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Was ist ein Packshot? Ratgeber 2026

Was ist Produktfotografie Packshot

Was ist ein Packshot? Ein Packshot ist ein Produktfoto auf neutralem, meist weißem Hintergrund, das das Produkt genau so zeigt, wie es ist: ohne Kontext, ohne Dekoration, ohne Model. Nur das Produkt, scharf, gleichmäßig ausgeleuchtet und farbtreu. Im deutschsprachigen Handel heißt ein solches Bild oft auch Freisteller, weil das Produkt vom Hintergrund freigestellt ist.

Der Begriff kommt aus dem Englischen (pack - Verpackung, shot - Aufnahme) und aus der Fernsehwerbung. Dort bezeichnet er seit den 1960er-Jahren die Nahaufnahme des verpackten Produkts, meist am Ende des Spots.

Packshots auf weißem Hintergrund in der marszalstudio-App bestellen: Der weiße Hintergrund ist inklusive, grauer Hintergrund und Schatten kosten je 3 € pro Foto extra, danach folgen Retusche, Anzahl der Fotos und der Warenkorb mit Preis. Bildschirmaufnahme, Stand: Oktober 2026.

Wie viele Hauptbilder erfüllen diese Definition wirklich? Wir haben 1.004 Hauptbilder von Kaufland.de Pixel für Pixel vermessen. Alle vier Grundregeln zugleich (Weiß 255, kein Schatten, Produkt auf mindestens 85 % der Kachel, mindestens 1.000 px) erfüllt nur jedes zweite Hauptbild (51,5 %). Insgesamt haben wir 2.197 Bilder geprüft, von Kaufland.de, Kaufland.pl und dem polnischen Marktplatz Allegro.

Wir fotografieren täglich Packshots für Onlineshops und Marktplätze, die Bildbeispiele stammen deshalb aus unserem eigenen Portfolio. Ihre eigene Datei prüfen Sie sofort im Packshot-Check: Hintergrund, Bildausschnitt und Maße für 10 Plattformen, ohne Upload auf einen Server.

Packshot einer Duftkerze im Glas mit goldenem Schraubdeckel auf weißem Hintergrund
Klassischer Packshot: nur das Produkt auf Weiß, ohne Requisiten und Arrangement. Packshot aus dem Portfolio von marszalstudio.

Was ist ein Packshot? Definition und 7 Merkmale

Im Onlineshop ersetzt der Packshot den Griff ins Regal. Meist ist er das erste Bild des Angebots und erscheint in der Trefferliste als Vorschaubild. Kaufland.de begründet seine Bildregeln genau damit: Kunden können ihre Ware „vor dem Kauf nicht persönlich prüfen“.

Einen guten Packshot erkennen Sie an sieben Merkmalen:

  1. Nur das Produkt, ohne Requisiten und Model, eine Variante pro Bild.
  2. Einheitlicher Hintergrund, meist reines Weiß RGB 255, 255, 255, manchmal hellgrau (Mode) oder transparent (PNG für Grafiken).
  3. Weiches, kontrolliertes Licht, das die Form modelliert und eine klare Kante lässt.
  4. Schärfe von vorn bis hinten, bei Schmuck oft aus einem oder mehreren Dutzend Einzelbildern (Focus Stacking).
  5. Farbtreue: Farbkarte im Licht des Shootings, RAW-Aufnahme und Export in sRGB.
  6. Korrekte Proportionen: längere Brennweite aus größerem Abstand, keine bauchigen Flaschen vom Weitwinkel.
  7. Auflösung für den Zoom: Amazon empfiehlt über 1.000 px pro Seite, Kaufland.de mindestens 2.048 px in Höhe oder Breite.

Anatomie eines Packshots

7 Merkmale eines Packshots an einem echten Foto

Naturseife mit Banderole aus unserem Portfolio, Datei 1.920 × 1.920 px. Jede Ebene ist eine Messung genau dieser Datei, Pixel für Pixel per Skript berechnet, keine Zeichnung nach Augenmaß.

Anatomie eines Packshots an einem echten Foto: Hintergrund 255, Kontaktschatten, Bildausschnitt, Produktweiß und Auflösung mit Messwerten beschriftet
  1. Nur das Produkt1 Silhouette59,4 % der BildflächeOhne Hintergrund bleibt eine einzige Silhouette auf 59,4 % der Bildfläche: nur die Seife, ohne Requisiten, Hände und Beschriftungen. Mehr: Definition und 7 Merkmale
  2. Hintergrund 25599,9 %der Pixel am Bildrand = 255Im 58-px-Streifen an den Bildrändern haben 99,9 % der Pixel genau RGB 255, 255, 255 (der Rest 254). Unter 255 liegen nur der Schatten und ein schmaler Übergang an der Kante der Seife. Mehr: Warum Hintergrund 255
  3. Kontaktschattenca. 42 pxSchattenstreifen, am dunkelsten RGB 163, 158, 157Unter der Seife liegt ein Kontaktschatten, ein Streifen von ca. 42 px: am dunkelsten RGB 163, 158, 157 direkt an der Kante, danach sanft bis 255. So steht die Seife auf dem Untergrund, statt im Weiß zu schweben. Mehr: Packshot mit und ohne Schatten
  4. Schärfe1,4 pxÜbergang von Weiß zu Schwarz (10-90 %)Ausschnitt aus der Datei im Maßstab 1:1, ohne Nachschärfen: Die schwarze Linie auf der Banderole geht auf 1,4 px von Weiß in Schwarz über (10-90 %), in der Blüte sieht man das Druckraster. Mehr: Schärfe und Focus Stacking
  5. ProduktweißRGB 244, 243, 243hellste Stelle der Banderole, typisch 234Die hellste Stelle der Banderole hat RGB 244, 243, 243 (Pipette 11 × 11 px), ihr typisches Weiß liegt bei 234: nah am Zielbereich 235-242 laut Calibrite und klar unter dem Hintergrund 255. Das Papier verschmilzt also nicht mit dem Hintergrund. Mehr: Belichtung von Hintergrund und Produktweiß
  6. Bildausschnitt87,6 %der Bildbreite füllt die SeifeDie Seife füllt 87,6 % der Bildbreite: mehr als die 85 %, die Amazon verlangt, weniger als die 95 % aus der GS1-Richtlinie, und sie berührt keinen Rand (schmalster Abstand 118 px). Mehr: Randlos zugeschnitten und quadratische Kachel
  7. Auflösung1.920 pxauf jeder Seite, Datei 1.920 × 1.920Die Datei hat 1.920 × 1.920 px: Ab 1.000 px aktiviert Amazon die Zoomfunktion, bis zu den von Kaufland empfohlenen 2.048 px fehlen 128 px (Median der Hauptbilder auf Kaufland.de: 1.543 px). Mehr: Technische Anforderungen der Plattformen

Sieben Merkmale eines Packshots, gemessen an einem Foto aus unserem Portfolio (Packshot für eine Naturseifen-Manufaktur). Messung am 9. Oktober 2026 an genau der Datei, die Sie sehen: WebP 1.920 × 1.920 px, 69 KB.

Ein Packshot ist nicht dasselbe wie:

  • Lifestyle-Foto: das Produkt im Kontext, auf dem Tisch, am Model, im Einsatz;
  • Lookbook: eine Kollektion als Bildgeschichte, meist mit Model;
  • Flat Lay: mehrere Gegenstände von oben fotografiert, arrangiert mit Requisiten.
Packshots auf weißem Hintergrund in 12 Kategorien: Getränke, Süßwaren, Kosmetik, Schmuck, Uhren, Kleidung, Haushaltsgeräte, Lebensmittel, Baby & Kind, Fahrräder, Tierbedarf und Kochgeschirr
Dieselbe Regel in jeder Branche: nur das Produkt, vollständig, auf weißem Hintergrund 255. Fotos aus dem Portfolio von marszalstudio.

Packshot-Statistik: 4 geprüfte Zahlen zur Wirkung von Produktfotos

  • 56 % der Nutzer sehen sich direkt nach dem Aufruf der Produktseite zuerst die Bilder an (Baymard Institute, Usability-Tests, 2020).
  • 42 % versuchen, die Größe eines Produkts aus den Bildern abzulesen, doch 37 % der Shops haben kein Bild, das sie zeigt (Baymard, 2026).
  • +8,98 % Belegung hatten Airbnb-Angebote mit Fotos eines Berufsfotografen gegenüber Fotos der Gastgeber (Zhang u. a., Management Science 2022, 7.423 Angebote).
  • +4,5 % höhere Verkaufschance haben bei eBay Angebote mit besseren Fotos: mindestens 500 px, ohne eingefügten Text (eBay, 6,8 Mio. Angebote).

Zur Einordnung: Eine begutachtete Studie, die ursächlich misst, wie stark ein besserer Packshot den Umsatz auf einem Marktplatz steigert, kennen wir nicht. Die „7 Sekunden für die Kaufentscheidung (Microsoft)“ aus vielen Ratgebern sind ein Mythos: Der Microsoft-Bericht von 2015 sprach von „8 Sekunden Aufmerksamkeit“, und laut BBC stammt nicht einmal diese Zahl aus Microsofts eigener Forschung.

Was bedeutet Packshot? Vom TV-Spot zum Hauptbild im Onlineshop

Das Oxford English Dictionary belegt „pack shot“ seit 1960 (ältester Beleg bei O. Skilbeck) als Nahaufnahme des Produkts in der Fernsehwerbung. Das Wörterbuch von Collins nennt auch den Zweck: Der Zuschauer soll sich Logo und Verpackung einprägen.

Laut J. Bullmore (Fachzeitschrift „Campaign“, 2004) soll der Packshot das Wiedererkennen des Produkts im Ladenregal auslösen (zitiert nach der englischen Wikipedia).

Wie der Packshot in den Onlinehandel kam

Aus dem Fernsehen wanderte das Wort in Kataloge und Onlineshops: Die französische Wikipedia definiert den Packshot bereits als Produktfoto, meist auf einheitlichem Hintergrund, für Katalog und Website. Ein Beispiel ist IKEA: 2014 waren dort rund 75 % der Produktbilder 3D-Renderings, und angefangen hatte es mit einzelnen Möbeln, „die man im Web auf weißem Hintergrund sieht“ (CGSociety).

Eine einheitliche Packshot-Definition gibt es deshalb bis heute nicht, die Nachschlagewerke antworten unterschiedlich:

QuelleWie sie den Packshot definiertKontext
Oxford English Dictionary (seit 1960)Nahaufnahme des Produkts in der FernsehwerbungTV-Werbung
Cambridge Business English DictionaryFoto oder kurzer Film eines Produkts mit seiner Verpackung, für die WerbungFoto und Film
Wikipedia (englisch)Stand- oder Bewegtbild eines Produkts, meist mit Verpackung; auch ein schlichtes Foto auf WeißWerbung und E-Commerce
Wikipedia (deutsch)kein Artikel „Packshot“; „Freisteller“ im Artikel „Freistellung (Bild)“Bildbearbeitung
Dudenkein Eintrag für „Packshot“ und „Freisteller“ (Stand: 9. Oktober 2026)entfällt

Im Deutschen ist neben „Packshot“ auch das Wort „Freisteller“ verbreitet, gemeint ist aber etwas anderes. Die deutsche Wikipedia beschreibt das Freistellen als „die Befreiung eines Motivs von einem störenden Hintergrund“; die Maske dafür heißt in der Fachsprache Freisteller. Der Freisteller ist also eine Technik oder eine Datei, etwa ein PNG mit transparentem Hintergrund, der Packshot dagegen eine Bildart.

Viele Packshots entstehen als Freisteller, aber nicht jeder Freisteller ist ein Packshot: Freistellen lässt sich auch ein Model oder ein Auto. Welche KI-Werkzeuge den Hintergrund heute sauber entfernen, zeigt unser Test von Tools zum Freistellen.

Packshot-Arten und andere Produktfotos: 10 Aufnahmen

Was sind Packshots im Vergleich zu anderen Produktfotos? Der Packshot ist eine von mehreren Aufnahmen in der Produktgalerie, die übrigen beantworten Fragen, die ein Foto auf Weiß allein nicht klärt: Wie groß ist das Produkt, woraus besteht es, was gehört zum Lieferumfang und wie sieht es im Einsatz aus?

ArtWas sie zeigtWo sie passt
Packshot auf weißem Hintergrundnur das Produkt auf Weiß 255Hauptbild auf dem Marktplatz
Packshot mit Schatten oder Spiegelungdas Produkt „steht“ auf dem Untergrundeigener Shop, Katalog
Detailaufnahme (Makro)Oberfläche, Naht, Mechanik, EtikettGalerie
Größenvergleichdas Produkt neben einem bekannten GegenstandGalerie
Lifestyle-Fotodas Produkt in echter Umgebung oder im EinsatzGalerie, Werbung
Flat Laymehrere Gegenstände von oben, mit KompositionSocial Media, Galerie
Ghost-Mannequin, Legeware, am BügelKleidung ohne Model: mit unsichtbarer Puppe, flach gelegt oder am BügelMode
360°-PackshotDrehung des Produkts aus 24, 36 oder 72 Bilderneigener Shop
Packshot-Videokurzer, sachlicher Film über das ProduktKaufland.de, Amazon, Google
3D-RenderingBild aus einem 3D-Modell, nicht aus der KameraVarianten, Produkte vor der Produktion

Packshot mit Schatten, schattenfrei oder mit Spiegelung

Ein Kontaktschatten lässt das Produkt auf dem Untergrund stehen, statt im Weiß zu schweben. Ein schattenfreier Packshot liefert eine klare Silhouette, die sich leicht freistellen und in Grafiken montieren lässt. Eine Spiegelung entsteht auf Plexiglas oder in der Retusche.

Kaufland.de schreibt in seinen Richtlinien: „Keine Schatten, Rahmen oder White Space“. Amazon dagegen lässt in den Bildrichtlinien für Bekleidung (2021) einen Schatten zu, der in der Nachbearbeitung hinzugefügt wurde.

Praxistipp: Lassen Sie aus einem Shooting zwei Versionen anfertigen, ohne Schatten für Kaufland.de und mit Schatten für den eigenen Shop. In unserer App heißt das Extra „Schatten hinzufügen“ und kostet 3 € pro Foto.

Schatten im Packshot: Seife im Karton mit Kontaktschatten, Raumduft mit Stäbchen mit Schlagschatten und derselbe Raumduft ohne Schatten, alles auf weißem Hintergrund 255
Drei Schattenvarianten auf weißem Hintergrund: Kontaktschatten direkt unter dem Produkt, Schlagschatten zur Seite und ohne Schatten (die Version für Marktplätze). Fotos: marszalstudio, Raumduft für Urbannote, veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Marke.

Bildergalerie: 7 Aufnahmen in fester Reihenfolge und der Gruppen-Packshot

In der Galerie ordnen wir die Aufnahmen so an:

  1. Packshot von vorn auf Weiß, also das Hauptbild.
  2. Rückseite, Seite oder 3/4-Ansicht.
  3. Detailaufnahme: Oberfläche, Naht, Mechanik, Etikett.
  4. Größenvergleich neben einem Gegenstand, dessen Größe jeder kennt.
  5. Das Produkt im Einsatz oder im Arrangement.
  6. Lieferumfang: nur das, was der Käufer wirklich bekommt.
  7. Verpackung als eigene Aufnahme; auf dem ersten Bild nur dann, wenn der Käufer im Laden genau diese Verpackung sieht (Cornflakes, Gewürze) oder wenn sie ein wichtiges Produktmerkmal ist, z. B. bei einer Geschenkbox.

Kaufland.de empfiehlt 5 bis 10 Bilder in unterschiedlichen Perspektiven und Detailaufnahmen und führt die Verpackung auf dem Hauptbild ausdrücklich unter den schlechten Beispielen.

Sechs Aufnahmearten einer Sojawachskerze „Towarzyski Wrocław“: Packshot, Detailaufnahme des Etiketts, ohne Deckel, Größenvergleich 190 und 350 g, brennende Kerze und Stimmungsbild der Verpackung
Eine Kerze, sechs Aufnahmen: Packshot, Detail des Etiketts, ohne Deckel, Größen im selben Maßstab, in Anwendung und Stimmungsbild. Der Packshot ist eine Aufnahme der Bildergalerie, nicht die ganze Galerie. Fotos: marszalstudio für Urbannote, veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Marke.

Ein Gruppen-Packshot, also mehrere Produkte in einem Bild, passt zu Sets und Kollektionen. Als Hauptbild einer einzelnen Variante taugt er nicht: Google Merchant Center verlangt nur eine Variante pro Bild und rät von Gruppenfotos mit mehreren Farbvarianten ab.

Gruppen-Packshot: drei Handtücher von LA MANIA HOME in Braun, Puderrosa und Grau in einem Bild auf weißem Hintergrund
Gruppen-Packshot: drei Farben einer Handtuchlinie in einem Bild, gut als Kollektionsbild, nicht als Variantenbild. Packshot für La Mania HOME.

Packshot, Lifestyle-Foto, Organicshot und Flat Lay: die Unterschiede

Ein Lifestyle-Foto zeigt das Produkt in echter Umgebung, am Model oder im Einsatz. Google führt solche Bilder in einem eigenen Attribut (lifestyle_image_link), und Kaufland.de schließt sie als Hauptbild aus: „Kein Stimmungsbild für das Hauptbild“. Am besten funktioniert daher der Packshot als Hauptbild, ergänzt um ein bis zwei Lifestyle-Fotos.

Dazwischen liegt der Organicshot, unser Begriff für Produktfotos auf farbigem Hintergrund, mit Licht und Schatten wie in der Natur: für die Galerie, die Markenseite und die Werbung, nicht für das Hauptbild auf dem Marktplatz. Weiterführend: unser Ratgeber zum Flat Lay und unsere Seite zur Werbefotografie.

360°-Packshot, Packshot-Video und 3D-Rendering

Ein 360°-Packshot ist eine Serie von Packshots um eine Achse: meist 24 Bilder (alle 15°), 36 (alle 10°) oder 72 (alle 5°). Der Standard von GS1 sieht mindestens 24 Bilder vor (höchstens 360), eine Drehung im Uhrzeigersinn (von oben betrachtet) und denselben Kamerawinkel in der ganzen Serie.

Für ein Packshot-Video empfiehlt Kaufland.de 15 bis 60 Sekunden (erlaubt sind bis zu 180 Sekunden) im MP4-Format, ohne Text und Logos. Google hat im April 2026 dafür das Attribut video_link eingeführt; ausgespielt werden die Videos seit dem 30. Juni 2026.

Ein 3D-Rendering sieht aus wie ein Packshot, entsteht aber aus einem Modell und nicht mit der Kamera. Es lohnt sich bei vielen Varianten oder bei Produkten, die es noch gar nicht gibt (mehr dazu im Lexikon: Rendering).

Symbol mit stilisierten Augen
Weiterlesen: 360 Grad Produktfotografie - Drehteller Anleitung ab 7 EUR [2026]
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Packshot-Check: Hintergrund, Bildausschnitt und Maße für 10 Plattformen

Der Packshot-Check misst, statt zu schätzen: ob der Hintergrund wirklich RGB 255, 255, 255 hat, ob unter dem Produkt ein Schatten liegt, wie viel vom Bild das Produkt füllt und wie groß die Datei ist, und vergleicht das mit den Vorgaben von 10 Plattformen, von Amazon.de bis Vinted. Ihr Foto verlässt dabei den Browser nicht.

Werkzeug: Packshot-Check

Passt Ihr Hauptbild zu Amazon, eBay, Kaufland, OTTO und Google?

Laden Sie das Hauptbild Ihres Produkts hoch: Wir messen das Weiß des Hintergrunds (ist es wirklich 255?), Schatten, Bildfüllung, Freiflächen, Abmessungen und Datei.

Das Foto verlässt Ihr Gerät nicht. Die Analyse läuft in Ihrem Browser: Wir senden die Datei an keinen Server und speichern nichts.

Das Werkzeug rechnet alles im Browser und braucht JavaScript. Es prüft, welcher Anteil der Hintergrundpixel genau RGB 255, 255, 255 hat, ob der Hintergrund gräulich (240-254) oder getönt ist, ob unter dem Produkt ein Schatten liegt, wie viel vom Bild das Produkt füllt und wie groß die Freiflächen an allen vier Seiten sind, dazu Abmessungen, Seitenverhältnis, Format und Dateigröße. Darunter stehen die Anforderungen der Plattformen, mit denen es das Foto vergleicht.

Anforderungen von 10 Plattformen an das Hauptbild

Stand: 09.10.2026. Bei jeder Plattform ein Link zur Quelle und das Datum der Seite; nennt die Seite kein Datum, steht dort, wann wir sie gelesen haben. Anforderungen und Quellen sehen Sie nach dem Aufklappen der Karte.

Anforderungen der Plattformen an das Hauptbild und Ergebnis der Prüfung
PlattformIhr FotoAnforderungen
Amazon.deHauptbild (MAIN)Das Ergebnis erscheint nach der Analyse des Fotos.Reines Weiß RGB 255, 255, 255. Längere Seite 500 bis 10.000 px, über 1.000 px an jeder Seite funktioniert der Zoom. Das Produkt füllt mind. 85 % des Bildes. JPEG (bevorzugt), PNG, TIFF oder GIF ohne Animation. Kein Text, kein Logo, keine Rahmen, Farbblöcke oder Wasserzeichen. Die deutsche Seite in Seller Central ist nur nach Anmeldung lesbar, deshalb gilt die öffentliche Seite von Amazon.Quelle: Amazon: 6 tips for product photos (Seite vom 04.12.2024)
eBay.deFotos im Angebot, das erste ist das GaleriebildDas Ergebnis erscheint nach der Analyse des Fotos.Mind. 500 px an der längeren Seite (die Hilfeseite nennt 500 × 500 px), empfohlen ca. 1.600 × 1.600 px. Bis 12 MB pro Foto. Weißer Hintergrund empfohlen, nicht verlangt (bei glänzenden Artikeln wie Schmuck darf er dunkler sein). Keine hinzugefügten Rahmen, kein Text, keine Wasserzeichen. Bei gebrauchten oder beschädigten Artikeln keine Katalogfotos.Quellen: eBay: Grundsatz zu den Bilderstandards (gelesen am 09.10.2026), eBay: Bilder zu Angeboten hinzufügen (gelesen am 09.10.2026)
Kaufland.deerstes Foto (Hauptbild)Das Ergebnis erscheint nach der Analyse des Fotos.Klare Silhouette auf weißem Hintergrund (RGB-Werte nennt Kaufland nicht). Keine Schatten, Rahmen oder Freiflächen (White Space), kein Stimmungsbild, kein Text, Logo oder Preis. Mind. 500 px an der längeren Seite (Attributblatt), Standardgröße ab 1.024 px, für den Zoom 2.048 px. Max. 10 MB.Quellen: Kaufland: Produktdaten-Guideline (Seite vom 12.08.2026), Kaufland: Attributblatt (gelesen am 08.10.2026)
OTTO MarketProduktbilder, das erste ist das HauptbildDas Ergebnis erscheint nach der Analyse des Fotos.Laut API mind. 500 × 1.000 px (welche Zahl die Breite ist, sagt die Dokumentation nicht), Breite max. 4.500 px, JPG oder PNG in RGB. Hintergrund, Bildfüllung und Verbote beschreibt OTTO nur im Partnerportal nach der Anmeldung. Öffentlich sind sie nicht verfügbar, deshalb bewertet der Check diese Punkte nicht.Quellen: OTTO Market: API-Spezifikation (gelesen am 09.10.2026), OTTO Market: Vorgaben für Produktbilder (Partnerportal) (nur nach Anmeldung)
ZalandoHauptbild (Primary Packshot), nur ModeDas Ergebnis erscheint nach der Analyse des Fotos.Seitenverhältnis 1:1,44 (Hochformat), schon 1:1,445 gilt als Fehler. Mind. 762 × 1.100 px, empfohlen 1.801 × 2.600 px. JPG in sRGB, bis 20 MB. Das Hauptbild braucht einen weißen Hintergrund, Zalando färbt ihn selbst hellgrau. Das Produkt füllt ca. 80 % des Bildes. Keine sichtbaren Schaufensterpuppen, keine fremden Produkte, keine Wasserzeichen.Quellen: Zalando: Image Guidelines (Seite vom 01.10.2026), Zalando: Visual content and post-production guide (Seite vom 03.03.2025)
Google Merchant CenterShopping, Bildlink [image_link]Das Ergebnis erscheint nach der Analyse des Fotos.Mind. 500 × 500 px für alle Produktbilder: Google warnt seit 14.04.2026 und setzt das ab 31.01.2027 durch. Empfohlen mind. 1.500 × 1.500 px, max. 64 Mpx und 16 MB. Das Produkt füllt 75-90 % des Bildes (Empfehlung). Eine Hintergrundfarbe schreibt Merchant Center nicht vor. Keine Rahmen, Werbeeinblendungen, Wasserzeichen oder nachträglich eingefügten Logos; die Dateiendung muss zum Format passen.Quellen: Google: Bildlink [image_link] (gelesen am 09.10.2026), Google: Änderungen 2026 (Seite vom 14.04.2026)
Etsyerstes ArtikelfotoDas Ergebnis erscheint nach der Analyse des Fotos.Erstes Foto mind. 635 px breit und hoch (kleinere rutschen in den Suchergebnissen nach unten), empfohlen 2.000 px; Querformat oder quadratisch. Keine transparenten PNGs (Transparenz erscheint schwarz) und keine animierten GIFs. Dateien über 1 MB laden womöglich nicht hoch. Das Vorschaubild wird quadratisch beschnitten: Lassen Sie Rand.Quelle: Etsy: Anforderungen an Fotos (gelesen am 09.10.2026)
Shopifyeigener Shop, ProduktbilderDas Ergebnis erscheint nach der Analyse des Fotos.Bis 5.000 × 5.000 px oder 25 Mpx, Datei unter 20 MB. Für quadratische Produktbilder empfiehlt Shopify 2.048 × 2.048 px und für alle Hauptbilder dasselbe Seitenverhältnis. Bestes Format PNG, dann JPEG. Regeln zu Hintergrund oder Bildfüllung gibt es nicht.Quelle: Shopify-Hilfe: Produktmedien (gelesen am 09.10.2026)
VintedHauptbild, GebrauchtesDas Ergebnis erscheint nach der Analyse des Fotos.Nur eigene, für Vinted aufgenommene und unbearbeitete Fotos des Artikels; das Hauptbild zeigt den ganzen Artikel. Keine Stock- oder Werbefotos, keine Wasserzeichen. Ein Studio-Packshot oder Herstellerfoto ist hier also nicht erlaubt. Bis 20 Fotos pro Angebot.Quelle: Vinted: Katalogregeln (gelesen am 09.10.2026)
MediaMarkt-SaturnMarketplace, HauptbildDas Ergebnis erscheint nach der Analyse des Fotos.Nur Angaben von Integratoren, eine öffentliche Seite von MediaMarkt-Saturn dazu gibt es nicht. Weißer Hintergrund, Frontansicht, das ganze Set im Bild. Mind. 1.200 × 1.200 px (e-tailize) bzw. 1.500 px (ChannelEngine). JPG oder PNG in RGB. Keine Schatten und Lichteffekte, keine Collagen, Logos, Wasserzeichen oder Verpackung.Quellen: ChannelEngine: MediaMarkt-Saturn marketplace guide (gelesen am 09.10.2026), e-tailize: Content rules MediaMarkt und Saturn (gelesen am 09.10.2026)

Was der Check nicht prüft: Text, Logos, Wasserzeichen und Aufkleber im Bild, die Schärfe und ob die Farbe im Foto zum Produkt passt. Weiße und transparente Produkte auf weißem Hintergrund misst er schwächer: Der Umriss fällt oft zu klein aus, die Bildfüllung also zu niedrig. Schatten erkennt er mit Reserve, manchmal auch eine kaum sichtbare Abdunklung. Die Grenzen für Freiflächen bei Kaufland (60 % und 80 % des Bildes) sind unsere Auslegung, weil Kaufland keine Zahl nennt. Bei OTTO Market bewerten wir nur Größe und Format, für MediaMarkt-Saturn gibt es nur Angaben von Integratoren. Dateiformate, die eine Quelle nicht ausdrücklich bestätigt, markieren wir mit „prüfen Sie“ und ändern deshalb nicht das Ergebnis. Das Ergebnis stützt sich auf die öffentlichen Regeln der Plattformen, und jede kann Fotos auf ihre Weise prüfen.

Amazon zeigt die deutschen Bildanforderungen in Seller Central nur nach der Anmeldung. Wir richten uns nach der öffentlichen Seite von Amazon: reines Weiß 255 und mind. 85 % Bildfüllung (der polnische Leitfaden von Amazon nennt 80 %).

Ein „Passt nicht“ oder „Nachbessern“ lässt sich meist in der Retusche beheben: Hintergrund auf 255 bringen, neu zuschneiden, Schatten entfernen. Liegt das Problem im Foto selbst (zu kleine Datei, Unschärfe, falsche Farben), ist eine neue Aufnahme schneller.

Weißer Hintergrund im Packshot: warum 255 und nicht „fast weiß“

In der Datei ist Weiß dreimal 255: Rot, Grün und Blau auf dem Maximum (hexadezimal #FFFFFF). Amazon nennt dieses Weiß Branchenstandard und Voreinstellung der Plattform. Kaufland.de verlangt auf dem ersten Foto eine „klare Silhouette des Produkts auf weißem Hintergrund“, nennt aber keine RGB-Werte.

Auf einer weißen Shopseite verschmilzt Hintergrund 255 mit der Seite, das Produkt steht frei. Ein gräulicher Hintergrund zeichnet sich als Rechteck ab, das Foto wirkt eingeklebt. Wo die Grenze liegt, zeigt die Helligkeit L*: Ein Abstand ab etwa 2,3 ist sichtbar.

Hintergrund (RGB)Helligkeit L*Abstand zu WeißAuf weißer Seite
255100,00Weiß, Hintergrund verschwindet
25499,650,35unsichtbar
25098,271,73praktisch unsichtbar
24897,582,42an der Grenze
24596,543,46graues Rechteck
24094,805,20deutlich grau
Weißer Hintergrund im Packshot: Kleid und Ohrringe auf Weiß RGB 255, daneben dieselben Bilder mit auf RGB 246 abgedunkeltem Hintergrund
Derselbe Packshot mit Hintergrund 255 und mit auf 246 abgedunkeltem Hintergrund: Neben einer weißen Shopseite wirkt 246 grau, obwohl man es auf dem einzelnen Bild nicht sieht. Das rechte Bild jedes Paares ist dieselbe Datei, nur für den Vergleich abgedunkelt. Fotos aus dem Portfolio von marszalstudio.
Symbol mit stilisierten Augen
Weiterlesen: Produktfotografie auf Amazon: Anforderungen & Tipps 2026
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Kachel bei Kaufland.de: 4 % Schwarz verdecken keinen grauen Hintergrund

Die Trefferliste von Kaufland.de setzt das Hauptbild in eine quadratische Kachel und legt darüber eine halbtransparente Ebene mit 4 % Schwarz (geprüft im Code: Trefferliste vom 04.09.2026, Stylesheet abgerufen am 09.10.2026). Weiß 255 und die leere Kachelfläche werden dadurch gleich hellgrau (etwa 245) und verschmelzen.

Ein grauer Hintergrund wird aber genauso abgedunkelt: Aus 250 wird 240, aus 245 wird 235. Der Abstand zu Weiß bleibt derselbe wie auf einer weißen Seite, das graue Rechteck bleibt sichtbar.

Weiß-Regler

Ab wann ist ein weißer Hintergrund nicht mehr weiß?

Dasselbe freigestellte Produkt aus unserem Portfolio auf einem Hintergrund von 240 bis 255: links auf einer weißen Shopseite (255), rechts in einer Kachel der Trefferliste, über der wie bei Kaufland eine Ebene mit 4 % Schwarz liegt. Unter den Bildern stehen der Helligkeitsunterschied ΔL* zur Umgebung und die Bewertung, ob man ihn sieht.

Ohne JavaScript sehen Sie den Hintergrund 250; die Ergebnisse für die anderen Stufen stehen in der Liste unter den Bildern.

Holztablett auf einem Hintergrund der gewählten Helligkeit, auf einer weißen Shopseite
Weiße ShopseiteHintergrund 250 auf der Seite 255ΔL* 1,73praktisch unsichtbar
Dasselbe Holztablett in einer Kachel der Trefferliste mit einer Ebene aus 4 % Schwarz
Kachel mit 4 % SchwarzHintergrund 240 auf der Kachelfläche 245ΔL* 1,67praktisch unsichtbar
  • Hintergrund 255: ΔL* 0 auf der Seite und 0 in der Kachel, also reines Weiß, Hintergrund verschwindet
  • Hintergrund 254: ΔL* 0,35 auf der Seite und 0,33 in der Kachel, also unsichtbar
  • Hintergrund 250: ΔL* 1,73 auf der Seite und 1,67 in der Kachel, also praktisch unsichtbar
  • Hintergrund 248: ΔL* 2,42 auf der Seite und 2,34 in der Kachel, also an der Sichtbarkeitsgrenze
  • Hintergrund 245: ΔL* 3,46 auf der Seite und 3,35 in der Kachel, also graues Rechteck sichtbar
  • Hintergrund 240: ΔL* 5,20 auf der Seite und 5,04 in der Kachel, also Hintergrund deutlich grau

Fazit: Die Ebene der Kachel dunkelt den Bildhintergrund und die leere Fläche um das Bild gleich stark ab. Ein graues Rechteck sieht man in der Kachel deshalb genauso wie auf einer weißen Seite, nicht stärker.

Simulation mit unserem Foto; wie es aussieht, hängt vom Bildschirm ab. Die Ebene #0000000a stammt aus dem Stylesheet der Kaufland-Trefferliste (static.cdn.kaufland.de, gelesen auf kaufland.pl am 8. Oktober 2026), ΔL* rechnen wir nach sRGB und CIELAB.

Wie viele Hauptbilder „auf weißem Hintergrund“ wirklich 255 haben

In unserer Studie (marszalstudio, 1.004 Hauptbilder von Kaufland.de, Oktober 2026) haben 89,6 % der Hauptbilder mit hellem, einfarbigem Hintergrund in der Datei Weiß 255. Einen sauberen Rand ohne ein einziges graues Pixel haben aber nur 65,3 %. Beim Rest mischen sich Pixel mit 250-254 hinein: Rauschen, ungenaue Freisteller, Pinselspuren.

  • 5,8 % liegen bei 250-254, mit bloßem Auge nicht von Weiß zu unterscheiden.
  • 4,5 % sind sichtbar gräulich oder cremefarben (unter 250).
  • Das häufigste „fast weiß“ ist 254 (3,7 %): typisch nach einer Farbprofil-Umwandlung oder einem Export, der um eine Stufe abrundet.

Über alle 1.841 Kaufland-Produktseiten aus Deutschland und Polen sind es 88,4 % und 63,0 %. An der Kompression liegt es nicht: In unserem Test blieb gleichmäßiges Weiß im JPEG bei jeder Qualität von 50 bis 100 auf 255. Grau am Rand entsteht in der Bearbeitung (Rauschen, Profilumwandlung, Vignette).

Praxistipp: Setzen Sie in Photoshop mit dem Farbaufnahme-Werkzeug Messpunkte in alle vier Ecken und direkt neben das Produkt (Bedienfeld „Info“): Überall muss 255, 255, 255 stehen. Nach dem Export noch einmal messen oder die Datei in den Packshot-Check ziehen.

Weißer Hintergrund im Packshot auf Kaufland.de, Kaufland.pl und Allegro: Anteil der Hauptbilder mit Hintergrund 255, 250-254 und gräulich
Reines Weiß 255 am gesamten Bildrand haben 65,3 % der hellen Hintergründe auf Kaufland.de und 60,4 % auf Kaufland.pl; auf dem polnischen Marktplatz Allegro überwiegen nach der Neukodierung der Dateien Streifen aus 254 und 255 (Studie von marszalstudio, 2.197 Hauptbilder).

Neukodierung durch die Plattform: wie aus Weiß 255 ein Streifenmuster aus 254 und 255 wird

Was eine Plattform mit Ihrer Datei anstellen kann, zeigt der polnische Marktplatz Allegro, den wir zum Vergleich untersucht haben (356 Angebote aus dem Internet Archive, April bis Oktober 2026).

95 %

der Dateien, die der Allegro-Server als „Original“ ausliefert (339 von 356), wurden von der Plattform neu kodiert: gleicher Metadatenblock mit Server-Kennung, meist JPEG in Qualität 98.

In 65,9 % dieser Dateien mit hellem Hintergrund besteht der Hintergrund aus senkrechten Streifen aus 254 und 255, reines 255 haben nur 6,7 %. So ein Muster hinterlässt eine Skalierung mit einem Filter, dessen Gewichte sich in einem Teil der Spalten zu knapp unter 1 addieren.

Das Auge sieht den Unterschied nicht (ΔL* 0,35), die Pipette in der heruntergeladenen Datei aber schon, und der Fotograf gerät in Verdacht. Die Originale der Händler kennen wir nicht, die Ursache ist also aus dem Muster erschlossen, nicht bewiesen. Auf Kaufland.de fanden wir solche Streifen nur in 1,6 % der Dateien. Messen Sie also die Datei, die Sie hochladen.

Neukodierung durch die Plattform: Weiß 255 in Dateien vom polnischen Marktplatz Allegro wird zu Streifen aus 254 und 255, für das Auge unsichtbar
Plattformen kodieren hochgeladene Bilder neu: Auf dem polnischen Marktplatz Allegro tragen 95 % der Dateien die Spur der Neukodierung durch den Server, und zwei Drittel der weißen Hintergründe zeigen darin Streifen aus 254 und 255. Für das Auge unsichtbar, die Pipette zeigt aber 254 (Studie von marszalstudio, 356 Dateien von Allegro; Schema, Schluss aus dem Muster).

Wann reines Weiß keine Pflicht ist

  • Zalando: Der primäre Packshot braucht Weiß, Zalando legt aber selbst einen hellgrauen Hintergrund an. Entscheidend ist ein sauberer Freisteller.
  • Google, eBay.de, Etsy, Shopify: keine Farbvorgabe. eBay empfiehlt Weiß, für glänzenden Schmuck eher einen dunkleren Hintergrund.
  • Vinted: Fotos müssen selbst aufgenommen und unbearbeitet sein, ein Studio-Packshot ist dort nicht erlaubt (siehe Vinted Fotos).
  • Eigener Shop: Statt Weiß funktionieren auch farbige Hintergründe wie bei unseren Organicshots. Wichtig ist, dass alle Hauptbilder einheitlich wirken.

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Bildanforderungen der Marktplätze 2026: das Hauptbild auf 10 Plattformen

Fett gedruckt ist eine harte Vorgabe: Wer sie verletzt, riskiert die Ablehnung des Bildes, das Ausblenden des Angebots oder andere Sanktionen. Normaler Text ist eine Empfehlung. Stand: 9. Oktober 2026, Quellen unter jeder Tabelle.

6 Marktplätze in Deutschland im Vergleich

PlattformHintergrundGrößeVerbote und Besonderheiten
Amazon.dereines Weiß 255500-10.000 px an der längeren Seite; Zoom ab 1.000 pxProdukt füllt mind. 85 %; kein Text, Logo, Rahmen, Wasserzeichen; Produkt ohne Verpackung, außer sie ist ein wichtiges Merkmal
eBay.deWeiß empfohlenmind. 500 px an der längeren Seite, empfohlen ca. 1.600 × 1.600 px; max. 12 MBkeine hinzugefügten Rahmen, Texte, Wasserzeichen; keine Standardbilder bei gebrauchten oder defekten Artikeln
Kaufland.deweiß, klare Silhouette1.024 px, für Zoom 2.048 px (Attributliste: mind. 500 px); max. 10 MBkeine Schatten, Rahmen, White Space, Collage, kein Stimmungsbild; kein Text, Logo, Siegel, keine Preis- oder Lieferinfos
OTTO Marketöffentlich nicht angegebenmind. 500 × 1.000 px (welche Seite welche, sagt die API nicht), max. 4.500 px breit; JPG oder PNG, RGBBildvorgaben nur im Partnerportal nach Anmeldung
Zalandoweiß (wird hellgrau angezeigt)mind. 762 × 1.100 px, empfohlen 1.801 × 2.600 px; max. 20 MB, JPGSeitenverhältnis 1:1,44; keine sichtbaren Schaufensterpuppen; Artikel auf ca. 80 % des Bildes
MediaMarkt-Saturnweiß (laut Integratoren)1.200 × 1.200 px oder 1.500 px, je nach IntegratorFrontansicht; ohne Schatten, Collage, Verpackung, Logo, Wasserzeichen

Quellen: Amazon, eBay, Kaufland, OTTO Market API, Zalando. Amazons deutsche Richtlinien sind nur nach Anmeldung lesbar, die Verbote zitieren wir nach amalytix und Jungle Scout. MediaMarkt-Saturn nach e-tailize und ChannelEngine. Mehr im Ratgeber Kaufland Marketplace.

Google, Etsy, Shopify und Vinted: 4 weitere Plattformen

PlattformHintergrundGrößeVerbote und Besonderheiten
Google Merchant Centerbeliebigmind. 100 × 100 px (Bekleidung 250 × 250), ab 31.01.2027: 500 × 500 px; empfohlen 1.500 × 1.500 px; max. 64 MP, 16 MBProdukt auf 75-90 % des Bildes; keine Werbeelemente, Rahmen, Wasserzeichen; eigenes Bild je Variante
Etsybeliebigerstes Foto mind. 635 px (sonst weiter unten in der Suche), empfohlen 2.000 px; über 1 MB lädt u. U. nicht vollständigerstes Foto quer oder quadratisch; keine transparenten PNGs (Transparenz wird schwarz)
Shopifykeine Vorgabebis 5.000 × 5.000 px bzw. 25 MP, unter 20 MB; quadratisch am besten 2.048 × 2.048 pxeinheitliches Seitenverhältnis empfohlen
Vinted.dekeine Vorgabekeine Angabeselbst aufgenommen, unbearbeitet, keine Stock- oder Werbefotos, keine Wasserzeichen; bis 20 Bilder

Quellen: Google, Etsy, Shopify, Vinted. Galaxus (Schweiz) fehlt, weil wir die Bildvorgaben nicht abrufen konnten. Fotos für Etsy: Auf Etsy verkaufen.

Google Merchant Center: ab 31. Januar 2027 mindestens 500 × 500 px

Bis zum 31. Januar 2027 akzeptiert Google Hauptbilder ab 100 × 100 px, Bekleidung ab 250 × 250 px. Seit dem 14. April 2026 warnt das Merchant Center bei Bildern unter 500 × 500 px mit „Bild zu klein für die bevorstehende Maßnahme“, und ab dem 31. Januar 2027 gilt 500 × 500 px für alle Produktkategorien.

Verboten sind auch Barcodes, nachträglich eingefügte Logos und Platzhalter. Einen Teil der Bilder unter 500 × 500 px optimiert Google inzwischen selbst, damit sie nicht abgelehnt werden.

Wo sich die Plattformen widersprechen: 3 Konflikte

  • Seitenverhältnis: Meist ist jedes Format oder das Quadrat erlaubt, Zalando verlangt aber 1:1,44 im Hochformat, Etsy das erste Foto quer oder quadratisch.
  • Rand: Kaufland.de verbietet „White Space“, bei Amazon darf das Produkt laut Jungle Scout den Bildrand nicht berühren (außer Schmuck wie Halsketten). Randlos zugeschnittene Bilder für Kaufland.de brauchen für Amazon deshalb einen eigenen Export mit Rand.
  • Weiß für Google: Kaufland begründet Weiß „u.a.“ mit Google Shopping, Google selbst schreibt keine Hintergrundfarbe vor.

Wo bekommt man fertige Packshots? Hersteller, Großhändler, Internet

Fertige Packshots liefern oft Hersteller oder Großhändler, kostenlos oder gegen Gebühr. Klären Sie die Nutzungsrechte schriftlich, bevor das Angebot online geht: welche Plattformen, wie lange, ob Sie freistellen und zuschneiden dürfen.

Ein Foto aus dem Internet ist nicht frei verwendbar. Auch ein schlichtes Produktfoto ist als Lichtbild nach § 72 UrhG 50 Jahre lang geschützt. Ohne Lizenz kann der Rechteinhaber nach § 97 UrhG Unterlassung und Schadensersatz verlangen; vor einer Klage soll er abmahnen (§ 97a UrhG).

Dazu kommen die Plattformen: eBay verbietet Standardbilder bei gebrauchten oder defekten Artikeln, Google lehnt ein allgemeines Foto für mehrere verschiedene Produkte ab. Bleibt nur ein eigenes Shooting, zeigen unsere Packshot-Preise, was es kostet.

GS1-Standard: 15° Aufsicht, 95 % Bildfläche und Dateiname mit GTIN

Hersteller und Handel tauschen Produktbilder nach dem GS1 Product Image Standard aus (Release 5.0, Juli 2026). GS1 Germany hat dazu mit Kaufland, REWE, EDEKA, dm, Rossmann und anderen eine Anwendungsempfehlung für Produktabbildungen erarbeitet. Der Standard regelt, wozu die Plattformen schweigen:

  • Winkel: Vorderansicht mit der Kamera etwa 15° über dem Produkt, bei Bedarf um 15° nach links und rechts gedreht; flache Produkte wie Blister frontal.
  • Bildausschnitt: Produkt zentriert auf 95 % der Fläche (Google empfiehlt 75-90 %), Hintergrund weiß 255 oder transparent.
  • Größe: fürs Web 900 × 900 bis 2.400 × 2.400 px, hochauflösend bis 4.800 × 4.800 px; Archiv als TIFF mit LZW, Weitergabe als JPEG oder PNG.
  • Retusche: in der 100-%-Ansicht nicht erkennbar, ohne Überschärfung und ohne Hochskalieren.
  • Dateiname: 14-stellige GTIN plus Bildcode, z. B. GTIN_A1C1: Webbild (A), Vorderseite (1), ohne Drehung (C), in Verpackung (1).

Ein Packshot für alle Plattformen: Export in 4 Schritten

Das ist unsere Praxis, keine Plattformregel. Mit den Sonderexporten deckt sie alle Marktplätze aus den Tabellen ab, außer Vinted:

  1. Quelldatei mit mindestens 3.000 px, als TIFF oder PSD.
  2. Verkaufsdatei: JPEG in sRGB, 2.048-2.500 px an der längeren Seite, quadratisch, meist 0,5-2 MB. Passt für Amazon.de, eBay.de, Google, Shopify und OTTO Market.
  3. Produkt auf etwa 85 % der längeren Seite: Das deckt Amazon (85 %) und Google (75-90 %) ab.
  4. Sonderexporte: randlos ohne White Space für Kaufland.de, 1:1,44 für Zalando (z. B. 1.801 × 2.600 px), für Etsy unter 1 MB.

Auf die Maße einer Plattform bringen Sie den Packshot mit unserem Werkzeug Bild verkleinern online. Es arbeitet im Browser: Plattform wählen oder eigene Maße eingeben, etwa 1.801 × 2.600 px für Zalando.

Unsere Studie mit 2.197 Hauptbildern: Auf Kaufland.de besteht nur jedes zweite die Grundregeln

Für die Studie haben wir 1.004 Produktseiten von Kaufland.de, 837 von Kaufland.pl und 356 Angebote des polnischen Marktplatzes Allegro ausgewertet: 2.197 Hauptbilder in Originalauflösung, per Programm vermessen, 160 zusätzlich mit bloßem Auge geprüft.

Die Ergebnisse in 7 Zahlen

  • 51,5 % der Hauptbilder auf Kaufland.de erfüllen vier Grundregeln zugleich: Hintergrund 255, kein Schatten, Produkt auf mind. 85 % der quadratischen Kachel, mind. 1.000 px. Mit den von Kaufland empfohlenen 2.048 px nur noch 14 % (beide Kaufland-Länder: 49 % und 12 %).
  • 18,8 % der Hauptbilder mit hellem Hintergrund haben einen Schatten unter dem Produkt, obwohl Kaufland Schatten verbietet (Messung per Programm; Sichtprüfung beider Länder: 13,5 %).
  • 95,2 % der Bilder mit hellem Hintergrund erfüllen die Amazon-Regel „Produkt füllt mindestens 85 % des Bildes“. Bei 62,3 % berührt das Produkt aber den Bildrand, und das untersagt Amazon laut Jungle Scout beim Hauptbild.
  • 17,7 % der Hauptbilder sind quadratisch, 71,2 % haben gar kein Standardformat: Der Bildausschnitt folgt der Form des Produkts.
  • 24,3 % der Bilder mit hellem Hintergrund, fast jedes vierte, zeigen das Produkt auf weniger als der Hälfte der quadratischen Kachel in der Trefferliste.
  • 22,1 % der Hauptbilder haben die empfohlenen 2.048 px, 17,6 % nicht einmal 1.000 px. Median: 1.543 px.
  • 65,9 % der von Allegro neu kodierten Dateien mit hellem Hintergrund zeigen unsichtbare Streifen aus 254 und 255.
Wie viele Hauptbilder alle Packshot-Regeln zugleich erfüllen: Weiß 255, ohne Schatten, 85 % der Kachel, 1.000 und 2.048 px
Weiß 255, kein Schatten, Produkt auf mindestens 85 % der Kachel und 1.000 px: Das schaffen nur 51,5 % der Hauptbilder auf Kaufland.de (Kaufland.pl: 46,7 %), mit 2.048 px für den Zoom nur 14,0 % (Studie von marszalstudio, 1.004 Hauptbilder von Kaufland.de und 837 von Kaufland.pl).

Quadratische Kachel: Ein langes Produkt bleibt darin immer klein

Viele Händler auf Kaufland.de schneiden das Bild randlos auf das Produkt zu, wie es das Verbot von „White Space“ nahelegt. Das Bild übernimmt so die Proportionen des Produkts, etwa 2:1 beim Tisch oder 1:3 bei der Flasche, die Trefferliste setzt es aber in ein Quadrat. Das Produkt füllt nur die Breite oder nur die Höhe (Median: 70 % der Kachelfläche), und wirkt klein, obwohl es die 85-%-Regel erfüllt.

Auf dem Smartphone misst so ein Vorschaubild in Europa meist etwa 16 × 16 mm bei 40 cm Abstand (GS1-Richtlinien, August 2026). Diese Ansicht simuliert ein Gaußscher Weichzeichner mit 34 px Radius auf 3.000 × 3.000 px. Sind Marke, Produkt und Variante danach nicht erkennbar, hilft nur mehr Bildfüllung, denn Text ist im Hauptbild tabu.

Ein Quadrat mit Rand hilft nicht: Mit 85 % der längeren Seite ist das Produkt in der Kachel 15 % kleiner als randlos, wie die Kacheln unten zeigen. Auf Allegro ist jedes zweite Hauptbild bei Neuware quadratisch, und doch liegt das Produkt dort häufiger unter der halben Kachel (32,8 %). Was hilft, ist die Perspektive: Lange Produkte fotografieren wir schräg oder in der Dreiviertelansicht.

Seitenverhältnis von Packshots auf Kaufland.de, Kaufland.pl und Allegro und Platz des Produkts in der quadratischen Kachel
Nur 18 % der Hauptbilder auf Kaufland.de sind quadratisch, die Trefferliste setzt aber jedes in ein Quadrat: In 24 % der Bilder füllt das Produkt weniger als die Hälfte der Kachel. Auf Kaufland.pl sind es 27 %, auf Allegro (PL) trotz 51 % quadratischer Bilder sogar 33 % (Studie von marszalstudio, 2.197 Hauptbilder).

Kachel auf dem Smartphone

Randlos zugeschnitten oder quadratisch: Was erkennt man in der Kachel?

Vier Packshots aus unserem Portfolio in quadratischen Kacheln einer Trefferliste. Wechseln Sie den Bildausschnitt (randlos zugeschnitten oder Quadrat mit dem Produkt auf 85 % der längeren Seite) und die Ansicht: scharf oder so, wie man ein Vorschaubild von ca. 16 × 16 mm aus 40 cm Entfernung sieht.

Ohne JavaScript zeigen die Kacheln den randlosen Zuschnitt, scharf.

Türkisfarbenes E-Faltrad auf weißem Hintergrund
FaltradUmriss: 78 %
Orangengetränk Nata Live in einer 2-Liter-PET-Flasche auf weißem Hintergrund
PET-Flasche 2 lUmriss: 28 %
Instant-Sauerteigsuppe mit Steinpilzen in einer Kartonverpackung auf weißem Hintergrund
Suppe im KartonUmriss: 59 %
Goldene Ohrringe in Muschelform auf weißem Hintergrund
GoldohrringeUmriss: 76 %

Fotos aus dem Portfolio von marszalstudio. Die Unschärfe simuliert den Test aus den GS1-Richtlinien Mobile Ready Hero Images 2.2 (34 px Weichzeichnung bei einem Bild mit 3.000 px). Umriss: Rechteck um das Produkt in Prozent der Kachelfläche.

Die Frage aus dem GS1-Test: Erkennen Sie nach dem Weichzeichnen noch Marke, Produkt und Variante? Wenn nicht und Text im Bild nicht erlaubt ist, hilft nur ein größeres Produkt im Bildausschnitt.

Kaufland.de und Allegro: randloser Zuschnitt gegen Quadrat

KennzahlKaufland.de (1.004)Kaufland.pl (837)Allegro, Neuware (273)
Weiß 254-255 unter hellen Hintergründen93,4 %93,2 %93,4 %
reines 255 unter hellen Hintergründen*65,3 %60,4 %11,4 %
Seitenverhältnis 1:117,7 %25,3 %50,9 %
Produkt auf mind. 85 % der quadratischen Kachel90,6 %92,2 %75,1 %
Produkt von Rand zu Rand56,9 %59,9 %20,1 %
längere Seite unter 1.000 px17,6 %22,2 %29,3 %
längere Seite mind. 2.048 px22,1 %16,4 %24,2 %

* Auf Allegro durch die Neukodierung gedrückt, vergleichbar ist deshalb die Zeile „Weiß 254-255“.

Auflösung von Packshots auf Kaufland.de, Kaufland.pl und Allegro: längere Seite des Hauptbilds in Pixeln
Median 1.543 px auf Kaufland.de: 17,6 % der Hauptbilder haben weniger als 1.000 px, die 2.048 px für den vollen Zoom erreichen 22,1 % (Kaufland.pl: 22,2 % und 16,4 %; Studie von marszalstudio, 1.004 und 837 Hauptbilder).

Kategorien: Wo das Weiß am saubersten ist und wo die meisten Schatten fallen

  • Mode hat das sauberste Weiß: Hintergrund 255 bei 98 % der Hauptbilder auf Kaufland.de (Kaufland.pl: 89 %).
  • In Haus und Wohnen fehlt am häufigsten der weiße Hintergrund: 29 % der Hauptbilder auf Kaufland.de haben keinen einheitlich hellen Hintergrund, oft ist es eine Raumszene (Kaufland.pl: 14 %).
  • Küche und Haushaltsgeräte zeigen besonders oft Schatten: 31 % auf Kaufland.de, fast so viele wie Baby und Spielzeug (32 %), im Sport nur 9 % (Messung per Programm).
So haben wir gemessen und was die Zahlen nicht aussagen

Kaufland: Hauptbilder der Produktseiten im Internet Archive, April bis Oktober 2026 (kaufland.de aus der Studie für unseren Kaufland-Ratgeber), Dateien in Originalgröße vom Bildserver von Kaufland. Allegro: 356 Angebote mit Bild aus demselben Zeitraum, nur aus dem Archiv, ohne Sperren zu umgehen.

Ein Python-Programm misst den Hintergrund am Bildrand, Umriss, Schatten, Format und Pixelmaße; „reines 255“ heißt: mindestens 99 % der Randpixel exakt 255, 255, 255.

  • Übereinstimmung mit der Sichtprüfung (120 Kaufland-Bilder, je 60 aus DE und PL): Hintergrund 93,3 %, Umriss 90,5 %, Schatten 83,7 %; Allegro (40 Bilder): Hintergrund 95 %.
  • Keine Zufallsstichprobe: Das Archiv speichert beliebte Seiten häufiger; die Allegro-Stichprobe ist klein (22 % Gebrauchtware).
  • Weiße und transparente Produkte (5,1 % der Bilder mit hellem Hintergrund) umreißt das Programm zu eng, ihre Bildfüllung ist unterschätzt.
  • Schatten messen wir am unsichersten: Sichtprüfung 13,5 % (95-%-Konfidenzintervall 8,2-21,3 %, eine Person), Programm rund 20 %. Kategorien unter 80 Seiten zeigen nur Tendenzen.

Zitiervorschlag: Studie von marszalstudio, 1.004 Hauptbilder von Kaufland.de (Oktober 2026).

Packshot erstellen: professioneller Workflow in 8 Schritten

So entsteht bei uns ein Packshot auf weißem Hintergrund, von der Creme bis zum Fahrrad:

  1. Bildliste für die Plattformen: Kaufland empfiehlt 5 bis 10 Bilder, Amazon mindestens sechs, Zalando verlangt bei Bekleidung, Schuhen und Accessoires mindestens drei.
  2. Produkt vorbereiten: Mikrofasertuch, Isopropanol für Glas und Metall, Antistatikspray für Kunststoff, Handschuhe; Verpackungen gefüllt, Textilien gebügelt, Folien und Preisschilder entfernt.
  3. Getrenntes Licht: eigene Lampen für den Hintergrund, fürs Produkt meist zwei Softboxen oder Striplights seitlich bei etwa 45°, schwarze Flags gegen Überstrahlung.
  4. Belichtung: Hintergrund 255, Weiß des Produkts bei etwa 235-242, Kontrolle am Rechner mit angeschlossener Kamera (Tethering).
  5. Schärfe: Stativ, etwa f/8 bis f/11, ISO 100, RAW; bei kleinen Produkten eine Serie für Focus Stacking.
  6. Farbe: Farbkarte im Licht des Shootings, neu nach jedem Wechsel von Licht oder Objektiv.
  7. Retusche: Freistellen, Staub, Kratzer, Schatten anlegen oder entfernen, stürzende Linien, gleicher Bildausschnitt in der ganzen Serie.
  8. Export: sRGB, Größen je Plattform, mit und ohne Schatten, Weiß in der fertigen Datei nachmessen.

Setup-Karte: So bleiben 500 Fotos eine Serie

Uneinheitliche Packshots nennt picbasic den häufigsten Fehler: jedes Produkt anders ausgeleuchtet, mal näher, mal weiter weg. Karl Taylor (Visual Education) hält das Set deshalb gleich nach gelungenen Testaufnahmen fest:

  • Foto des Sets und Lichtskizze von oben mit allen Lichtformern;
  • Leistung jeder Lampe und Kameraeinstellungen;
  • mit dem Maßband gemessene Abstände von Lampen, Hintergrund und Kamera zum Produkt;
  • Markierungen auf dem Tisch zum Drehen des Produkts für weitere Ansichten (Tipp aus einer anderen Lektion).

Dazu kommt eine Karte für Seitenverhältnis, Bildfüllung, Bildliste, Retusche und Dateinamen, bei WearView „Styleguide“ genannt.

Ausrüstung für Packshots: 3 Stufen

StufeKamera und ObjektivLicht und HintergrundFür wen
EinstiegAPS-C oder Smartphone mit Tele, Objektiv um 50 mm, Stativ2 LED-Leuchten mit Softboxen oder Lichtzelt, Papier- oder PVC-Hintergrundkleiner Onlineshop, einzelne Produkte, eBay
StudioVollformat, Makroobjektiv um 100 mm, Studiostativ, Kontrolle am Rechner3-4 Blitzgeräte, Aufnahmetisch, weiße und schwarze Karten, FlagsMarktplätze, Kataloge, Glas, Metall, Schmuck
AutomatisierungStation mit Drehteller und gesteuerter Kamera (z. B. PhotoRobot, Orbitvu)fest eingerichtetes Licht für wiederholbare Seriengroße Shops mit Tausenden Produkten, 360°-Aufnahmen

Ab welcher Stückzahl sich Stationen wie Orbitvu oder PhotoRobot rechnen, lässt sich mit öffentlichen Zahlen nicht verlässlich sagen.

4 Wege zum weißen Hintergrund

MethodeWann sie passtWorauf achten
Weiße Hohlkehle, separat beleuchtetvon Kleinteilen bis zu Möbeln; ergibt einen natürlichen Kontaktschattenzu viel Licht erzeugt Überstrahlung und „frisst“ Kanten; braucht Platz, Flags, mehr Lampen
Lichtzeltschneller Einstieg, gleichmäßiges, weiches Lichtflaches Licht ohne Modellierung, wenig Platz, Nähte in Spiegelungen
Aufnahmetisch aus milchigem Plexiglas, von unten beleuchtetGlas, Kosmetik; Weiß bis zur unteren BildkanteProdukt „schwebt“ ohne Schatten, spiegelt sich, Kratzer und Staub sichtbar
Hintergrund von hinten durchleuchtet (großer Diffusor)einfachster Weg zu gleichmäßigem 255Licht ins Objektiv erzeugt Überstrahlung; schwarze Flags helfen

Mehr dazu: Photobox und Lichtzelt, Aufnahmetisch und schattenfreie Fotografie.

Weiß 255 braucht eigenes Licht auf den Hintergrund, aber nicht zu viel: Ein überstrahlter Hintergrund frisst die Glaskante, schwarze Flags holen sie zurück (Simulation an einem Packshot aus dem Portfolio von marszalstudio).

Belichtung: 255 im Hintergrund, Zeichnung im Weiß des Produkts

Calibrite empfiehlt, das weiße Feld der Farbkarte bei der Profilaufnahme auf 180-242 zu halten, ideal etwa 235 (ohne Farbkorrektur, lineare Kurve). Das Weiß des Produkts halten wir ähnlich bei 235-242, die 255 gehören dem Hintergrund.

Ausgefressene Lichter am Produkt rettet auch der RAW-Konverter nicht: Lightroom Classic holt Details nur zurück, wenn ein oder zwei Kanäle beschnitten sind, nicht alle drei.

Praxistipp: Der Messwert 255 verrät nicht, ob der Hintergrund gerade weiß ist oder schon zwei Blenden darüber. Karl Taylor (Visual Education) stellt ihn deshalb auf 253-254 und gibt in 1/10-Blenden-Schritten Licht dazu. Wirkt das Bild milchig, senken Sie den Hintergrund auf 250 (Taylors Test): Bleibt die Überstrahlung, stammt sie von einer Lampe, die ins Objektiv leuchtet oder es streift, von einer überbelichteten Wand oder einem verschmutzten Objektiv.

Schärfe: Blende, Beugung und Focus Stacking

Abblenden bringt Schärfentiefe, ab einem Punkt macht Beugung Details aber weich: nach unserer Rechnung bei Vollformat mit 24 Megapixeln ab etwa f/9 bis f/13, mit 45 Megapixeln ab f/6,5 bis f/10. Im Makrobereich zählt die effektive Blende: Bei 1:1 wirkt f/8 wie f/16 (Cambridge in Colour).

Reicht eine Aufnahme nicht, verrechnen wir mehrere (Focus Stacking). Wie viele, haben wir nach den Tabellen von Zerene Systems berechnet:

Produkt (Tiefe)AbbildungsmaßstabBlendeAufnahmen
Ring (10 mm)1:1f/8ca. 26
Parfümflakon (60 mm)1:5f/119-10
Schuh (300 mm)1:10f/11ca. 14 (bei f/16 ca. 7)

Verrechnet wird in Helicon Focus, Zerene Stacker oder Photoshop. Fokussieren Sie laut Zerene Systems am Fokusring statt mit dem Einstellschlitten, der die Perspektive verschiebt; Tilt-Shift richtet bei Flaschen und Kartons stürzende Linien auf. Mehr in unserer Anleitung zum Focus Stacking.

Farbe: Farbkarte, RAW und kalibrierter Monitor

Bei Mode ist die Farbe nach der Größe der zweithäufigste Retourengrund: Unter 100 befragten US-Modeunternehmen nannten 16 % die Farbe, 53 % die Größe (Coresight Research und 3DLOOK, 2023). Deshalb achten wir auf vier Dinge:

  • Farbkarte im Licht des Produkts: Eine Karte aus anderem Licht ist laut Calibrite für das Profil nutzlos.
  • RAW statt JPEG, weil ein JPEG die Farbinterpretation der Kamera festschreibt (mehr zur RAW-Datei).
  • Ein Profil pro Kamera, Objektiv und Lichtart; erscheint das neutrale Grau im Bild neutral, stimmt der Weißabgleich.
  • Kalibrierter Monitor, ohne den der Rest wenig nützt.

Retusche: vom Rohbild zum Weiß 255

Ein kommerziell genutztes Bild ganz ohne Nachbearbeitung ist laut J. Lenton (PetaPixel) so selten wie ein weißer Rabe. Der Umfang hängt vom Produkt ab:

  • Freistellen: Zeichenstift-Pfad bei harten Kanten (Flaschen, Kartons, Elektronik), Maske bei Haaren, Fell und Stoff.
  • Hintergrund auf der ganzen Fläche auf 255, ohne grauen Saum um das Produkt.
  • Staub, Kratzer, Fingerabdrücke, schiefe Etiketten und laut GS1 auch Angaben wie Mindesthaltbarkeitsdatum oder Seriennummer, damit das Bild zu jeder Lieferung passt.
Packshot einer Hose vor und nach der Retusche mit Nahaufnahme des Hosenbunds: Hintergrund RGB 242 auf reines Weiß 255 gebracht, Bund geglättet
Retusche eines Packshots: Hintergrund auf reines Weiß 255, Hosenbund geglättet, Saumkanten begradigt. Vorher-nachher-Paar von unserer Seite zur Fotoretusche.
Von der Rohaufnahme zum Packshot: Maske, Hintergrund 255, reparierte Kartonecke (der Kontaktschatten bleibt), Bildausschnitt 1:1 und Export. Vorher-nachher-Fotos von unserer Seite zur Fotoretusche.

In unserer App buchen Sie zum Packshot eine Premium-Retusche für 10 € pro Foto dazu, Vorher-nachher-Beispiele zeigt unsere Seite zur Fotoretusche.

Technische Anforderungen: Auflösung, Format, Farbprofil und DPI

  • Auflösung: für den Verkauf 2.048-2.500 px an der längeren Seite, Quelldatei mindestens 3.000 px.
  • sRGB: Browser behandeln Bilder ohne Profil als sRGB (W3C), Zalando verlangt es.
  • JPEG für Marktplätze: Qualität 80-90; Googles Lighthouse vergleicht mit Stufe 85.
  • WebP und AVIF für den eigenen Shop: WebP ist bei gleicher Qualität 25-34 % kleiner als JPEG (Google), AVIF über 50 % (web.dev). AVIF nehmen Marktplätze meist nicht an, eBay schon.
  • Weiß nach dem Export: In unserem Test (libwebp 1.6, sechs Packshots auf 255) setzte WebP bei Qualität 91 bis 95 an 2-4 % der Hintergrundpixel, auch am Rand, einen Kanal auf 253; bis 90 und ab 96 blieb es bei 255. Wir speichern deshalb mit Qualität 97 und messen nach.
  • PNG mit Transparenz, TIFF oder JPEG mit Freistellpfad nur für Layout und Druck. Glas und Folie brauchen halbtransparente Bereiche im Freisteller (Vierpunkt), sonst wirken sie auf farbigem Grund undurchsichtig.
  • Metadaten: Urheber und Rechte in IPTC behalten, GPS löschen, Angaben zur KI-Erzeugung nie entfernen.

Praxistipp: Der DPI-Wert in der Datei (72 oder 300) spielt am Bildschirm keine Rolle, Shop und Marktplatz zählen Pixel. Nennen Sie im Briefing für den Fotografen deshalb Pixelmaße; DPI zählt erst im Druck.

Schwierige Produkte: Glas, Metall, Weiß auf Weiß, Schmuck und Kleidung

Glas, Flüssigkeiten und transparente Verpackungen

Auf Weiß verschwindet Glas, deshalb zeichnet man es über seine Kanten: Bei der Hellfeld-Technik steht hinter dem Glas ein Striplight oder ein heller Hintergrund, die Kanten werden zu dunklen Linien. Je näher die Lichtquelle, desto dünner die Linien und desto weniger Staub (D. Dolby, PetaPixel).

Dunkler Wein wird auf dem Foto schwarz, deshalb verdünnte G. Belinsky ihn für sein Foto etwa 1:1 mit Wasser (Adorama). Mehr im Ratgeber Glas fotografieren.

Flaschen mit Etikett setzt man oft aus mehreren Aufnahmen mit unbewegter Kamera und wechselndem Licht zusammen, bei I. Guimaraes (Digital Photography School) aus fünf: Etikett, Goldlogo, Prägung, Seitenlicht auf dem Glas und Hintergrund, jedes auf eigener Ebene mit Maske.

Schwierige Materialien im Packshot: Glas, Metall und Glanz, Weiß auf Weiß und transparente Verpackungen auf weißem Hintergrund
Glas, Glanz, Weiß auf Weiß und transparente Verpackungen auf reinem Weiß 255. Fotos aus dem Portfolio von marszalstudio.

Metall, Chrom und Glanz

Metall spiegelt alles, was es „sieht“, auch das Studio. Deshalb umgibt man es mit großen, diffusen Lichtflächen und ordnet die Spiegelungen mit Karten: weiß in der Reflexionszone, schwarz für einen dunklen Akzent (Profoto). Einen Verlauf auf Lack oder Chrom setzt ein Striplight.

  • Ein Polfilter am Objektiv hilft bei Metall nicht: Cambridge in Colour nennt Metall als einzige Oberfläche, bei der er nicht wirkt.
  • Kreuzpolarisation (Polfolie vor den Lampen, Polfilter am Objektiv) löscht Glanz auf Glas, Wasser und Hochglanzpapier, laut Hersteller Rosco auch auf „bestimmten“ Metallen. Die Folie lässt 38 % des Lichts durch, kostet also rund 1,4 Blendenstufen. Ohne jeden Reflex wirkt Metall stumpf, deshalb lassen wir einen Teil stehen.

Weiß auf Weiß: So bleibt die Kante sichtbar

Ein weißes Produkt zerfließt auf Weiß, wenn der Hintergrund es von hinten überstrahlt. Es helfen ein eigenes Hintergrundlicht, das das Produkt nicht aufhellt, und schwarze Karten an den Kanten, ohne die die Konturen auslaufen (PetaPixel). Oft fotografieren wir auf leicht grauem Hintergrund und setzen 255 erst in der Retusche über eine Maske.

Weiß auf Weiß verwirrt auch Automaten: Im Packshot-Check fällt die Bildfüllung eines weißen Produkts zu niedrig aus.

Schmuck: viele Einzelbilder und kontrollierte Reflexe

Schmuck verbindet geringe Schärfentiefe mit Spiegelungen. J. Lenton (PetaPixel) nennt die Werkzeuge: Serien für Focus Stacking, Tilt-Shift-Objektive, Zwischenringe oder ein Balgengerät; die Reflexe ordnen weiße und schwarze Karten.

Für Halt sorgen ein T-förmiger Ständer, eine Schaumstoffplatte, die in der Retusche verschwindet, eine Angelschnur oder Klebepunkte (Orbitvu, photoworkers.ch); Ringe fotografiert man flach von oben. Wie wir Schmuck fotografieren, zeigt die Seite Schmuckfotografie.

Kleidung: Ghost-Mannequin, Legeware, am Bügel

Beim Ghost-Mannequin (unsichtbare Puppe) setzt man das Kleidungsstück auf der Puppe und eine Innenaufnahme von Kragen oder Futter zu einem Bild ohne Puppe zusammen (Pixelz). Zalando verbietet sichtbare Mannequins auf den Pflicht-Packshots und verlangt das Seitenverhältnis 1:1,44 (Image Guidelines).

Ghost-Mannequin zeigt Schnitt und Passform, Legeware Stoff und Print, der Bügel ist die schnellste Form für große Kollektionen. Mehr dazu: Ghost-Mannequin-Fotografie und Legeware-Fotografie. Kleidung auf Weiß mit Retusche ab 20 € pro Foto bestellen Sie direkt in unserer App.

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Packshot mit dem Smartphone: was geht und was nicht

Aktuelle Smartphones beherrschen RAW und manuelle Steuerung: Das iPhone 18 Pro hat eine 48-MP-Hauptkamera (24 mm), ein 100-mm-Tele (4x) und ProRAW, das laut Apple allerdings RAW-Daten mit der iPhone-Bildverarbeitung kombiniert.

Smartphone reichtSmartphone reicht nicht
Vinted, Kleinanzeigen, Gebrauchtware, Social MediaHauptbild mit Weiß 255 und 85 % Bildfüllung (Amazon) oder ohne Schatten (Kaufland), ohne eigenes Hintergrundlicht oder Retusche
kleiner Shop, einzelne AufnahmenKatalogserie mit gleichem Ausschnitt, gleicher Farbe und gleichem Maßstab
Produkte, bei denen die Farbe nicht entscheidend istFarbvarianten und Kleidung
Dateien bis etwa 1.600 pxZoom mit 2.048 px (Kaufland), Zalando mit 1.801 × 2.600 px
matte ProdukteGlas, Metall, Weiß auf Weiß und Schmuck (Lampen, Flags, Focus Stacking)

Entscheidend ist der Abstand, nicht die Megapixel

Die Perspektive bestimmt allein der Abstand (Cambridge in Colour). Unsere Rechnung für ein Produkt von 10 × 10 cm, das etwa 85 % der Bildbreite füllt: Mit der Hauptkamera (24 mm) stehen Sie etwa 8 cm davor, die Vorderseite wirkt rund 2,3-mal so groß wie die Rückseite. Mit 4x (100 mm) aus etwa 33 cm ist sie nur noch rund 1,3-mal so groß.

Der Makromodus nutzt die Ultraweitwinkelkamera (13 mm) und verzerrt noch stärker. Das Tele stellt erst ab größerer Entfernung scharf (beim Vorgängermodell iPhone 17 Pro laut GSMArena ab rund 85 cm); näher dran nimmt das iPhone bei 4x stillschweigend einen Ausschnitt der Hauptkamera: gleiche Perspektive, weniger Pixel.

So machen wir einen Packshot mit dem Smartphone:

  1. 4x aus etwa 30 cm oder Tele aus größerem Abstand und zuschneiden; Stativ, Selbstauslöser.
  2. Großes Fenster (Shopify empfiehlt ein Nordfenster), Reflektor, Vorhang als Diffusor; keine goldene Stunde, sie verschiebt die Farben.
  3. Hohlkehle aus Fotokarton oder Lichtzelt mit LED.
  4. RAW (ProRAW) und Graukarte im ersten Bild: RAW-Daten sind linear, JPEG nicht.
  5. In der Retusche freistellen und den Hintergrund auf 255 bringen, dann Packshot-Check.

Mehr dazu: Smartphone-Fotografie 2026 für Produktfotos und Produktfotografie selber machen.

Symbol mit stilisierten Augen
Weiterlesen: Photobox für Produktfotografie: Komplette Kaufberatung 2026
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Packshot und KI 2026: was erlaubt ist und was gekennzeichnet werden muss

Den einfachsten Teil der Retusche erledigt KI heute kostenlos: Google Product Studio entfernt Hintergründe und vergrößert Bilder, eBay hat ein KI-Hintergrundwerkzeug in der App.

Zugleich wird „Packshot“ zum Namen für Generator-Ergebnisse: FASHN „Packshot“ glättet Falten, richtet Kragen gerade und korrigiert den Fall des Stoffes, verändert also das Produkt. Für uns bleibt ein Packshot ein Beleg dafür, wie das Produkt wirklich aussieht: Retusche entfernt Staub und Fingerabdrücke, nicht Eigenschaften des Produkts.

Rechtslage: KI-Verordnung, Leitlinien der Kommission, Aufsicht in Deutschland

Seit dem 2. August 2026 gilt Art. 50 der KI-Verordnung (AI Act): Wer mit KI ein Deepfake-Bild erzeugt oder manipuliert, muss das offenlegen. Deepfake heißt: Der Inhalt ähnelt wirklichen Personen, „Gegenständen“, Orten oder Ereignissen und würde fälschlich als echt erscheinen. Bußgeld: bis 15 Mio. € oder 3 % des weltweiten Jahresumsatzes, je nachdem, welcher Betrag höher ist (bei KMU der niedrigere).

Die Leitlinien der EU-Kommission zu Art. 50 vom 20. Juli 2026 (nicht verbindlich) zählen leichtes Zuschneiden, Farbkorrektur, Schärfen, das Entfernen von Staubflecken durch verschmutzte Linse oder Sensor und das Entfernen von Hintergründen zur Standardbearbeitung (Rn. 92, zur Pflicht der Anbieter von KI-Werkzeugen). Ein neuer Hintergrund aus rein ästhetischen Gründen macht ein Produktbild in der Regel nicht zum Deepfake (Rn. 116), wohl aber ein Bild, das das Produkt ansprechender oder hochwertiger zeigt, als es ist.

Was haben Sie mit dem Foto gemacht?Kennzeichnen?Grundlage
Hintergrund freigestellt, Weiß 255, Staub entfernt, Farbe und Ausschnitt korrigiertneinLeitlinien der Kommission, Rn. 92 und 116
echtes, unverändertes Produkt vor einem KI-Hintergrundlaut Leitlinien meist nicht; sicherer: jaLeitlinien, Rn. 116; Wettbewerbszentrale: im Zweifel kennzeichnen
Produkt von der KI erzeugt oder über die Wirklichkeit hinaus „verbessert“ (Schnitt, Farbe, Oberfläche)ja, Abmahnung und Reklamation drohen trotzdemArt. 50 Abs. 4 KI-Verordnung, Beispiel aus den Leitlinien
virtuelles Model aus der KIja, bei Amazon zusätzlich ein Stichwort in den MetadatenArt. 50 Abs. 4; Amazon, 27.07.2026

In Deutschland gilt seit dem 29. Juli 2026 das KI-MIG: Die Bundesnetzagentur überwacht die KI-Verordnung, soweit keine andere Behörde zuständig ist, und nimmt Beschwerden entgegen. Die Wettbewerbszentrale wertet Verstöße zusätzlich als unlauteren Wettbewerb (abmahnfähig).

Wer Fotos nur beauftragt und nicht über den KI-Einsatz entscheidet, ist laut Leitlinien (Rn. 14) kein Betreiber; die Pflicht trägt dann der Dienstleister. Für Österreich gilt dasselbe; Händler aus der Schweiz sind erfasst, wenn ihre KI-Bilder in der EU verwendet werden (Art. 2 Abs. 1 Buchst. c). Das ist unsere Lesart, keine Rechtsberatung.

So kennzeichnen Plattformen KI-Bilder

  • Amazon: Bilder mit fotorealistischen KI-Personen brauchen im XMP-Feld dc:subject das Stichwort „contains-synthetic-performer“ (Ankündigung vom 27.07.2026, alle Amazon-Shops). Bilder ohne Menschen betrifft das nicht.
  • eBay: keine eigene KI-Regel, aber die Bilderstandards verbieten Fotos, die den Artikel nicht korrekt zeigen, und Wasserzeichen jeder Art.
  • Etsy: Wer Artikel verkauft, die auf eigene Anweisung mit KI entstanden sind, muss das im Angebot offenlegen; die Regel betrifft das Produkt, nicht das Foto (Etsy-Hilfe).
  • Google: KI-Bilder tragen in den IPTC-Metadaten DigitalSourceType = TrainedAlgorithmicMedia; diese Angabe nicht entfernen.
  • Kaufland: liest die KI-Metadaten aus und setzt automatisch ein sichtbares KI-Label (Beitrag vom 23.07.2026). Screenshots, Messenger und Formatwechsel (z. B. PNG zu JPEG) können diese Metadaten löschen.
  • Zalando: keine Inhalte, die ein sichtbares Label bräuchten; bis Dezember 2026 muss eine unsichtbare Kennzeichnung in den Metadaten stehen.

Das Risiko: Irreführung, Gewährleistung, Urheberrecht

Ein Produktbild ist eine Angabe über die Ware. Irreführend ist nach § 5 UWG eine Werbung mit unwahren oder zur Täuschung geeigneten Angaben über wesentliche Merkmale wie Ausführung oder Beschaffenheit. Ein KI-geschönter Packshot kann genau das sein, Mitbewerber und Verbände können abmahnen.

Dazu kommt das Kaufrecht: Nach § 434 Abs. 3 BGB zählt zur geschuldeten Beschaffenheit, was der Käufer nach öffentlichen Äußerungen, „insbesondere in der Werbung“, erwarten kann. Weicht die Ware vom geschönten Bild ab, ist das nicht bloß eine Retoure, sondern ein Sachmangel.

Ein reines Generatorbild ist zudem kaum geschützt: Laut AG München (13.02.2026, 142 C 9786/25) sind KI-Logos ohne erkennbaren menschlichen schöpferischen Einfluss keine Werke nach § 2 Abs. 2 UrhG. Ein echtes Produktfoto ist dagegen mindestens als Lichtbild nach § 72 UrhG geschützt.

Praxistipp: Fragen Sie bei jedem Fotoauftrag schriftlich, ob KI im Spiel war. Bei uns können Sie zum Shooting in der App die „Erklärung: ohne generative KI“ dazubuchen: die unterschriebene Bestätigung, dass kein Bild und kein Bildteil aus einem generativen Modell stammt. Ein Beleg für Plattform und Kunden, dass Ihr Packshot zeigt, was im Paket liegt.

Symbol mit stilisierten Augen
Weiterlesen: KI-Verordnung Produktfotografie - Was ändert sich 2026?
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Häufige Fehler in der Packshot-Fotografie: 10 Beispiele und Checkliste

Die Zahlen zu den Fehlern 1 bis 4 stammen aus unserer Studie (1.004 Hauptbilder von Kaufland.de, Oktober 2026, teils im Vergleich mit allen 1.841 Kaufland-Hauptbildern aus Deutschland und Polen), der Rest aus den Vorgaben der Plattformen und unserer Arbeit im Studio.

  1. Hintergrund „fast weiß“: Auf Kaufland.de haben 5,8 % der Hauptbilder mit hellem Hintergrund Werte von 250 bis 254, weitere 4,5 % sind sichtbar grau oder cremefarben (Kaufland.de und Kaufland.pl zusammen: 7,3 % und 4,4 %). Spätestens bei 245 zeichnet sich das Bild in der Kaufland-Kachel als graues Rechteck ab.
Packshot mit Hintergrund 255 und 245 in der Kachel der Kaufland-Trefferliste: graues Rechteck bei Hintergrund 245
Derselbe Packshot mit Hintergrund 255 und 245 in einer Kachel mit 4 % Schwarz, wie in der Trefferliste von kaufland.de. Den Hintergrund des rechten Bildes haben wir für die Demonstration auf 245 abgedunkelt.
  1. Schatten, wo keiner erlaubt ist: Kaufland schreibt „Keine Schatten“, trotzdem hat jedes siebte Hauptbild auf weißem Hintergrund einen (13,5 %, Sichtprüfung von Kaufland.de und Kaufland.pl; die automatische Messung ergibt für Kaufland.de 18,8 %).
  2. Produkt zu klein in der Kachel: Auf Kaufland.de nimmt fast jedes vierte Produkt (24,3 %) weniger als die Hälfte der quadratischen Kachel ein, weil es lang oder hoch ist und das Bild auf die Produktform zugeschnitten wurde.
  3. Datei zu klein: 17,6 % der Hauptbilder auf Kaufland.de haben an der längeren Seite weniger als 1.000 px (Kaufland.de und Kaufland.pl zusammen: 19,7 %). Bei Amazon.de würde damit der Zoom nicht funktionieren, und Kaufland.de nennt 1.024 px als Standardgröße.
  4. Schmutziges oder zerknittertes Produkt: In voller Auflösung sieht man Staub, Fingerabdrücke und eingeknickte Etiketten. Mikrofasertuch, Isopropanol und Antistatikpinsel vor der Aufnahme kosten weniger Zeit als die Retusche jedes einzelnen Fussels.
  5. Ausgefressene Weißtöne im Produkt: Sind alle drei Farbkanäle beschnitten, holt kein RAW-Konverter die Zeichnung zurück (siehe Belichtung). Belichten Sie das Produkt getrennt vom Hintergrund so, dass seine hellsten Stellen knapp unter 255 bleiben.
  6. Perspektive aus nächster Nähe: Ein Weitwinkel aus wenigen Zentimetern macht aus einer Flasche ein Fass. Abhilfe schaffen eine längere Brennweite (50-100 mm an Vollformat, Tele beim Smartphone) und mehr Abstand.
  7. Farbe weicht vom Original ab: Bei Bekleidung ist das nach der Größe der zweithäufigste Retourengrund (Coresight Research). Abhilfe: Farbkarte im ersten Bild, RAW und ein kalibrierter Monitor.
  8. Uneinheitliche Serie: Vorschaubilder in der Trefferliste sollen einheitlich sein: gleicher Hintergrund, gleiche Ausrichtung des Produkts, gleiches Licht und gleicher Bildausschnitt (Nielsen Norman Group). Notieren Sie Kamerahöhe, Abstand und Lichtpositionen für jede Produktgruppe.
  9. Text, Rahmen, Siegel und Verpackung auf dem Hauptbild: Text, Logos, Rahmen und Wasserzeichen verbieten Amazon.de, Google, eBay.de und Kaufland.de, eBay.de sogar Wasserzeichen mit Urheberrechtsvermerk, Kaufland.de auch Flaggen und Siegel wie Stiftung Warentest. Die Verpackung wollen Kaufland.de und Amazon.de auf dem Hauptbild nicht sehen.

Die Fehler 1, 3 und 4 findet der Packshot-Check weiter oben in Sekunden. Schatten, Staub und falsche Farben erkennt nur das Auge, am besten in der 100-%-Ansicht und mit dem echten Produkt daneben.

Packshot-Checkliste: 19 Punkte zum Download

Punkte mit dem Zusatz (E) sind unsere Empfehlungen, alle anderen folgen aus den Vorgaben der Plattformen (Stand: 9. Oktober 2026) oder aus dem Gesetz. Gehen Sie die Liste vor jedem Upload durch, nicht erst, wenn ein Angebot gesperrt wurde.

Checkliste zum Ausdrucken

19 Punkte aus diesem Abschnitt zum Abhaken, PDF A4, ca. 164 kB, Stand: 9. Oktober 2026

Checkliste herunterladen (PDF)

Hauptbild

  1. Nur das Produkt in einer Variante, ohne Requisiten und ohne Zubehör, das nicht zum Lieferumfang gehört; Verpackung nur, wo die Plattform sie erlaubt (Amazon.de und Kaufland.de: nein).
  2. Hintergrund 255, 255, 255 am gesamten Bildrand und rund um das Produkt.
  3. Silhouette klar erkennbar, auch bei weißen und transparenten Produkten.
  4. Version ohne Schatten für Kaufland.de, mit Kontaktschatten für den eigenen Shop (E).
  5. Quadrat 1:1, Produkt auf ca. 85 % der längeren Seite (Amazon.de); für Kaufland.de ohne White Space (E).
  6. Kein Text, kein Logo, keine Rahmen, Wasserzeichen, Siegel oder Störer.
  7. Scharf von vorne bis hinten, saubere Freistellkanten.
  8. In der Smartphone-Kachel erkennbar: Marke, Produkt und Variante bleiben nach einem Gaußschen Weichzeichner mit 34 px Radius bei 3.000 px Bildgröße lesbar (Test aus der GS1-Richtlinie).

Technik

  1. 2.048 px an der längeren Seite (Zoom bei Kaufland.de), nie unter 1.000 px (E); Google ab 31.01.2027 mindestens 500 × 500 px.
  2. JPEG in sRGB mit eingebettetem Profil (E).
  3. Dateigröße im Limit der Plattform: Kaufland.de 10 MB, eBay.de 12 MB, Google 16 MB, Zalando 20 MB.
  4. Farbe neben dem echten Produkt auf einem kalibrierten Monitor geprüft (E).
  5. Weiß in der fertigen Datei nach dem Export gemessen (E).
  6. Eigene Exporte: 1:1,44 im Hochformat für Zalando (mind. 762 × 1.100 px), für OTTO Market laut API mind. 500 × 1.000 px.
  7. Gleiche Kamerahöhe, gleiches Licht und gleicher Maßstab in der ganzen Serie (E).

Recht und KI

  1. Das Bild zeigt genau das verkaufte Produkt in der verkauften Variante.
  2. KI-Änderungen über die Standardbearbeitung hinaus sind im Angebot offengelegt.
  3. KI-Metadaten (IPTC, C2PA) sind in der Datei geblieben.
  4. Bildrechte geklärt: eigene Fotos, Herstellerbilder mit schriftlicher Erlaubnis oder Lizenz des Fotografen.

Häufige Fragen zum Packshot

  1. Was ist ein Packshot?

    Ein Packshot ist ein sachliches Produktfoto auf neutralem, meist weißem Hintergrund, das das Produkt genau so zeigt, wie es ist: Form, Farbe und Details, ohne Requisiten und Models. Im Onlineshop ist er meist das Hauptbild.

  2. Was bedeutet Packshot?

    Das Wort kommt aus dem Englischen: pack - Verpackung, shot - Aufnahme. Es stammt aus der Fernsehwerbung, wo es seit 1960 belegt ist und die Nahaufnahme des verpackten Produkts bezeichnet, meist am Ende des Spots.

  3. Was ist ein Beispiel für einen Packshot?

    Typisch ist das Hauptbild einer Parfümflasche, wie man es bei Amazon.de sieht: frontal, auf reinem Weiß, ohne Text und Requisiten. Packshots sind auch die Legeware-Aufnahme eines T-Shirts, das Ghost-Mannequin-Bild einer Jacke oder ein 360°-Packshot.

  4. Was heißt Freisteller?

    Fachsprachlich ist der Freisteller die Maske, mit der ein Motiv vom Hintergrund getrennt wird. Im Alltag meint man das freigestellte Bild selbst: das Produkt ohne Hintergrund, als transparentes PNG oder auf reinem Weiß.

  5. Wie mache ich einen Packshot?

    Produkt reinigen, Hintergrund und Produkt getrennt ausleuchten (zwei Softboxen seitlich), vom Stativ in RAW bei Blende 8 bis 11 fotografieren. Danach Weiß 255 prüfen, freistellen und als Quadrat 1:1 in sRGB exportieren.

  6. Kann man einen Packshot mit dem Smartphone machen?

    Ja, für Vinted, Kleinanzeigen und Social Media: in der 4x-Einstellung aus etwa 30 cm, in RAW, an einem großen Fenster. Fürs Hauptbild bei Amazon.de oder Kaufland.de braucht der Hintergrund meist noch Retusche auf 255.

  7. Welcher Hintergrund ist für Packshots am besten?

    Reines Weiß, RGB 255, 255, 255: Amazon.de verlangt es für das Hauptbild, und unter der grauen Ebene der Kaufland-Kachel wird schon 245 zum sichtbaren Rechteck. Zalando verlangt Weiß und färbt es selbst hellgrau.

  8. Welche Auflösung braucht ein Packshot?

    Amazon.de verlangt mindestens 500 px an der längeren Seite, Zoom ab 1.000 px. Kaufland.de nennt 1.024 px als Standard und empfiehlt 2.048 px, Google ab 31.01.2027 mindestens 500 × 500 px.

  9. Darf ich Produktbilder des Herstellers verwenden?

    Nur mit Erlaubnis: Auch ein schlichtes Produktfoto ist als Lichtbild nach § 72 UrhG 50 Jahre ab Erscheinen geschützt. Lassen Sie sich die Nutzung im Shop und auf Marktplätzen vom Hersteller schriftlich bestätigen.

  10. Darf ich Packshots mit KI erstellen?

    Ja, aber seit 2. August 2026 gilt Art. 50 der KI-Verordnung: Zeigt ein KI-Bild das Produkt besser als in Wirklichkeit, ist es laut EU-Kommission ein Deepfake und muss offengelegt werden. Freistellen und Farbkorrektur sind Standardbearbeitung.

  11. Was kostet ein Packshot?

    Bei marszalstudio kosten Packshots auf weißem Hintergrund ab 10 € pro Foto, Kleidung mit Retusche ab 20 €. Freisteller als PNG oder Schatten kosten je 3 € pro Foto, alles Weitere steht in der Preisliste für Produktfotos.

Was ist ein Packshot? Das Wichtigste in 6 Regeln

Kurz gesagt: Der Packshot ist das sachliche Hauptbild, das ohne Worte verkauft. Damit er das auf jeder Plattform tut, genügen sechs Regeln.

  1. Ein Packshot ist ein Beleg, keine Dekoration: nur das Produkt, Form, Farbe und Details originalgetreu.
  2. Weiß messen statt schätzen: Sauberes 255 am gesamten Bildrand haben auf Kaufland.de nur 65,3 % der Hauptbilder mit hellem Hintergrund.
  3. Bildausschnitt für die Plattform: Quadrat mit dem Produkt auf ca. 85 % der längeren Seite für Amazon.de und Google, ohne White Space für Kaufland.de. Lange Produkte schräg stellen, sonst wirken sie in der quadratischen Kachel klein.
  4. 2.048 px an der längeren Seite: Das hat auf Kaufland.de nur gut jedes fünfte Hauptbild (22,1 %).
  5. Aus einem Shooting zwei Versionen: mit und ohne Schatten, weil Kaufland Schatten verbietet und ein Kontaktschatten das Produkt im eigenen Shop optisch auf den Untergrund stellt.
  6. KI zum Bearbeiten, nicht zum Verändern: Freistellen ist in Ordnung, ein „verbessertes“ Produkt muss gekennzeichnet werden.
Packshot-Konfigurator in der marszalstudio-App: weißer Hintergrund inklusive, Packshots ab 10 € pro Foto
Packshot-Konfigurator in der marszalstudio-App: Packshots auf weißem Hintergrund bestellen.

Quellen

Wörterbücher und Geschichte (abgerufen am 9.10.2026)

Plattformen (offiziell, abgerufen am 9.10.2026)

Studien und Zahlen

Recht und KI

Technik

Standards und Praxis (abgerufen am 9.10.2026)

Studie von marszalstudio: 1.841 Hauptbilder von Produktseiten auf Kaufland.de (1.004) und Kaufland.pl (837), Kopien im Internet Archive von April bis Oktober 2026, Originaldateien abgerufen am 9.10.2026, dazu 356 Angebote des polnischen Marktplatzes Allegro aus dem Internet Archive (1.4.-7.10.2026); automatische Messung aller Bilder und Sichtprüfung von 160 Bildern.

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