Eine Photobox (auch Lichtzelt, Fotobox oder Fotozelt genannt) ist ein portables, faltbares Ministudio für die Produktfotografie. Der halbtransparente weiße Stoff umhüllt das Produkt von allen Seiten, streut das Licht und eliminiert harte Schatten. Das Ergebnis: saubere, gleichmäßig beleuchtete Bilder auf weißem Hintergrund - ideal für Marktplätze, Kataloge und Online-Shops.
Ist eine Photobox die beste Lösung für deine Produkte? Nicht unbedingt. In diesem Leitfaden zeigen wir dir, wann ein Lichtzelt wirklich funktioniert, wann du besser eine Alternative wählst - und wie du damit das Maximum an Bildqualität herausholst.
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Wie funktioniert eine Photobox?
Das Prinzip ist simpel: Licht trifft auf den halbtransparenten Stoff des Zelts, der wie ein riesiger Diffusor wirkt. Statt einer punktuellen Lichtquelle (harte Schatten, Hotspots) erhältst du weiches, gleichmäßiges Licht aus mehreren Richtungen gleichzeitig.
Eine typische Photobox besteht aus:
- Wände aus weißem Nylon oder Polyester - streuen das Licht
- Boden - weißer Hintergrund (oft abnehmbar, austauschbar gegen Schwarz oder Grau)
- Frontöffnung - für das Kameraobjektiv
- Faltgestell - Metall oder Kunststoff
- Optional: eingebaute LEDs - in neueren Modellen mit integrierter Beleuchtung
Die Photobox wird auch bezeichnet als: Lichtzelt, Fotozelt, Lightbox, schattenloses Zelt, Fotostudio-Box - alles synonyme Begriffe für dasselbe Equipment.
Schattenloses Zelt mit Licht: Die Photobox-Lösung
Ein schattenloses Zelt mit Beleuchtung ist eine Lösung, die jeder zu schätzen weiß, der nach Einfachheit und Schnelligkeit sucht und gleichzeitig eine gute Qualität der Produktfotografie anstrebt. Der Hauptvorteil: Diese Boxen sind in der Regel „Plug and Play" - auspacken, aufklappen, loslegen. Keine externe Lichtquelle nötig, denn das integrierte LED-System sorgt für gleichmäßige Beleuchtung, die Schatten minimiert und Konturen hervorhebt.
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Die Handhabung ist denkbar einfach. Ein Beispiel ist die PULUZ Fotobox, die in verschiedenen Größen erhältlich ist und mit LEDs ausgestattet wird, die für sauberes, weiches Licht sorgen. Damit können auch Produktfotografie-Einsteiger Bilder auf hohem Niveau erzielen - ohne jahrelanges Beleuchtungsstudium.

Top 5 Photoboxen für 2026 - DACH-Vergleich
Der deutschsprachige Markt wird 2026 von einigen klaren Favoriten dominiert. Hier ein direkter Vergleich nach Preis-Leistungs-Verhältnis (alle Preise laut Hersteller- und Händlerangaben, z.B. Yorbay Fotostudio):
| Modell | Größe | LED / Spezifikation | Preis (ca.) | Ideal für |
|---|---|---|---|---|
| DUCLUS Fotobox | 40×40 cm | 160 LED, 5.500K, RA97 | ~57 € | Schmuck, Uhren, kleine Kosmetik |
| STN Fotobox | 30×30 cm | 112 dimmbare LED, CRI >95 | ~35 € | Schmuck, kleine Gegenstände, Anfänger |
| RaLeno Photobox | 60×60 cm | Dimmbar, 5.500K, CRI 92 | ~65 € | Schuhe, Taschen, größere Kosmetik |
| Yorbay LED Fotostudio | 60×60×60 cm | 270 LED, CRI 95+, 5.500K | ~90 € | Professionelle Setups, vielfältige Produkte |
| PULUZ Fotostudio | 72W Premium | 480 LED, 5.500K, 1-100% Dimmen | ~120 € | Professionelle Produktfotografie, größere Objekte |
Worauf beim Kauf achten?
Größe - Das Produkt sollte max. 60-70 % der Innenmaße ausfüllen. Zu eng bedeutet: Reflexionen der Wände im Produkt, kein Spielraum für die Lichtgestaltung.
Farbwiedergabeindex (CRI/RA) - Je höher, desto farbechter. Minimum CRI 90, professioneller Standard ist CRI 95+. Günstige Boxen mit CRI 80 erzeugen einen Grün- oder Rosastich, der in der Nachbearbeitung kaum korrigierbar ist.
Farbtemperatur - 5.500K ist der DACH-Standard (Tageslicht). Geräte mit einstellbarer Temperatur (3.200K-6.800K) bieten professionelle Flexibilität für unterschiedliche Produktästhetiken.
Dimmfunktion - Unbedingt notwendig bei verschiedenen Produkten. Matte Oberflächen tolerieren mehr Licht, hochglänzende Oberflächen brauchen reduzierte Intensität, um Hotspots zu vermeiden.
Material - Nylon ist besser als Polyester: gleichmäßigere Lichtstreuung, weniger Falten, einfacher zu reinigen.
Fotozelt oder Photobox - welche Größe?
Die Wahl der richtigen Größe ist entscheidend - zu kleine Boxen schränken Kreativität ein, zu große sind unpraktisch in kleinen Räumen. Hier die Faustregel: Produkt max. 60-70 % der Innenfläche.
| Größe | Ideal für | Typische Produkte |
|---|---|---|
| 30×30 cm | Kleinste Objekte | Ringe, Ohrringe, Münzen, Lippenstifte |
| 40×40 cm | Kleine Produkte | Armbanduhren, Parfümflaschen, Smartphone-Zubehör |
| 60×60 cm | Mittelgroße Produkte | Schuhe, Handtaschen, Kopfhörer, Weinflaschen |
| 80×80 cm | Größere Objekte | Kleine Haushaltsgeräte, Helme, mehrere Produkte zusammen |
Schattenloses Zelt 60x60
Das 60×60 cm Lichtzelt ist für viele Online-Händler im DACH-Raum der Sweet Spot: groß genug für Schuhe, Handtaschen und mittelgroße Elektronik, kompakt genug für das Home Office. Modelle wie die RaLeno Photobox 60×60 cm bieten dimmbare LEDs, wasserfeste PVC-Hintergründe und einen CRI von 92 - ausreichend für die meisten E-Commerce-Anforderungen.
Schattenloses Zelt 80x80
Das 80×80 cm Fotozelt ist ideal, wenn du regelmäßig Schuhe, mittelgroße Haushaltsgeräte oder gebündelte Produktsets fotografierst. Mehr Innenraum bedeutet mehr Freiraum für die Lichtgestaltung - und weniger störende Wandreflexionen. Die Yorbay Fotobox in dieser Größe (270 LEDs, CRI 95+) gehört zu den besten Optionen im DACH-Markt 2026.
Schattenloses Zelt 100x100
Wer mit größeren Objekten arbeitet - Sportausrüstung, kleine Möbelstücke, technische Geräte - greift zur 100×100 cm Variante. Der geräumige Innenraum ermöglicht komplexere Lichtsituationen und eignet sich für professionellere Setups mit externer Beleuchtung. Hier lohnt sich oft ein Fotozelt ohne integrierte LEDs - kombiniert mit eigenen Studiolampen, die volle Kontrolle erlauben.
Für welche Produkte eignet sich eine Photobox?
Ideal (Photobox funktioniert hervorragend)
Schmuck - Ringe, Ohrringe, Armbänder. Kleine Abmessungen passen perfekt in eine 40 cm Fotobox. Gleichmäßige Beleuchtung eliminiert harte Metallreflexionen. Achtung: Bei Edelsteinen kann das Lichtzelt die Brillanz „töten" - für Diamanten und Saphire liefert ein Spotlicht mit gezieltem Akzent bessere Ergebnisse.
Kosmetik und Skincare - Flaschen, Tuben, Cremes, Compacts. Matte Oberflächen sehen in der Fotobox ideal aus. Glasflaschen sind schwieriger (mehr dazu unten).
Kleinelektronik - Kopfhörer, USB-Geräte, Ladekabel, Powerbanks. Schnell, sauber, effizient.
Schuhe und Accessoires - In einer 60-80 cm Fotobox. Gleichmäßige Beleuchtung, weißer Hintergrund, schneller Wechsel zwischen Winkeln.
Problematisch (Photobox funktioniert NICHT)
Große Objekte - Möbel, Haushaltsgroßgeräte, Fahrräder. Passen schlicht nicht rein, und große Lichtboxen über 100 cm sind teuer und raumgreifend. Besser: Hintergrundkarton + Softboxen.
Lebensmittel - Essen braucht gerichtetes Licht, das Textur und Farbe betont. Eine Fotobox liefert flaches, unappetitliches Licht. Besser: Softbox seitlich + Reflektor.
Bekleidung auf Mannequin - Mannequins benötigen dreidimensionale Beleuchtung. Die Fotobox macht Formen flach. Besser: Softboxen seitlich + Gegenlicht.
Glas und transparente Produkte - Weinflaschen, Gläser, Vasen. Die Fotobox spiegelt sich als weißes Rechteck im Glas. Professionelle Technik: Hintergrundbeleuchtung (Backlighting) + schwarze Karten seitlich (definieren Kanten).
Hochglanzprodukte mit großer Fläche - Töpfe, Pfannen, verchromte Teile. Das Lichtzelt spiegelt sich als weiße „Käfig"-Struktur in jeder Krümmung. Technik: Strip-Softbox + schwarze Karten.
Fotozelte ohne Beleuchtung
Bei marszalstudio sind wir der Meinung, dass die volle Kontrolle über die Beleuchtung in der professionellen Produktfotografie unerlässlich ist. Schattenlose Zelte ohne interne Lichtquelle mögen preislich attraktiv erscheinen, erfordern aber vom Anwender deutlich mehr Beleuchtungswissen und Erfahrung.
Studiobeleuchtung gibt uns unbegrenzte Möglichkeiten - wir können Richtung, Intensität und Farbtemperatur des Lichts steuern und so Bilder schaffen, die unserer künstlerischen Vision und den Anforderungen unserer Kunden entsprechen.
Über die Grenzen des Zelts hinausgehen
Bei Zelten ohne Beleuchtung ist der Einsatz von Studioequipment eine Herausforderung - man muss wissen, wie man in einem schattenlosen Zelt fotografiert, damit das Licht korrekt gestreut wird und keine unerwünschten Schatten entstehen.
Sobald du Studiobeleuchtung besitzt, lohnt es sich nicht mehr, sich auf den Raum der Fotobox zu beschränken. Professionelle Studiolampen erlauben eine deutlich größere Flexibilität - ohne die räumlichen Einschränkungen einer Box.
Professionelle Produktfotografie OHNE Photobox - Alternativen
Eine Photobox ist nicht der einzige Weg zu sauberem, schattenlosem Licht. Professionelle Studios nutzen sie kaum - stattdessen bauen sie das Licht von Grund auf neu auf.
Softboxen + Reflektoren
Zwei große Softboxen (60×90 cm) seitlich vom Produkt + ein weißer Reflektor von unten. Das ist der Standard in der professionellen Produktfotografie. Das Ergebnis: weiches Licht mit Richtungskontrolle - du kannst Texturen betonen, subtile Schatten erzeugen und dem Produkt Tiefe verleihen.
Kosten: 2 LED-Softboxen ab ~120 € (z.B. Neewer oder Godox), Reflektor ab ~15 €.
Bounce Lighting (reflektiertes Licht)
Eine starke Lichtquelle auf die weiße Decke oder Wand gerichtet. Das Licht reflektiert und fällt von oben als riesiger, weicher Diffusor auf das Produkt. Eine simple, günstige Technik - aber sie erfordert einen hellen Raum mit weißen Oberflächen.
V-Flats (Reflexionskartone)
Zwei große weiße Kartone (100×200 cm) in V-Form um das Produkt aufgestellt. Licht reflektiert zwischen ihnen hin und her und erzeugt ein weiches Wrap-Around-Licht. Beliebt in Mode- und Produktstudios weltweit.
Fenster + Diffusor
Natürliches Nordlicht (kein direktes Sonnenlicht) durch ein weißes Tuch als Diffusor + Reflektor auf der Gegenseite. Die beste kostenlose Option - schönes, weiches Licht mit Richtung und Charakter.
Professioneller Ansatz in der Produktfotografie
Bei marszalstudio gehen wir an die Produktfotografie mit der Präzision eines Handwerkers heran. Wir analysieren sorgfältig jedes Element der Szene und beleuchten es so, dass die Stärken des fotografierten Produkts hervorgehoben werden. Eine Fotobox kann eine verlockende Option sein - einfache Handhabung, schneller Aufbau - aber sie liefert keine vollständige Kontrolle über die Beleuchtung, die in der professionellen Produktfotografie entscheidend ist.
Schattenlose Zelte finden in einem professionellen Studio selten Anwendung. Beim High-End-Shooting kommt es auf den individuellen Ansatz für jede Aufnahme an. Fortschrittliche Beleuchtungstechniken und die Fähigkeiten des Fotografen sind das Ausschlaggebende - nicht das Equipment allein.
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Wann eine Photobox am besten funktioniert
Für Einsteiger, die gerade anfangen, kann eine Fotobox eine ideale Möglichkeit sein, sich an die Produktfotografie zu gewöhnen. Auch für kleinere Online-Shops, bei denen die Bilder primär das Produkt klar zeigen sollen, kann ein schattenloses Zelt ausreichen - besonders wenn die Produkte keine stark reflektierenden Oberflächen haben.
| Kriterium | Photobox / Lichtzelt | Professionelles Studio |
|---|---|---|
| Schatten | Minimal bis keine | Kontrolliert, weich |
| Lichtkontrolle | Eingeschränkt (Diffusion von allen Seiten) | Vollständig (Richtung, Härte, Winkel) |
| Tiefenwirkung | Flach, zweidimensional | Dreidimensional, plastisch |
| Mobilität | Faltbar, portabel | Stationär |
| Kosten | 35-150 € | 500-5.000 € (Setup) |
| Lernkurve | Niedrig | Mittel bis hoch |
| Ideal für | Einfache Produkte, E-Commerce, Marktplätze | Premium-Marken, Textur, Emotionen |
| Problematisch bei | Glas, Chrom, große Objekte | Anfänger ohne Lichtwissen |
Wie wähle ich eine Photobox aus?
Die Wahl des richtigen Modells ist eine wichtige Entscheidung für jeden, der es mit der Produktfotografie ernst meint. Bei marszalstudio empfehlen wir keine bestimmten Marken pauschal - stattdessen raten wir dazu, die eigenen Bedürfnisse und Erwartungen genau zu verstehen.
Folgende Fragen helfen bei der Entscheidung: Welche Produkte fotografierst du hauptsächlich? Wie häufig nutzt du das Equipment? Welche Anforderungen hast du an Lichtqualität und Flexibilität? Brauchst du eine große Arbeitsfläche oder eine kompakte, leicht transportierbare Lösung?
Haben deine Motive stark reflektierende Oberflächen? Die Antwort auf diese Fragen hilft dir, eine Photobox zu wählen, die deinen Bedürfnissen entspricht und dir hilft, hochwertige Produktbilder zu erstellen.
Wie fotografiert man in einer Photobox - Einstellungen und Tipps
Kameraeinstellungen
- Modus: Manuell (M) oder Blendenvorwahl (A/Av)
- Blende: f/8-f/11 (scharfer Fokus von vorne bis hinten)
- ISO: 100-200 (minimales Bildrauschen)
- Weißabgleich: Manuell (Graukarte) - LED in Fotoboxen ist nicht immer neutral
- Stativ: Immer verwenden. Eliminiert Verwacklung, ermöglicht längere Belichtungszeiten
- Format: RAW (maximale Flexibilität in der Nachbearbeitung)
Häufige Probleme und Lösungen
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Grauer statt weißer Hintergrund | Zu wenig Licht / falscher Weißabgleich | Belichtung +0,5-1 EV erhöhen, WB korrigieren |
| Schatten unter dem Produkt | Produkt liegt direkt auf dem Hintergrund | Auf Plexiglas / Glas anheben oder vom Hintergrund trennen |
| Reflection der Fotobox im Produkt | Hochglänzende Oberfläche | Frontöffnung vergrößern, schwarze Karten seitlich einsetzten |
| Flaches, langweiliges Bild | Kein Lichtrichtung | Eine Lichtquelle ausschalten, Kontrast erhöhen |
| Hotspot oben am Produkt | Zu starkes Oberlicht | Zusätzlichen Diffusor einlegen oder dimmen |
Hintergründe richtig wählen
Die meisten Fotoboxen enthalten 3-6 austauschbare Hintergründe: Weiß, Schwarz, Grau, und farbige Varianten. Weiß ist der Standard für E-Commerce und Marktplätze (Amazon, eBay, Etsy). Schwarz hebt helle Produkte und Schmuck besonders wirkungsvoll hervor. Grau ist am neutralsten und eignet sich für Produktkategorien, bei denen der reine Weißhintergrund zu steril wirkt.
Photobox Pflege und Wartung
Eine Photobox ist ein robustes, aber empfindliches Equipment. Mit der richtigen Pflege hält sie Jahre - vernachlässigt verschlechtert sich die Bildqualität schleichend, ohne dass du zunächst den Grund erkennst.
Stoff reinigen
Der weiße Nylon- oder Polyesterstoff ist das Herzstück deiner Photobox. Fingerabdrücke, Staub und Produktrückstände (Cremes, Öle) setzen sich im Gewebe fest und erzeugen graue Flecken im Hintergrund - besonders sichtbar in der Nachbearbeitung bei hohem Kontrast. Reinigung:
- Staub: Weiche Bürste oder Druckluftspray (aus 30 cm Abstand) - NIE direkt auf den Stoff blasen
- Fettflecken: Leicht feuchtes Mikrofasertuch mit einem Tropfen mildem Spülmittel, danach trocken abtupfen
- Hintergründe (PVC/Papier): Mit einem feuchten Tuch abwischen; bei tiefen Kratzern austauschen - diese reflektieren Licht ungleichmäßig
LED-Panel warten
LEDs altern - nach 5.000-10.000 Betriebsstunden sinkt die Lichtleistung messbar. Wenn deine Bilder trotz gleicher Einstellungen dunkler werden oder ein Farbstich entsteht, ist oft das LED-Panel die Ursache. Prüfe regelmäßig:
- Gleichmäßigkeit der Beleuchtung (Testfoto mit weißem Papier, keine dunklen Ecken)
- Weißabgleich mit Graukarte alle 3-6 Monate neu kalibrieren
- Verbindungskabel auf Knicke und Beschädigungen prüfen
Lagerung und Transport
Faltbare Photoboxen immer in der mitgelieferten Tasche aufbewahren - direktes Sonnenlicht bleicht den Stoff aus und verändert die Lichtstreuung. Tipp: Nie zusammengefaltet mit Gewicht drauf lagern (verformt das Gestell). Bei Transport die LEDs vom Strom trennen, Kabel locker aufwickeln - keine engen Schlaufen, die die Isolierung beschädigen. Eine gut gepflegte Photobox wie die DUCLUS Fotobox behält über Jahre eine konstante Lichtqualität - ein vernachlässigtes Gerät liefert nach einem Jahr merklich schlechtere Ergebnisse.
DIY Photobox - schattenloses Zelt selbst bauen
Eine selbstgebaute Fotobox kann eine inspirierende und kostengünstige Lösung für Hobbyfotografen und angehende Produktfotografen sein. Statt sofort in eine fertige Lösung zu investieren, testest du damit, ob sich der Aufwand lohnt - und lernst nebenbei, wie Lichtdiffusion überhaupt funktioniert.
Materialien (Gesamtkosten: ~20-40 €)
- Großer Karton (min. 40×40×40 cm) - 0 € (Restkarton aus dem Online-Shop)
- Weißes Transparentpapier oder Pergamentpapier - ~5 €
- Weißes Zeichenpapier A2 für den Hintergrund - ~3 €
- Klebeband - ~3 €
- 2 LED-Schreibtischlampen (5.000-5.500K) - ~25 € (oder vorhandene nutzen)
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Seitenteile ausschneiden - Einen ~3 cm breiten Rahmen stehen lassen. Auch die Oberfläche ausschneiden.
- Öffnungen mit Transparentpapier bekleben - Das sind deine Diffusoren.
- Weißes Papier als Hintergrund einlegen - Von hinten einschieben und am Boden sanft biegen (Infinity Curve).
- Lampen seitlich positionieren - Auf die Papierwände richten, NICHT direkt auf das Produkt.
- Fotografieren durch die offene Frontseite.
Eine alternative Methode: Weißer Stoff (alte Bettwäsche, Vorhänge) über einen einfachen Rahmen aus PVC-Rohren spannen. Diese Konstruktion ist leicht und tragbar, lässt sich in der Größe anpassen und eignet sich auch für größere Produkte - weit über Standard-Fotoboxen hinaus.
DIY-Qualität: überraschend gut für einfache Produkte. Reicht für Kleinanzeigen und Entry-Level-E-Commerce. Wer langfristig professionell fotografiert, wird innerhalb von Monaten upgraden - das zeigt auch die Praxis: rund 80 % der DIY-Nutzer investieren innerhalb von sechs Monaten in eine professionelle Lösung.
Schlusswort
Gute Produktfotografie beginnt damit, die Werkzeuge zu verstehen, die wir nutzen. Wir haben die Möglichkeiten und Grenzen von schattenlosen Zelten und Photoboxen analysiert, damit du die beste Lösung für deine Bedürfnisse findest.
Eine Photobox lohnt sich, wenn du:
- Kleine bis mittelgroße Produkte (bis ~50 cm) fotografierst
- Einen weißen Hintergrund für E-Commerce oder Marktplätze benötigst
- Schnell und reproduzierbar Dutzende von Produkten aufnehmen möchtest
- Gerade erst mit der Produktfotografie anfängst
Eine Photobox reicht NICHT, wenn du:
- Premium-Produkte fotografierst (Schmuck mit Edelsteinen, Uhren) - hier brauchst du gerichtetes, kontrollierbares Licht
- Große Produkte hast (Möbel, Haushaltsgroßgeräte)
- Lebensmittel fotografierst (Licht mit Charakter nötig)
- Eine dreidimensionale, werbeästhetische Wirkung anstrebst
In der Produktfotografie kommt es nicht nur auf das richtige Werkzeug an, sondern darauf, wie du es einsetzt, um ein Bild zu schaffen, das die Geschichte deines Produkts erzählt. Wenn du professionelle Packshots oder Produktbilder auf weißem Hintergrund benötigst - bei marszalstudio arbeiten wir mit einem vollständigen Studio-Setup, das auf den jeweiligen Produkttyp abgestimmt ist.
FAQ
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Wie kann ich gute Produktfotos machen?
Gute Produktfotos erfordern eine hochwertige Kamera, präzise Beleuchtung und sorgfältige Komposition. Nutze einen neutralen Hintergrund (weiß oder hellgrau), verwende natürliches Nordlicht oder professionelle LED-Studiobeleuchtung mit CRI 95+, und achte auf Schärfe und Detailgenauigkeit. Stativ und RAW-Format sind Pflicht für reproduzierbare Ergebnisse.
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Welcher Hintergrund für Produktfotos?
Der ideale Hintergrund für Produktfotos ist neutral - meist Weiß oder Hellgrau. Ein cleaner, einfarbiger Hintergrund lenkt nicht vom Produkt ab und ermöglicht eine klare, professionelle Präsentation. Für Premium-Produkte und Schmuck kann Schwarz die Wirkung verstärken.
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Wie erstellt man einen Hintergrund für Produktfotografie?
Für einen perfekten Produktfotografie-Hintergrund benötigst du ein großes weißes Papier oder eine nahtlose Stoffbahn (Infinity Backdrop). Das Material glatt spannen, gleichmäßig beleuchten und mit einer sanften Kurve am Boden (keine sichtbare Kante) für einen nahtlosen Look sorgen.
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Welche Photobox-Größe ist die richtige für mich?
Das Produkt sollte maximal 60-70 % der Innenmaße der Fotobox ausfüllen. Für Schmuck und kleine Kosmetik: 30-40 cm. Für Schuhe und Handtaschen: 60 cm. Für größere Elektronik und Zubehör-Sets: 80 cm. Faustregel: lieber eine Nummer größer wählen.
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Was bedeutet CRI bei einer Fotobox?
CRI (Color Rendering Index / Farbwiedergabeindex) misst, wie natürlich eine Lichtquelle Farben wiedergibt. CRI 100 entspricht Tageslicht. Für Produktfotografie gilt: CRI 90+ ist akzeptabel, CRI 95+ ist der professionelle Standard. Günstige Boxen mit CRI unter 85 erzeugen Farbstiche, die in der Nachbearbeitung kaum zu korrigieren sind.

