Motiv, der dem Durchmesser der Schale entspricht.

Innenseite, Deflektor und Zubehör

  • Silberne Innenseite - brillantere Glanzlichter und mehr Kontrast, auf stark spiegelnden Objekten aber auch Hotspots.
  • Weiße Innenseite - weicheres, gleichmäßigeres Licht und weniger Hotspots, dafür insgesamt weniger knackig.
  • Deflektor - Elinchrom bietet transluzente, weiße, silberne und goldene Deflektoren an. Silberne und goldene blockieren das direkte Licht vollständig, der goldene wärmt es zusätzlich.
  • Wabengitter - engt den Lichtkegel ein und erhöht den Schattenkontrast etwas.
  • Diffusorstoff („Sock“) - wird über die Schale gezogen, dämpft die Glanzlichter und verbreitert den Lichtkegel.
Silberner Beauty Dish von Profoto

Beauty Dish in der Produktfotografie

Der Beauty Dish gilt als Werkzeug für Porträt, Mode und Beauty-Fotografie, hat aber auch bei Produkten seinen Platz. Er hilft dort, wo eine große Softbox zu flach und eine nackte Leuchte zu hart wirkt: bei matten Verpackungen mit Prägung, bei der Textur einer Creme oder bei Werbefotos, in denen sich das Produkt deutlicher vom Hintergrund abheben soll.

Vorsicht bei spiegelnden Oberflächen wie Chrom, poliertem Stahl oder Glas: Darin bildet sich die ganze Schale samt dunklem Deflektor in der Mitte ab. Für Packshots glänzender Produkte auf Weiß ist eine große Softbox oder ein Striplight meist die bessere Wahl.

Augen-Symbol
Siehe auch: Kosmetik-Produktfotografie
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Schattenfreie Fotografie

Schattenfreie Fotografie bezeichnet Lichtführung und Bildbearbeitung, bei denen das Produkt keinen sichtbaren Schatten auf den Untergrund wirft und der Hintergrund gleichmäßig weiß oder einfarbig erscheint. Solche Freisteller sind der Standard für Online-Shops, Kataloge und Marktplätze.

Die Marktplätze geben dafür klare Regeln vor. Für Amazon-Hauptbilder gelten laut den Webinar-Unterlagen des Bayerischen Wirtschaftsministeriums ein reinweißer Hintergrund (RGB 255, 255, 255), mindestens 85 % Bildfläche für das Produkt und keine Texte, Logos oder Wasserzeichen. Mehr dazu im Ratgeber Produktfotografie auf Amazon.

So entsteht ein Foto ohne Schatten

  1. Hintergrund separat beleuchten. Der Hintergrund bekommt mehr Licht als das Produkt, wird dadurch weiß, und der Schlagschatten geht im Weiß unter. Das Produkt selbst beleuchten große, diffuse Quellen von vorne und von den Seiten.
  2. Von unten durchleuchten. Auf einem Aufnahmetisch hellt eine Leuchte unter der milchigen Platte genau die Stelle auf, an der sonst der Schatten läge.
  3. Retuschieren. Schattenreste und Grauschleier entfernt die Retusche. Alternativ wird das Produkt freigestellt und auf reines Weiß gesetzt; auf dieselbe Weise entsteht eine PNG-Datei mit transparentem Hintergrund.

„Schattenfrei“ heißt nicht „ohne Licht und Schatten“. Auf dem Produkt selbst müssen Schatten und Halbschatten bleiben, denn sie zeigen die Form; verschwinden soll nur der Schlagschatten auf dem Untergrund. Bei völlig flachem Licht wirken Tasse oder Schachtel wie aus Papier ausgeschnitten.

Packshot eines Multitools auf weißem Hintergrund ohne Schatten unter dem Produkt

Reflexe auf glänzenden Produkten

Schattenfreie Fotos von Glas, Lack oder Folie sind oft auch ein Kampf gegen Reflexe. Eine Methode ist die Kreuzpolarisation: Polarisationsfolie vor den Leuchten und ein Polfilter am Objektiv. Rosco beschreibt seine Polarisationsfolie 7300 als Mittel gegen Reflexe von Glas, Wasser, Papier und bestimmten Metallen, sie lässt allerdings nur 38 % des Lichts durch, also 1,5 Blendenstufen weniger.

Wie Sie den Filter am Objektiv einstellen, erklären wir im Beitrag Polarisationsfilter: Wie funktioniert er wirklich?

Aus dem Studio: Bei marszalstudio ist der Standard-Packshot ein JPG mit 2000 × 2000 px auf weißem Hintergrund. Ein Schatten unter dem Produkt ist eine eigene Zusatzoption („Schatten hinzufügen“), ebenso grauer statt weißer Hintergrund und eine PNG-Datei mit transparentem Hintergrund („Hintergrund entfernen“). Ein reinweißer Hintergrund, saubere Kanten und Texturen sind Sache der Retusche: Ein Packshot kostet ohne Retusche 9 € netto, mit Retusche 18 € netto.

Aufnahmetisch

Ein Aufnahmetisch ist ein Fototisch mit einer Platte aus milchig-transluzentem Acrylglas (Plexiglas), die in einem Bogen von der Waagerechten in die Senkrechte übergeht. Die Platte lässt sich von unten und von hinten durchleuchten, sodass unter dem Produkt kein Schatten bleibt und Untergrund und Hintergrund ohne sichtbare Horizontlinie ineinanderfließen.

Hersteller beschreiben die Platte als halbdurchlässiges weißes Acryl, das sich gut durchleuchten lässt, mit verstellbarer Neigung des senkrechten Teils. Walimex gibt für den mobilen Aufnahmetisch XXL eine Belastbarkeit bis 20 kg an und sieht Leuchten unter der Platte oder hinter dem Tisch vor. Im großen Maßstab nutzt die Hohlkehle im Fotostudio dasselbe Prinzip: einen nahtlosen Übergang von der Wand zum Boden für Freisteller.

ModellPlatteHöhe
Quadralite Photo Table S60 cm breit, bis 130 cm lang60 cm
Quadralite Photo Table L100 cm breit, bis 150 cm lang70 cm
Falcon Eyes ST-1020A100 × 200 cm62,5-100 cm, verstellbar

Ein kleiner Tisch reicht für Schmuck, Kosmetik und kleine Elektronik, ein größerer lohnt sich für Schuhe oder Handtaschen. Für Möbel und sperrige Produkte ist ein Aufnahmetisch nicht gedacht: Dort wird stattdessen ein weißer Hintergrund von der Rolle bis auf den Boden abgerollt.

Weißer Fotohintergrund zwischen zwei Studioleuchten

Den Aufnahmetisch richtig beleuchten

  1. Eine Leuchte unter der Platte oder hinter dem Tisch hellt das Acryl auf und nimmt den Schatten unter dem Produkt weg.
  2. Eine Softbox von vorne oder von oben beleuchtet das Produkt selbst, eine zweite von der Seite oder ein weißer Reflektor hellt die Schatten an der Form auf.
  3. Die Durchleuchtung stellen Sie so ein, dass der Hintergrund weiß, aber nicht heller als nötig wird. Zu stark durchleuchtetes Acryl überstrahlt die Kanten des Produkts und senkt den Kontrast.

Typische Fehler am Aufnahmetisch

  • Kratzer und Staub auf dem Acryl. Auf der durchleuchteten Platte ist jeder Kratzer zu sehen. Deshalb wird sie gereinigt, und Produkte werden nicht trocken darüber geschoben.
  • Zu enger Bogen. Ein Knick im Übergang erscheint im Bild als Linie oder als Helligkeitssprung im Hintergrund.
  • Die Platte spiegelt sich im Produkt. Ein glänzender Flaschenboden oder eine lackierte Unterseite reflektiert das helle Acryl, was Sie beim Aufstellen der Leuchten einplanen müssen.

Günstiger ist ein Lichtzelt, auch Photobox genannt: ein faltbarer Würfel aus Diffusionsstoff, gut für kleine Gegenstände, aber ohne Durchleuchtung von unten und mit weniger Freiheit bei der Lichtsetzung. Ausrüstung für die Arbeit in den eigenen vier Wänden stellen wir im Ratgeber Fotostudio zu Hause vor.

Augen-Symbol
Siehe auch: Photobox: Schattenfreier Zelt-Leitfaden
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Softbox, Beauty Dish oder Aufnahmetisch: Was passt zu Ihrem Produkt?

Die Wahl des Lichtformers hängt davon ab, ob das Produkt matt oder glänzend ist und ob ein sauberer Packshot oder ein Foto mit Charakter entstehen soll. Die Übersicht fasst die Abschnitte dieser Seite zusammen.

WerkzeugLichtAm besten fürAchten Sie auf
Rechteckige Softboxweich, gleichmäßigPackshots auf Weiß, Kleidung, die meisten Produkteaus großer Entfernung härtere Schatten
Striplightweich, schmalKonturen und Reflexe an Glas, Metall, Lackschmaler Lichtkegel, meist paarweise im Einsatz
Beauty Dishgerichtet, kontrastreichTextur, Werbefotos, Kosmetikdunkler Deflektor im Spiegelbild glänzender Flächen
AufnahmetischDurchlicht von untenkleine und mittlere Produkte ohne SchattenKratzer, Staub, Spiegelung der Platte
Lichtzeltdiffus von mehreren Seitenkleine Gegenstände, Arbeit zu Hausewenig Freiheit bei der Lichtsetzung

Wenn Sie keine Ausrüstung zusammenstellen möchten, können Sie die Fotos in Auftrag geben. Sie bestellen in der App, schicken die Produkte per Kurier in unser Studio in Warschau und verfolgen in der Live-Session jedes Bild in Echtzeit: Sie geben es frei oder markieren es zur Korrektur und zeigen mit Pinsel oder Pin direkt im Bild, welcher Reflex stört. Details: So bestellen Sie Produktfotos.

Häufige Fragen

Was ist diffuses Licht?

Licht, das aus vielen Richtungen auf das Objekt fällt, weil es durch einen Diffusor gegangen oder von einer großen, matten Fläche reflektiert worden ist. Es erzeugt weiche Schatten ohne harte Kanten. In der Natur entsteht es bei bewölktem Himmel, im Studio meist mit einer Softbox.

Wofür braucht man eine Softbox?

Eine Softbox macht aus einer kleinen, harten Lichtquelle, also einem Blitz oder einer Dauerlichtleuchte, eine große, weiche. Sie wird in Porträt, Film und Produktfotografie eingesetzt, wenn Schatten sanft und Reflexe auf glänzenden Flächen breit und gleichmäßig sein sollen.

Welche Softbox-Größe brauche ich für Produktfotos?

Wählen Sie eine Softbox, die deutlich größer ist als das Produkt, und stellen Sie sie nah heran: Je größer die Lichtquelle im Verhältnis zum Produkt, desto weicher das Licht. Rechteckige Boxen eignen sich als Hauptlicht, für Flaschen und glänzende Verpackungen hilft zusätzlich ein Striplight.

Softbox oder Schirm: Was ist besser?

Die Softbox umschließt die Leuchte mit schwarzem Stoff und gibt Licht nur über den Frontdiffusor ab, deshalb lässt es sich gezielt auf das Produkt richten. Ein Schirm verteilt das Licht breiter im Raum. Für Produktfotos ist die Softbox meist die praktischere Wahl.

Beauty Dish oder Softbox für Packshots?

Der Beauty Dish liefert gerichtetes, kontrastreiches Licht mit schnellerem Lichtabfall, die Softbox weiches und gleichmäßiges. Für Packshots auf Weiß greift man meist zur Softbox, zum Beauty Dish eher bei Porträts, Beauty-Fotografie und Werbefotos, in denen die Textur betont werden soll.

Was bringt ein Wabengitter?

Das Wabengitter ist ein Aufsatz aus wabenförmigen Kammern, der den Lichtkegel einengt. Das Licht fällt dann dorthin, wohin Sie es richten, hellt Hintergrund und Umgebung weniger auf, und die Schatten auf dem Produkt werden etwas kontrastreicher.

Aufnahmetisch oder Lichtzelt: Wo liegt der Unterschied?

Der Aufnahmetisch hat eine feste, milchige Acrylplatte, die sich von unten durchleuchten lässt, und lässt viel Platz für Leuchten. Das Lichtzelt ist ein faltbarer Würfel aus Diffusionsstoff: günstiger und kleiner, aber ohne Licht von unten und mit weniger Spielraum bei der Lichtsetzung.

Geht ein Foto ohne Schatten auch ohne Aufnahmetisch?

Ja. Es reichen ein weißer Hintergrund, der heller beleuchtet ist als das Produkt, und eine große, diffuse Lichtquelle für das Produkt selbst. Restschatten entfernt die Retusche, und soll das Produkt auf transparentem Hintergrund stehen, wird es als PNG freigestellt.

Quellen